Juni 2026
Stagnation in der Strukturkrise
Deutschlands Konjunktur hat im ersten Quartal überraschend zugelegt. Baden-Württemberg steckt in einer tiefen Strukturkrise.
BW Quarterly Ausgabe Q2/2026
Wirtschaft in Deutschland
Deutschlands Konjunktur hat im ersten Quartal überraschend zugelegt. Das BIP wuchs gegenüber Vorquartal um 0,3 %. Das war deutlich besser als im Durchschnitt des Euroraums – dort sank die Wirtschaftsleistung um 0,2 %. Vor allem der staatliche Konsum sowie der Außenhandelsüberschuss haben das BIP-Wachstum in Deutschland gestützt. Für das zweite Quartal halten wir ein Nachlassen des Wachstumstempos für wahrscheinlich.
Zum ArtikelWirtschaft in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg steckt in einer tiefen Strukturkrise. Der L-Bank-ifo-Geschäftsklimaindex, ein Frühindikator für die konjunkturelle Entwicklung, verzeichnet zurzeit erneut eine Eintrübung der Erwartungen bei den Unternehmen in Baden-Württemberg. Die Wirtschaftsleistung dürfte sich in den kommenden Monaten zwar wieder verbessern. Großer Optimismus ist aber angesichts der Vielzahl von Problemen nicht angebracht.
Das LBBW Research musste aufgrund der starken Gegenwinde seine Wachstumsprognose für Baden-Württemberg für 2026 von 0,7 % für das reale BIP markant senken. Wir prognostizieren für das Jahr 2026 nun ein „Nullwachstum“ – also absolute Stagnation. 2027 sollte es mit einer Veränderungsrate des realen BIP von 0,7 % (Deutschland 0,8 %) wieder etwas besser werden. Damit liegt Baden-Württemberg auf dem drittletzten Platz unter den zwölf betrachteten Bundesländern.
Zum ArtikelAktienindex Baden-Württemberg
Der LBBW-Aktienindex aller börsennotierten Unternehmen aus Baden-Württemberg gibt Auskunft über Einschätzungen der Finanzmärkte zu den enthaltenen Werten. Der BWAX performt auf Jahres- und Fünfjahressicht deutlich schlechter als der DAX – maßgeblich hierfür ist SAP. Im Fokus stehen die Gründe für die Entwicklungen bei den Gewinnern und Verlierern aus Baden-Württemberg.
Zum ArtikelWohnen in Baden-Württemberg
Thema des Quartals: Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg sehen den Themenkomplex „Wohnen und Mieten“ als eines der drängendsten Probleme im Land an. Allgemein macht sich ein Gefühl von Wohnungsnot breit. Die Dringlichkeit der Wohnthematik scheint bei der Politik durchaus angekommen zu sein. Abzuwarten bleibt indes, wie die beiden Regierungsparteien ihr Verständnis von Chancengleichheit, wirtschaftlicher Freiheit und sozialer Gerechtigkeit unter einen Hut bringen. Unseres Erachtens ist mehr politischer Mut gefragt.
Zum ArtikelFreiburg baut vor
Nachhaltigkeit: Freiburg setzt mit dem FBS 2030 auf eine innovative Stadtentwicklung mit Quartieren, die nicht nur den Wohnraummangel lindern, sondern auch für mehr soziale Durchmischung sorgen und sogar den Fachkräftemangel adressieren sollen. Das Modell kann auch für andere Städte als Best Practice für Nachhaltigkeit gelten.
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Die Entgegennahme von Research Dienstleistungen durch ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen kann aufsichtsrechtlich als Zuwendung qualifiziert werden. In diesen Fällen geht die LBBW davon aus, dass die Zuwendung dazu bestimmt ist, die Qualität der jeweiligen Dienstleistung für den Kunden des Zuwendungsempfängers zu verbessern.
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901.9 KB | 25.06.2026