27.03.2026

Konjunkturelle Lage in Deutschland

Die Konjunkturaussichten Deutschlands für das Jahr 2026 verbessern sich.

Zinskurve mit mit einem Kugelschreiber überprüft
Zinskurve mit mit einem Kugelschreiber überprüft

BW Quarterly Ausgabe Q1/2026

  • Das Jahr 2025 endete mit positiven Konjunkturdaten
  • Aussichten für 2026 zunächst verbessert
  • Krieg in Nahost birgt neue Gefahren
  • Strukturprobleme sind ungelöst
  • Von: Dr. Jens-Oliver Niklasch

Besser als erwartet hat sich die Wirtschaft im Schlussquartal 2025 geschlagen: Das BIP legte im Vergleich zum Vorquartal 0,3 % zu, für das Gesamtjahr 2025 stand, bereinigt um Preis-, Saison- und Kalendereffekte, ein Plus von 0,4 % zu Buche. Wachstumstreiber waren die Konsumausgaben. Sowohl der Staat als auch die privaten Haushalte gaben mehr aus. Überdies legten auch die Anlageinvestitionen zu. Belastet wurde die Bilanz im vierten Quartal vom Abbau der Vorräte und ein wenig vom Außenhandel. Beides dürfte Folge der Zollerhöhungen für Importe in die USA vom Frühjahr 2025 gewesen sein.

Abb. 3: Deutsches BIP-Wachstum und Beiträge der Sektoren

Deutsches BIP-Wachstum und Beiträge der Sektoren

Die Schlussphase des Vorjahres und die ersten Zahlen des laufenden Jahres sprachen zunächst tatsächlich für eine Wende zum Besseren. Unterfüttert wurde diese Annahme unter anderem durch den Anstieg der monatlichen Neuaufträge. Von September bis Dezember 2025 lag der Auftragseingang jeweils über dem des Vormonats. Ebenso hatten sich die Frühindikatoren bis einschließlich Februar in ihrer Gesamtheit etwas verbessert.

Große Gefahren für die Konjunktur im laufenden Jahr entstehen aber nun aus dem militärischen Konflikt zwischen den USA und Israel mit dem Iran. Die Sperrung der Straße von Hormus, die für 20 % der globalen Rohölversorgung steht, hat die Preise für Rohöl und Kraftstoffe in die Höhe schnellen lassen und das Thema Inflation zurück auf die Tagesordnung der Finanzmärkte und der Geldpolitik gebracht.

Überdies bleiben die Strukturprobleme eine Herausforderung für die deutsche Wirtschaft. Dazu gehören der schleichende Arbeitsplatzabbau in der Industrie (120.000 Stellen im Jahr 2025), die Kosten der Systeme zur sozialen Sicherung in einer alternden Gesellschaft sowie die deutlich zunehmende Zahl der Unternehmensinsolvenzen. Von Januar bis November 2025 beantragten 22.000 Unternehmen ein Insolvenzverfahren, rund 10 % mehr als im Vorjahreszeitraum. Unter den Betroffenen sind nicht zuletzt Unternehmen aus den strukturell besonders belasteten Branchen der Automobilzulieferer sowie des Maschinenbaus.

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