01.06.2026

Anthropic überholt OpenAI

Kapitalmärkte Daily | Nach einer neuen Kapitalisierungsrunde wird der KI-Protagonist Anthropic nun mit insgesamt 900 Mrd. USD bewertet.

Blauer Computer Chip
Blauer Computer Chip

Immer aktuell informiert: Kapitalmärkte Daily

  • KI-Hausse setzt sich fort
  • Kein Durchbruch in US-Iran-Gesprächen
  • Asiens Wirtschaft wächst

Neues Allzeithoch an der Wall Street

Während sich DAX und Euro Stoxx 50 am Freitag fast unverändert hielten, legten die Indizes an der Wall Street nochmals zu. Der S&P 500 erreichte mit 7580 Punkten ein neues Allzeithoch, ebenso wie der Nasdaq-Sammelindex mit 26.972 Zählern. Die Kurse fielen allerdings im Handelsverlauf von ihren Hochs wieder zurück. Treiber bleibt der KI-Boom. Dell hob aufgrund der enormen Nachfrage nach KI-Hochleistungsrechnern seine Umsatzprognose um 20 % an, was der Aktie einen Kurssprung um 33 % bescherte. In ihrem Sog stiegen auch andere Computerwerte wie IBM und Microsoft kräftig an. Auch außerbörslich gab es Bewegung. Nach einer neuen Kapitalisierungsrunde wird der KI-Protagonist Anthropic nun mit insgesamt 900 Mrd. USD bewertet. Damit zieht das Unternehmen an OpenAI vorbei. Dieser Wechsel spiegelt sich auch in den aus Monatszahlen hochgerechneten Jahresumsätzen wider: 47 Mrd. USD von Anthropic stehen 30 Mrd. USD für OpenAI gegenüber. Angesichts der hohen Dynamik des Marktes kann sich allerdings niemand auf seinen Lorbeeren ausruhen. Die an OpenAI beteiligte japanische IT-Holding Softbank will bis zu 75 Mrd. EUR in Rechenzentren in Frankreich investieren. Und die US-Regierung schließt das Schlupfloch für Exporte von Hochleistungschips an Töchter chinesischer Unternehmen, das sich durch die Streichung einer Regel der Biden-Regierung aufgetan hatte.

Wieder Geplänkel am Golf

Von der angeblichen Grundsatzerklärung zu einer Beilegung des Konfliktes ist wenig zu spüren, und aus dem Weißen Haus war dazu nicht viel zu hören. Heute früh gab es hingegen die nächsten Scharmützel am Persischen Golf, der Iran antwortete mit Angriffen in Kuwait auf den Beschuss von Drohnenbasen durch die USA. Israel rückt unterdessen im Libanon weiter vor. Wenig überraschend legten die Ölpreise wieder zu. Präsident Trump wird das im Vorfeld der Zwischenwahlen nicht gefallen, und er hat auch noch andere Themen: Gerichte blockieren den staatlichen Fonds, mit dem er unter anderem die Randalierer vom 6. Januar 2021 belohnen will. Außerdem soll sein Name wieder vom Kennedy Center in Washington entfernt werden.

So entschieden sich die Hamburger Bürger bei der gestrigen Volksabstimmung über eine mögliche Bewerbung der Hansestadt.

54.9 %

gegen Olympia

Hausse an Asiens Märkten

Der KI-Boom bescherte den Börsen in Fernost einen freundlichen Wochenstart. Der Nikkei-Index legte 0,5 % zu, Koreas KOSPI gewann 1,3 % und Taiwans Leitindex sogar 1,8 %. Auf der Messe Computex in Taipeh wird Nvidia- Chef Jensen Huang als Redner erwartet. Die feste Börsentendenz passt zu den heute früh veröffentlichten Einkaufsmanager-Indizes (PMI). In Japan fiel er zwar leicht, liegt mit 54,5 Punkten aber komfortabel in der Expansionszone. Für China sank der PMI auf 51,8 Punkte, wofür unter anderem eine nachlassende Exportnachfrage verantwortlich zeichnet. Heute kommen noch weitere Mitglieder der PMI-Familie. Dem US-amerikanischen ISM-Index trauen wir einen leichten Anstieg auf 53,0 Punkte zu, während wir für Europa eine Stagnation bei 51,4 Zählern sehen. Auch Europas Börsen hinken hinterher, und die Kursgewinne sind recht selektiv: Der Euro Stoxx 50 gewann im Mai gut 4 % hinzu, aber 29 der 50 Werte liefen schlechter als der Index. Und auch die Sentix-Umfrage vom Wochenende zeigt eine gemischte Stimmung der Anleger: Das Grundvertrauen ist mäßig, gegenüber den US-Technologiewerten wird die Haltung skeptischer. Aber kaum jemand will sich gegen den Markt stellen. Die Bären ziehen sich zurück und warten lieber ab.

Von: Dr. Berndt Fernow, Senior Strategist

Termine der Woche

Die wichtigsten Termine, Daten & Prognosen finden Sie immer in unserem Wirtschaftskalender.

Zum Wirtschaftskalender

Diese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und in Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24- 28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. Die Entgegennahme von Research Dienstleistungen durch ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen kann aufsichtsrechtlich als Zuwendung qualifiziert werden. In diesen Fällen geht die LBBW davon aus, dass die Zuwendung dazu bestimmt ist, die Qualität der jeweiligen Dienstleistung für den Kunden des Zuwendungsempfängers zu verbessern.

Eine Frau hält ein Smartphone in der Hand
Eine Frau hält ein Smartphone in der Hand

LBBW Newsletterfür Wirtschaft und Finanzen

Jetzt anmelden!

Weltweit

LBBW weltweit

Benachrichtigungen

Bleiben Sie mit unseren Benachrichtigungen auf dem neusten Stand.

Es ist ein Fehler aufgetreten

Benachrichtigungen konnten nicht aktiviert werden

Um Benachrichtigungen zu erhalten, ist es erforderlich, dass Sie Benachrichtigungen in Ihren Browsereinstellungen aktivieren bzw. zulassen. Eventuell stehen Benachrichtigungen auf Ihrem Endgerät nicht zur Verfügung.

Wählen Sie die Rubriken für Ihre Benachrichtigungen aus. Sie können diese Einstellung jederzeit ändern.

Es ist ein Fehler aufgetreten