27.03.2026

BW heizt (noch) fossil

Deutsche Heizungen werden maßgeblich mit fossilen Brennstoffen betrieben. Die Akzeptanz von Wärmepumpen scheint sich in BW mehr und mehr durchzusetzen.

Rauchender Schornstein eines Wohnhauses
Rauchender Schornstein eines Wohnhauses

BW Quarterly Ausgabe Q1/2026

  • 80 % des Wärmepumpenabsatzes im Altbau
  • Mehr als 70 % fossil betriebene Anlagen
  • Von: Sabrina Kremer

Wärmepumpe auf dem Vormarsch

Zwar hat der deutschlandweite Absatz von Heizungsanlagen 2025 nicht ganz das Niveau des Top-Jahres 2023 erreicht, doch Wärmepumpen haben mit einem Anteil von mehr als 50 % ihren Vormarsch fortgesetzt. Fast 300.000 Wärmepumpen wurden bundesweit installiert – ein Plus von 55 % gegenüber dem Vorjahr. Nach Aussage des Bundesverbands Wärmepumpe e.V. fanden 80 % davon in Bestandsgebäuden ihren Platz. Das ist eine gute Nachricht, denn der Bestand hat sich lange schwergetan mit Wärmepumpen. Im Neubau hingegen lag ihr Anteil bereits 2024 bei knapp 70 %. In den Zahlen zeigen sich steigende Akzeptanz und Vertrauen in die Technologie. Die aktuelle Krise im Iran dürfte dem Trend weiteren Vorschub leisten.

Baden-Württemberg auf dem zweiten Platz

Laut Zensus 2022 wurden noch 73 % der Heizungsanlagen in BW fossil betrieben. Damit rangierte das Land damals mit nur wenigen Prozentpunkten Abstand hinter Bayern mit gut 71 % (siehe Abb. 1), lag aber signifikant unter dem Mittelwert von knapp 79 %.

Abb. 8: Anteil der Energieträger der Heizung nach Bundesländern

Anteil der Energieträger der Heizung nach Bundesländern

Man könnte meinen, dass es wenig erfreulich ist, einer der Besten unter den Schlechten zu sein. Doch eine Studie des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft zeigt, dass der Süden überdurchschnittlich gut beim Einbau von Wärmepumpen abschneidet. Deren Anteil in Baden-Württemberg stieg zwischen 2019 und 2023 um 4,1 % auf 6,8 %. Auch hier haben die Bayern die Nase mit 7,1 % vorne. Im Vergleich dazu konnte Deutschland insgesamt nur um 2 % auf 5,4 % zulegen. Der Umbau des Bestands bleibt schwierig, doch der Süden befindet sich auf dem richtigen Weg.

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