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LBBW | Wechselkursrisiken: Es kann nicht immer Euro sein

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Es kann nicht immer Euro sein

Wer Geschäfte in Dollar, Renminbi oder anderen Fremdwährungen abschließt, nimmt ein Wechselkursrisiko in Kauf. Dieses Risiko lässt sich absichern dank der LBBW.

Die deutsche Wirtschaft brummt, denn Qualität made in Germany ist weltweit gefragt. Die Exportquote deutscher Unternehmen erreicht Jahr für Jahr neue Höchststände. 2017 wurden Waren im Wert von 1.279,4 Milliarden Euro exportiert, 6,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Warenwert der Importe stieg ebenfalls, auf 1.034,6 Milliarden Euro. Doch was das Statistische Bundesamt in Euro berechnet, ist nicht unbedingt in Euro bezahlt worden.

Fast die Hälfte der Auslandsgeschäfte regeln deutsche Unternehmen in Dollar, Yen, Renminbi, Pfund oder auch exotischen Währungen. Damit lassen sie sich auf das Risiko schwankender Wechselkurse ein. Dieses Risiko werde gerade in mittelständischen Unternehmen oft unterschätzt, sagt Frank Schmidt, Director im Bereich Solutions Zins-, Währungs- und Rohstoffmanagement (ZWRM) der LBBW.

Fremd­währungs­geschäfte aus verschiedenen Motiven

Nach Angaben des Deutschen Industrie- und Handelskammertags fakturieren deutsche Unternehmen mehr als 43 Prozent ihrer Auslandsgeschäfte in Fremdwährung – Tendenz leicht steigend. Die Motive dafür können sehr unterschiedlich sein:

  • Bestimmte Geschäfte werden immer in derselben Währung abgeschlossen, zum Beispiel Rohstoffe in US-Dollar (Gold, Öl usw.).
  • Partner einigen sich auf eine gemeinsame Fremdwährung, um für beide Seiten die Abwicklung zu erleichtern oder weil der Partner mit der stärkeren Verhandlungsposition dies wünscht.
  • Manche ausländischen Unternehmen können aufgrund von Devisenvorschriften ihres Landes nicht in Euro fakturieren oder haben aus anderen Gründen keinen Zugang zum deutschen Markt.
  • Die Fakturierung in Fremdwährung signalisiert Vertrauen und verbessert die Position bei Preisverhandlungen; zum Beispiel kann die Fakturierung in Renminbi zu erheblichen Preisvorteilen für die beteiligten Geschäftspartner führen.
  • Die Fakturierung in der Währung des Vertragspartners kann einen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen deutschen und internationalen Anbietern bringen und unterstützt so die eigene Akquise vor Ort.

Schwankende Wechselkurse bergen Verlustrisiko

In der Regel wird der Kaufpreis erst bei Lieferung fällig. Wer heute eine Maschine zum Preis von 100.000 Pfund (GBP) nach England verkauft, kann nicht sicher sein, welchen Kurs er für den Erlös bei Lieferung in sechs Monaten bekommen wird – man denke nur an den Brexit und dessen Folgen. Doch auch schon früher hat der Wechselkurs des GBP stark geschwankt. So hat die britische Währung in den vergangenen zehn Jahren gegenüber dem Euro zirka 23 Prozent an Wert eingebüßt. Allerdings war diese Entwicklung nicht gleichmäßig (siehe Grafik-Slider mit Informationen zur Entwicklung ausgewählter weiterer Währungen).

LBBW Research

Risiko durch schwankende Kurse

Prognosen über künftige Wechselkurse würden oft „zu hemdsärmelig“ getroffen. „Der sogenannte Budgetkurs, den Unternehmen für die Entwicklung eines Wechselkurses annehmen, entspricht häufig nicht der Realität. Bei großen Abweichungen drohen Verluste“, sagt Schmidt. „Das muss nicht sein, Währungsrisiken lassen sich steuern.“

Ganzheitliche Analyse statt „hemdsärmeliger“ Prognosen

Hierfür bieten die Experten der LBBW den Unternehmenskunden maßgeschneiderte Strategien an,an deren Beginn eine GFA-Analyse steht. GFA steht für Ganzheitliches Financial Advisory. „Wir beschäftigen uns intensiv mit den Leistungskennzahlen des Unternehmens, den Key Performance Indicators (KPI)“, erklärt Schmidt. „Dabei beschränken wir uns auf die für das Währungsrisiko entscheidenden Kennzahlen, um den ganzen Prozess nicht zu überfrachten und den Aufwand der Kunden in einem vertretbaren Rahmen zu halten.“ Die LBBW gibt anschließend anhand leicht nachvollziehbarer Schritte eine Empfehlung für die optimale Sicherungsquote und stellt auf Wunsch mit den Derivatespezialisten der LBBW ein passendes Instrumentarium zusammen.

Es geht bei der GFA-Analyse um diese zentralen Fragen:

  • Wie hoch ist der maximal mögliche Schaden aus den Devisengeschäften?
  • Welches Verlustrisiko kann/will das Unternehmen tragen?
  • Wie stark sollte dieses Risiko abgesichert werden, damit das Unternehmen keinen entscheidenden Einbruch bei seinen KPI erleidet?
  • Wie stark vermindert die Absicherung das Schadensrisiko, zum Beispiel bei der Eigenkapitalrendite?

Um passende Antworten zu finden, simulieren die LBBW-Experten für jede bestimmte Risikoposition mögliche Entwicklungen, mittels der Devisenkurse der Vergangenheit und der Prognosen. Gleichzeitig errechnen sie, wie wahrscheinlich diese Abweichungen sind und wie gefährlich sie für die KPI des Kunden werden können. Daraus wird errechnet, wie hoch die Absicherungsquote sein sollte.

Maßgeschneiderte Strategie gegen Währungsrisiken

„Unsere Erfahrungen zeigen, dass mit einer maßgeschneiderten Absicherungsstrategie das Währungsrisiko deutlich verringert werden kann“, sagt LBBW-Experte Frank Schmidt. Das Beharren auf den Euro ist jedenfalls keine Alternative, denn nicht immer erfolgt der Verzicht auf Euro ganz freiwillig. Bestimmte Geschäfte werden immer US-Dollar abgeschlossen, etwa Gold, Öl und andere Rohstoffe. In manchen Ländern vereiteln Devisenvorschriften das Abwickeln von Geschäften in Euro, bei manchen Partnern erleichtert das Ausweichen auf eine andere Währung einfach den Vertragsabschluss – und später die Abwicklung.

Selbst kleinere Kursausschläge führen dazu, dass einige Tausend Euro weniger als geplant erlöst werden. Was dank der LBBW-Absicherungen ja vermeidbar ist.

Sie interessieren sich für Währungsabsicherung oder für eine gesamtheitliche Analyse? Kontaktieren Sie uns:

Frank Schmidt

ZWRM-Experte „Sales Corporates“- Solutions
Tel. +49 711 127-28184
frank.schmidt@lbbw.de