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Basketball als Symbol für gutes Miteinander im Europaviertel

LBBW und Sparkassenakademie unterstützen Streetwork-Projekt von Mobiler Jugendarbeit und Stadtbibliothek

Stuttgart. Nachbarschaftshilfe der besonderen Art: Mit jeweils 25.000 Euro in diesem und im nächsten Jahr engagiert sich die LBBW, mit weiteren 5.000 Euro die Sparkassenakademie bei einem ungewöhnlichen Streetwork-Projekt im Stuttgarter Europaviertel. Das Konzept ist bundesweit einzigartig: drei Streetworker der Mobilen Jugendarbeit und ein Bibliothekar bieten eine Anlaufstelle für Jugendliche. „Als direkter Nachbar – sowohl von der LBBW-Zentrale als auch der BW-Bank im Milaneo –haben wir unbürokratisch unsere Unterstützung zugesagt“, sagt LBBW-BereichsleiterChristian Panse. „Uns ist es ein Anliegen, dass sich die Passanten und Gäste genausowohl im Europaviertel fühlen wie wir selbst.“ Der Leiter der Sparkassenakademie,Frank Metzner, wünschte dem Projekt ebenfalls weiterhin viel Erfolg: „Als direkteNachbarn der Stadtbibliothek haben wir das Projekt von Anfang an sehr aufgeschlossenund intensiv begleitet. Wir freuen uns, dass jetzt bereits erste Erfolge spürbar sind. DieSparkassenakademie wird jedes Jahr von rund 50.000 Gästen besucht. Sie freuen sichüber das angenehme Umfeld rund um die Akademie. Das Streetwork-Projekt ist dafürein wichtiger Baustein.“ Panse und Metzner haben jetzt die Spende symbolischübergeben – nicht mit einem Spendenscheck, sondern mit einem Basketball, einemVolleyball, einem Asphalt-Fußball sowie einem Football-Ei. Simon Fregin, Streetworkerim Projekt, sieht die Bälle als Symbol für Begegnung und Kommunikation.

Shoppen und Essen im Milaneo, Schmökern in der Stadtbibliothek, die Sonne auf dem Mailänder Platz genießen: Im Europaviertel lässt sich gut ein ganzer Nachmittag verbringen. Viele Jugendliche treffen sich dort fast täglich, nicht zuletzt, weil es freies WLAN gibt. Der Ansturm führte zunächst dazu, dass immer wieder Gruppen aneinander gerieten, der Lärmpegel stieg und sich Passanten gestört fühlten.

Seit März dieses Jahres bieten die Mobile Jugendarbeit Stuttgart und die Stadtbibliothek eine Anlaufstelle für Jugendliche an, in der sie Playstation spielen, Musik hören oder Sport machen können. Dadurch werden Begegnungen geschaffen und junge Menschen zusammengebracht. Die Zielgruppe der Sozialarbeiter sind 12- bis 27-Jährige. „Die Gründe, warum Jugendliche Hilfe oder Unterstützung benötigen, sind verschieden. Manche fühlen sich ausgegrenzt oder bedroht, andere haben Probleme zuhause oder in der Schule“, sagt Simon Fregin, der den neuen Standort der Mobilen Jugendarbeit leitet. Langfristig geht es darum, mit den Jugendlichen in Kontakt zu bleiben. Und das ganz ohne Zwang: Die Streetworker gehen zwar aktiv auf die Jugendlichen zu. Wer nicht will, muss aber nicht mit ihnen reden.

Sreetworker vor dem Milaneo

„Bei unseren Angeboten kooperieren wir intensiv mit den Anliegern sowie mit anderen Stuttgarter Kultur- und Bildungseinrichtungen“, erklärt Christine Brunner, Direktorin der Stadtbibliothek Stuttgart. „Deshalb freut es uns besonders, dass die Anlieger uns auch finanziell unterstützen“, ergänzt Klausjürgen Mauch, der als Bereichsleiter bei der Evangelischen Gesellschaft (eva) für das Projekt zuständig ist.

Die Kosten für die zunächst zweijährige Projektlaufzeit bis Ende Februar 2020 liegen bei etwa 395.000 Euro. „Dass die LBBW und die Sparkassenakademie zusammen 55.000 Euro davon übernehmen, ist beachtlich“, sagt Jutta Jung vom Caritasverband für Stuttgart, der gemeinsam mit der eva die Mobile Jugendarbeit trägt. „Und die Jugendlichen, die zu uns kommen, werden sich über die Bälle freuen“, meint der Streetworker Simon Fregin. „Beim Spielen können sie sich austoben – und dabei auch noch Spaß miteinander haben.“

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