LBBW

04.02.2019

Markt für Konsortialkredite konsolidiert 2019 auf hohem Niveau

Pressemitteilung

Das Konsortialkreditvolumen hat 2018 in Deutschland erneut die Schallmauer von 100 Milliarden Euro durchbrochen: Mit 101,1 Milliarden Euro bei 178 Transaktionen bewegte es sich im Zehn-Jahres-Vergleich erneut auf einem hohen Niveau und blieb aber unter dem starken Vorjahr. Auch für 2019 rechnet das LBBW Research mit einem Neugeschäftsvolumen in annähernd gleicher Größenordnung. Die LBBW erreichte in den League Tables gemessen an der Transaktionsanzahl Rang 3 unter den Konsortialführern (MLA) und Rang 4 unter den Bookrunnern.

LBBW-Analyst Martin Dresp begründet die anhaltende Beliebtheit des Instruments mit den flexiblen Einsatzmöglichkeiten einer solchen Baukastenlösung: „Der Konsortialkredit ist deshalb aus der Unternehmensfinanzierung nicht mehr wegzudenken.“ Ob als Betriebsmittellinie, Brückenfinanzierung, Avallinie, Tilgungs-, Akquisitions- oder endfälliges Darlehen – der Konsortialkredit bildet häufig das Fundament einer ausgewogenen Finanzierungsstruktur. Da die finanziellen Mittel von einem Konsortium mehrerer Banken stammen (daher der Name), gelten sie als sichere Finanzierungsquelle und verringern zudem die Abhängigkeit eines Unternehmens von wenigen Geldgebern.

Bereits seit einigen Jahren greifen neben Großunternehmen vermehrt auch Mittelständler auf Konsortialfinanzierungen zurück. Die Banken reagieren auf die veränderte Nachfrage und bieten zunehmend auch kleinere Finanzierungsvolumina ab circa 25 Millionen Euro an. Am anderen Ende des Spektrums umfasste 2018 der größte Konsortialkredit 18,2 Milliarden Euro und diente Hochtief zur Übernahme des spanischen Autobahnbetreibers Abertis.

LBBW Research: Marktvolumen sinkt auf 95 bis 100 Mrd. Euro

Martin Dresp erwartet, dass sich der Markt 2019 wiederum leicht auf 95 bis 100 Milliarden Euro konsolidieren wird. Viele Unternehmen hätten bereits in den vergangenen Jahren das niedrige Zinsniveau genutzt, um sich langfristig mit Fremdkapital einzudecken. Zudem dürfte vor dem Hintergrund der Konjunkturentwicklung die Zahl der Unternehmensakquisitionen nachlassen, für deren Finanzierung gern auf eine Baukastenlösung mit Konsortialkrediten zurückgegriffen wird. Vor allem in Boomphasen wachsen Unternehmen durch Übernahmen und Zukäufe. Jedoch deuten zahlreiche Prognosen, darunter auch die Wachstumsprognose des LBBW Research (BIP 2019: 1,4 Prozent), auf eine weitere Abschwächung hierzulande hin.

Schon 2018 sahen weniger Unternehmen einen Anlass, zusätzliche Finanzmittel aufzunehmen. Dadurch ging die Zahl der Konsortial-Transaktionen zurück. Im Gesamtjahr wurden 178 Deals mit einem Gesamtvolumen von 101,1 Milliarden Euro verzeichnet. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht dies beim Kreditvolumen einem Minus von 12 Prozent und einem Rückgang von 15 Prozent bei der Anzahl der Transaktionen.

Gegen den allgemeinen Trend hat die LBBW 2018 deutlich mehr Transaktionen abgeschlossen als im Jahr zuvor. „Unsere anhaltend gute Platzierung in den League Tables ist auf unsere tiefe Verwurzelung im deutschen Mittelstand, sowie unseren umfassenden und kompetenten Beratungsansatz inklusive Sektorexpertise zurückzuführen“, erklärt Joachim Erdle, Leiter Corporate Finance der LBBW. Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnten im gesamten deutschsprachigen Raum 116 Transaktionen (davon 81 als MLA) mit einem Gesamtvolumen von gut 104 Milliarden Euro abgeschlossen werden. In Deutschland selbst liegt sie als federführender MLA (Mandated Lead Arranger) gemessen nach Transaktionsvolumina und -anzahl, auf Rang 3 der League Tables. Als begleitender Bookrunner erreicht sie Rang 4. Damit untermauerte die LBBW ihre Position als eine der marktführenden Banken in Deutschland.

30.6 KB | 04.02.2019

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