18.05.2026
Trump droht Iran mit neuen Attacken
Kapitalmärkte Daily | Inmitten der festgefahrenen diplomatischen Bemühungen droht US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut mit Zerstörung.
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- Luftschläge, Invasion von Kharg oder sogar mehr?
- Insiderverdächtige Geschäfte im Weißen Haus
- Warshs Mission gestartet
Die Uhr tickt
Inmitten der festgefahrenen diplomatischen Bemühungen droht US-Präsident Donald Trump dem Iran erneut mit Zerstörung. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb er: "Für Iran tickt die Uhr, und sie sollten sich besser schnell bewegen, sonst wird von ihnen nichts mehr übrigbleiben. Die Zeit drängt." Gerechnet wird allerdings nicht mit einem umfassenden neuen Krieg, sondern mit einer zeitlich begrenzten Aktion: Vor allem Luftschläge gegen Kraftwerke und Brücken. Denkbar wären allerdings auch Bodenoperationen auf der für den Ölexport Irans so wichtigen Insel Kharg. Die Medien sprechen zudem von einer möglichen Mission zur Bergung des im Iran gehorteten hochangereicherten Urans. Weil dieses allerdings wohl weit im Landesinnern und zudem tief unter der Erde in Stollen lagert, käme eine solche für die USA womöglich einem Himmelfahrtskommando gleich, weshalb dies zum jetzigen Zeitpunkt wenig wahrscheinlich sein dürfte.
Donald macht den Dagobert
US-Präsident Donald Trump wurde auf seiner China-Reise wurde in der vergangenen Woche von diversen Wirtschaftsvertretern begleitet. Für Boeing sprangen dabei Käufe seitens chinesischer Airlines über 300 Flugzeuge heraus. Und Nvidia bekam die US-Freigabe dafür, künftig KI-Chips der zweitjüngsten Generation in die Volksrepublik zu liefern. Zuvor war bekanntgeworden, dass der US-Präsident vor einiger Zeit privat Aktien beider Gesellschaften im Gegenwert von jeweils zwischen einer und fünf Millionen US-Dollar gekauft hatte.
Schuss könnte nach hinten losgehen
Am Freitag übernahm Kevin Warsh den Vorsitz der USNotenbank Fed. US-Präsident Donald Trump erwartet von ihm rasche Zinssenkungen. Warsh sprach sich zwar wiederholt ebenfalls für niedrigere Zinsen aus und argumentierte dabei, dass die KI disinflationär wirke, weil sie die Produktivität steigere und damit den Preisauftrieb dämpfe. Zudem bevorzugt er bei der Inflationsmessung sogenannte Trimmed-Mean-Maße, bei denen extreme Preisänderungen ausgeblendet werden. Der Druck auf die Währungshüter im Falle einer stark anziehenden Teuerung die Leitzinsen sogar erhöhen zu müssen, wäre hierdurch vermindert. Ob Warsh eine lockerere Geldpolitik wirklich durchsetzen kann, ist jedoch offen. Schließlich entscheidet er im Offenmarktausschuss nicht alleine, sondern braucht Mehrheiten. Erschwerend kommt hinzu, dass Vorgänger Jerome Powell nicht abtritt, sondern im Ausschuss verbleibt. Warsh könnte daher sogar überstimmt werden. Weil dieser zudem plant, die stark ausgeweitete Fed-Bilanz zurückzuführen, ist auf Sicht mit steigenden Langfristzinsen zu rechnen, was eine lockere Geldpolitik weiter erschweren würde.
Medienberichten zu Folge dürfte der Börsengang von Elon Musks SpaceX früher erfolgen als gedacht.
Star Trek für Wall Street
Der Börsengang von Elon Musks SpaceX könnte Angaben zu Folge deutlich früher erfolgen als bislang gedacht. Das Unternehmen, vereint eine Raumfahrtgesellschaft, ein Starlink genanntes Satellitennetzwerk, das soziale Netzwerk X, sowie das KI-Labor xAI, und könnte im Rahmen des Börsengangs bis zu 80 Mrd. US-Dollar einsammeln. Angestrebt wird eine Kapitalisierung von um die 2 Billionen US-Dollar. Erwartet wird, dass der Ausgabepreis am 11. Juni festgelegt wird und der Börsengang einen Tag später erfolgt.
Von: Uwe Streich, Senior Strategist
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