11.08.2026

Keine Leitzinsänderung in Australien

Kapitalmärkte Daily | Die Reserve Bank of Australia hat den Leitzins erwartungsgemäß bei 4,35 % belassen.

Australien
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Immer aktuell informiert: Kapitalmärkte Daily

  • Goldpreis erreicht 10-Wochenhoch
  • Erdgaspreis wieder im Fokus
  • Wirtschaftsdaten heute aus den USA

S&P 500 leichter, Gold- und Ölpreise ziehen an

Die internationalen Kapitalmärkte starten mit erhöhter geopolitischer Risikoprämie in den Dienstag. Die Gespräche zwischen den USA dem Iran über eine Friedenslösung und die Wiederöffnung der Straße von Hormus sind ins Stocken geraten. Brent-Öl verteuerte sich am Morgen zeitweise auf rund 88 USD je Barrel. Der erneute Energiepreisschub schürt die Sorge, dass die Notenbanken im Kampf gegen die Inflation weniger Spielraum erhalten könnten. An der Wall Street überwogen zum Wochenauftakt leichte Gewinnmitnahmen. Der S&P 500 gab um 0,06 % nach, der Nasdaq Composite verlor 0,32 %. Unter Druck stand insbesondere der Technologiesektor. In Asien zeigt sich am Morgen eine verhalten positive Tendenz. Der MSCI-Index für Asien/Pazifik legt außerhalb Japans rund 0,2 % zu, der südkoreanische Kospi etwa 0,3 %.

Wegen des heutigen „Mountain Day“ (Tag des Berges) bleiben die Börsen in Japan geschlossen. Der 11. August ist dort ein gesetzlicher Feiertag, sodass an der Tokyo Stock Exchange kein regulärer Aktienhandel stattfindet.

Die Reserve Bank of Australia hat den Leitzins erwartungsgemäß bei 4,35 % belassen. Nach drei Zinserhöhungen in diesem Jahr will die RBA zunächst deren Wirkung abwarten. Zugleich bleibt sie wachsam: Die Inflation ist weiterhin zu hoch, und bei neuen Aufwärtsrisiken schließt die Notenbank weitere Zinsschritte nicht aus.

Europäischer Gaspreis legt deutlich zu

Die europäischen Erdgaspreise sind zum Wochenauftakt kräftig gestiegen. Der richtungsweisende niederländische TTF-Future kletterte zeitweise auf rund 62 EUR je Megawattstunde und damit deutlich über den Schlussstand vom Freitag. Für Aufwärtsdruck sorgt vor allem die anhaltende Unsicherheit über den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, die Zweifel an einer raschen Entspannung der Versorgungslage nährt. Zusätzlichen Preisdruck bringen die hohen Temperaturen in weiten Teilen Europas. Der dadurch steigende Strombedarf für Klimaanlagen erhöht zugleich den Einsatz von Gaskraftwerken und erschwert den weiteren Aufbau der Vorräte. Die europäischen Gasspeicher sind derzeit zu 59 % gefüllt und liegen damit auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau. Zusammen mit dem Wettbewerb mit asiatischen Abnehmern um LNG-Lieferungen bleibt der Markt daher anfällig für weitere Preissprünge.

US-Daten: Mittelstand und Immobilienmarkt im Fokus

Heute stehen in den USA zwei Konjunkturindikatoren im Blickpunkt. Um 12:00 Uhr wird zunächst das NFIB-Geschäftsklima für kleine und mittlere Unternehmen veröffentlicht. Nach dem kräftigen Anstieg im Juni von 95,3 auf 97,4 Punkte rechnen Ökonomen für Juli mit einer leichten Abschwächung auf 97,3 Punkte. Damit würde der Index weiterhin knapp unter seinem langfristigen Durchschnitt von 98 Punkten liegen. Am Nachmittag folgen die Verkäufe bestehender Häuser. Erwartet wird für Juli eine annualisierte Verkaufszahl von 4,05 Millionen Einheiten, nach 4,09 Millionen im Vormonat. Dies entspräche einem weiteren leichten Rückgang von knapp einem Prozent. Bereits im Juni waren die Verkäufe um 2,4 % gesunken. Hohe Finanzierungskosten und ein weiterhin hohes Preisniveau bremsen die Nachfrage am US-Immobilienmarkt.

Von: Martin Siegert, CMT Head of Technical Market Research

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