11.02.2026
Dow Jones mit drittem Rekordhoch in Folge
Kapitalmärkte Daily | Der Dow Jones schloß gestern leicht im Plus und verzeichnete damit sein drittes Rekordhoch in Folge.
Immer aktuell informiert: Kapitalmärkte Daily
- Wall Street beflügelt Konsumtätigkeit
- Dow Jones verzeichnet Rekordhoch
- Achtung: Heute US-Arbeitsmarktbericht!
Von der Wall Street zur Main Street
Die gestern veröffentlichten US-Einzelhandelsumsätze für Dezember 2025 blieben hinter den Erwartungen zurück. Die amtlichen Statistiker meldeten eine Stagnation der Umsätze gegenüber dem Vormonat. Die zuvor von der Nachrichtenagentur Reuters befragten Volkswirte hatten indes im Median einen Anstieg um 0,4 % vorhergesagt. Wir halten gleichwohl an unserer Prognose fest, dass der persönliche Verbrauch im Schlußquartal 2025 mit einer auf das Jahr hochgerechneten Rate von gut 3 % gewachsen sein sollte, nach einer Jahresrate von 3,5 % im dritten Quartal 2025. Dieses kräftige Wachstum des persönlichen Verbrauchs steht nur vordergründig im Kontrast zur allgemein gedrückten US-Konsumentenstimmung. Die Umfragen unter US-Verbrauchern zeigen nämlich auch, dass die Bezieher höherer Einkommen weniger Trübsal blasen. Und auf das reichste Fünftel entfallen knapp 40 % des persönlichen Verbrauchs, andere Berechnungen gelangen sogar zu noch höheren Anteilen. Da Gutverdiener über größere Aktienportefeuilles verfügen dürften, sollten diese auch stärker von der Hausse an der Wall Street profitieren. Das Aktienvermögen im Verhältnis zum Verfügbaren Einkommen hat im dritten Quartal 2025 ein Allzeithoch er?reicht. Das sollte die Konsumneigung der Gutverdiener stützen. Der eine oder andere US-Verbraucher dürfte auch schon Ausgaben im Vorgriff auf die in der Regel im März und April erfolgenden Steuerrückzahlungen getätigt haben. Diese sollten diesmal unter anderem aufgrund der Regelungen im OBBBA-Gesetzespaket höher ausfallen als gewöhnlich. Da die US-Wirtschaft im Ergebnis viel Schwung aus dem Jahr 2025 in das Jahr 2026 mitgenommen haben dürfte – der Statistiker spricht von einen positiven Überhang –, haben wir kürzlich unsere US-Wachstumsprognose für das Jahr 2026 von 1,5 % auf 2,5 % angehoben. Der Dow Jones schloß gestern leicht im Plus und verzeichnete damit sein drittes Rekordhoch in Folge. Die Party geht also vorerst weiter – zumindest für die Gutverdiener.
Der persönliche Verbrauch wird nach unserer Schätzung im 4. Quartal 2025 mit einer Jahresrate von 3,2 % zugelegt haben, nach einer Jahresrate von 3,5 % im vorangegangen Quartal.
Heute US-Arbeitsmarktbericht
Der erneute „Government Shutdown“ in den Vereinigten Staaten hat die Veröffentlichungstermine der US-Konjunkturindikatoren durcheinandergewirbelt. Die Veröffentlichung des Arbeitsmarktberichtes für Januar 2026 wurde vom 6. Februar auf heute, den 11. Februar, verschoben. Nach unserer Prognose wird die US-Wirtschaft im abgelaufenen Monat 60 Tausend neue Stellen geschaffen haben, nach einem Zuwachs von 50 Tausend im Dezember. Zur Einordnung: Noch im Jahr 2024 belief sich der durchschnittliche Stellenzuwachs pro Monat auf knapp 170 Tausend. Da es die US-Wirtschaft zuletzt vermochte, trotz dieses geringen Beschäftigungsanstieges ihre gesamtwirtschaftliche Leistung mit Jahresraten von gut 4 % zu steigern, müssen die Produktivitätsgewinne entsprechen hoch sein. Dies drückt die Lohnstückkosten und hemmt damit auch den Preisauftrieb auf der Ebene der Endverbraucher. Und liefert zudem die Antwort auf unsere Frage: „Sag mir, wo die Zölle sind! Wo sind sie geblieben?“
Von: Dirk Chlench, Senior Economist
Termine der Woche
Die wichtigsten Termine, Daten & Prognosen finden Sie immer in unserem Wirtschaftskalender.
Zum WirtschaftskalenderDiese Publikation richtet sich ausschließlich an Empfänger in der EU, Schweiz und in Liechtenstein. Diese Publikation wird von der LBBW nicht an Personen in den USA vertrieben und die LBBW beabsichtigt nicht, Personen in den USA anzusprechen. Aufsichtsbehörden der LBBW: Europäische Zentralbank (EZB), Sonnemannstraße 22, 60314 Frankfurt am Main und Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn / Marie-Curie-Str. 24- 28, 60439 Frankfurt. Diese Publikation beruht auf von uns nicht überprüfbaren, allgemein zugänglichen Quellen, die wir für zuverlässig halten, für deren Richtigkeit und Vollständigkeit wir jedoch keine Gewähr übernehmen können. Sie gibt unsere unverbindliche Auffassung über den Markt und die Produkte zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses wieder, ungeachtet etwaiger Eigenbestände in diesen Produkten. Diese Publikation ersetzt nicht die persönliche Beratung. Sie dient nur Informationszwecken und gilt nicht als Angebot oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf. Für weitere zeitnähere Informationen über konkrete Anlagemöglichkeiten und zum Zwecke einer individuellen Anlageberatung wenden Sie sich bitte an Ihren Anlageberater. Wir behalten uns vor, unsere hier geäußerte Meinung jederzeit und ohne Vorankündigung zu ändern. Wir behalten uns des Weiteren vor, ohne weitere Vorankündigung Aktualisierungen dieser Information nicht vorzunehmen oder völlig einzustellen. Die in dieser Ausarbeitung abgebildeten oder beschriebenen früheren Wertentwicklungen, Simulationen oder Prognosen stellen keinen verlässlichen Indikator für die künftige Wertentwicklung dar. Die Entgegennahme von Research Dienstleistungen durch ein Wertpapierdienstleistungsunternehmen kann aufsichtsrechtlich als Zuwendung qualifiziert werden. In diesen Fällen geht die LBBW davon aus, dass die Zuwendung dazu bestimmt ist, die Qualität der jeweiligen Dienstleistung für den Kunden des Zuwendungsempfängers zu verbessern.