10.03.2026

Außenhandel Chinas für die kombinierte Januar-Februar-Periode 2026

Einschätzung | Der Handelsbilanzüberschuss für die beiden Monate Januar und Februar kombiniert summierte sich auf rund USD 214 Mrd.

China shanghai Containerbahnhof
China shanghai Containerbahnhof
  • Die Exporte verzeichneten ein starkes Plus von 21,8 % (Dezember: 6,6 %).
  • Die Importe legten mit 19,8 % in ähnlicher Höhe zu (Dezember: 5,7 %)
  • Der Handelsbilanzüberschuss für die beiden Monate Januar und Februar kombiniert summierte sich auf rund USD 214 Mrd. (Dezember: USD 114 Mrd.).

Unsere Einschätzung zum chinesischen Außenhandel

Die Frühindikatoren hatten bereits auf eine robuste Exportdynamik hingedeutet. Dass die tatsächlichen Zahlen die Erwartungen derart deutlich übertrafen, unterstreicht, wie stark die chinesische Industrie vom globalen Investitionszyklus in den Bereichen Hochtechnologie und grüne Technologien profitiert. Zugleich verzeichneten auch weniger wertschöpfungsintensive Produkte (u.a. Bekleidung und Einrichtungsgegenstände) spürbare Zuwächse. Die Entscheidung des US-Höchstgerichts zur Aufhebung von Trumps „reziproken Zöllen“ dürfte das Geschäft chinesischer Exporteure gegen Ende Februar zusätzlich angekurbelt haben. Die Exporte in die Vereinigten Staaten gingen zwar zurück, das Minus fiel mit 11 % jedoch deutlich geringer aus als im vierten Quartal 2025. Als Zugpferd fungierten vor allem die Ausfuhren in afrikanische Länder (+49,9 %), in die ASEAN-Staaten (+29,4 %) sowie in die EU (+27,8 %). Die gegenwärtige Eskalation im Nahen Osten könnte die Auslandsnachfrage je nach Dauer des Konflikts zwar belasten, derzeit erwarten wir jedoch weiterhin ein Ende der kriegerischen Handlungen, bevor die weltwirtschaftlichen Schäden signifikante Ausmaße erreichen. Angesichts der Gefahr erneut steigender US-Zölle dürften – ähnlich wie im vergangenen Jahr – Vorziehbestellungen aus den USA die chinesische Industrie kurzfristig zusätzlich stützen. Mit Blick auf die Importe signalisiert der Anstieg zwar eine Stabilisierung der Inlandsnachfrage, der kräftige Zuwachs wird jedoch durch hohe Einfuhren von Energie- und Rohstoffprodukten verzerrt.

Von: Sandro Pannagl, Senior Strategy Research Analyst

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