26.02.2026
Mit Effizienz und erneuerbaren Energien zur Wärmewende
Bei der Wärmeversorgung für Gebäude und Industrie gibt es für Wärmepumpen, Biomassekessel, Solarthermie und Fernwärme viel zu tun.
Dabei stehen die Technologien für die Wärmewende längst bereit. Eine Schlüsselrolle spielen strombetriebene Wärmepumpen. Mit einer Kilowattstunde Strom erzeugen etwa Luftwärmepumpen drei bis fünf Kilowattstunden Wärme.
Absatz von Heizungswärmepumpen in Deutschland
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Neben solchen Wärmepumpenheizungen können auch Biomassekessel und Solarthermie-Anlagen wichtige Beiträge zur Wärmewende leisten. Das gilt ebenso für Blockheizkraftwerke, die neben Wärme auch Strom liefern – und das klimaneutral, wenn sie mit Biomethan oder grünem Wasserstoff betrieben werden.
Noch wichtiger als die Erzeugung von Wärme ist jedoch, deren Bedarf zu reduzieren, bei der Prozesswärme in der Industrie etwa durch die Investition in effizientere Anlagen und bei der Heizwärme durch energetische Sanierungen. Schon mit einfachen Maßnahmen wie etwa der Dämmung der Kellerdecke lässt sich hier einiges an Energie einsparen. Dabei bringen energetische Sanierungen doppelten Nutzen: Sie senken die Energiekosten – und steigern den Wohnkomfort.
Viel Förderung für die Wärmewende
Allerdings scheuen viele Hausbesitzer den Aufwand für die Wärmewende, andere bezweifeln die Rentabilität der Maßnahmen. Auch Industriebetriebe verzichten häufig auf Maßnahmen, weil sie nicht genug Rendite bringen. Die Politik versucht entgegenzusteuern, indem sie Förderprogramme für Hausbesitzer und Unternehmen anbietet. Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zum Beispiel finanziert sie bis zu 70 % der förderfähigen Kosten, die in bestehenden Gebäuden beim Einbau einer Wärmepumpe, einem Biomassekessel oder einer Solarthermie-Anlage anfallen. Für Industrie- und Gewerbebetriebe stehen eigene Förderangebote bereit. Zudem unterstützt der Staat Beratungen zu Energieeffizienz und Heizungstausch.
Die Politik setzt aber nicht nur auf Zuckerbrot, sondern auch auf Peitsche. So müssen neue Heizungen derzeit zu mindestens 65 % mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Die Bundesregierung will diese Regelung aber durch eine Grüngas-Quote für fossile Neuanlagen ersetzen. Sowohl bei Neubauten als auch bei umfassenden Sanierungen gibt es zudem eine Reihe gesetzlicher Vorgaben , die den Energiebedarf reglementieren.
Fernwärme als Energiespeicher
Eine besondere Rolle bei der Wärmewende kommt der Fernwärme zu. Da sie in der Regel von Großanlagen produziert wird, lässt sich hier mit relativ wenigen Maßnahmen viel für den Klimaschutz tun – etwa indem Versorger die Abwärme von Kohlekraftwerken durch große Geothermie-Anlagen oder Wärmepumpen ersetzen. Auch Blockheizkraftwerke können hier einen wichtigen Beitrag leisten. Werden diese Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen mit Biogas, Biomasse oder grünem Wasserstoff betrieben, sind sie klimaneutral. Zudem kann die Fernwärme helfen, Windkraft und Photovoltaik ins Energiesystem zu integrieren: Wärmepumpen sind in der Lage, mit überschüssigem Wind- und Solarstrom Heizenergie zu erzeugen, die dann im Wärmenetz oder in Wassertanks gespeichert wird. „Power to Heat“ heißt dieses Konzept. Wenn Strom knapp ist, werden diese Wärmespeicher angezapft, sodass die Wärmepumpen kurzzeitig gedrosselt oder gar abgeschaltet werden können.
Wärmeversorgung in der Industrie erfordert höhere Temperaturen
Lassen sich Heizwärme und Warmwasser noch auf recht einfache Weise klimafreundlich erzeugen, ist das bei der Wärmeversorgung für Industrieprozesse schon aufwändiger. Denn dort werden weit höhere Temperaturen benötigt – mehrere hundert oder gar tausend Grad und mehr etwa in der Metall- oder Glasindustrie.
Heute wird diese sogenannte Hochtemperaturwärme in der Regel in Kesseln erzeugt, die Erdgas verbrennen. Eine klimafreundliche Alternative ist grüner Wasserstoff, der mit erneuerbaren Energien hergestellt wurde. Wird Prozesswärme mit einer Temperatur von wenigen hundert Grad benötigt, können auch spezielle Wärmepumpen eingesetzt werden.
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