25.03.2026
Deutsche Wohnimmobilienpreise im 4. Quartal 2025
Einschätzung | Die Preise für Wohnimmobilien sind im vierten Quartal 2025 um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen.
Das Statistische Bundesamt vermeldete soeben, dass die Preise für Wohnimmobilien im vierten Quartal 2025 um 0,1 % gegenüber dem Vorquartal gestiegen sind. Gegenüber dem Vorjahresquartal beläuft sich das Plus auf 3,0 %.
Unsere Einschätzung zum Anstieg der deutschen Wohnimmobilienpreise im vierten Quartal
Der private Wohnimmobilienmarkt ist, was die Preisentwicklung angeht, weiterhin auf Kurs. Die Dynamik ließ im vierten Quartal 2025 jedoch deutlich nach. Insgesamt setzt sich die Erholung fort, wenngleich mit sichtbaren regionalen Unterschieden. Preise für neu erstellte Wohnimmobilien stiegen im Jahresvergleich um 2,8 %, während bestehende Wohnimmobilien um 3,0 % zulegten. Wir erwarten, dass sich die in Deutschland bestehende Wohnraumknappheit einstweilen nicht nennenswert verringert, trotz einer stagnierenden Bevölkerungszahl. Die Zunahme der Bauaktivität erscheint uns zu gering, um das bestehende Angebotsdefizit hinreichend zu senken. So leidet insbesondere der Markt für Neubauten unter jüngst gestiegenen Finanzierungskosten. Die Zinsen für Wohnungsbaukredite stiegen in den zurückliegenden Wochen und Monaten weiter an. Wir rechnen damit, dass sich das Zinsniveau um die Marke von 4 % einpendelt. Auf Sicht dürfte die Nachfrage das Angebot weiter spürbar übertreffen. Die Anzahl neu genehmigter Wohnungen ist einstweilen zu gering. Aus eigener Kraft wird der Markt mittelfristig nicht auf mehr als 300.000 Fertigstellungen pro Jahr kommen. Dies wäre jedoch nötig, um die Wohnraumknappheit über die Zeit hin zu lindern. Wir sehen den Bund und die Länder gefordert. Leerstandsquoten in gefragten Regionen von unter einem Prozent sprechen für sich. Die Mieten und die Preise spüren weiter Aufwärtsdruck. Wir gehen für das laufende Jahr von einem Preisanstieg zwischen 3 und 4 % aus.
Von: Benedikt Horwedel, LBBW Research