13.07.2026

US-Inflation diese Woche im Fokus

Kapitalmärkte Daily | Das US-Arbeitsministerium wird am Dienstag die Inflationszahlen für Juni veröffentlichen.

US Arbeitsministerium
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Immer aktuell informiert: Kapitalmärkte Daily

  • Schlagabtausch am Persischen Golf
  • Pensionsfonds sollen JGBs stützen
  • US-Inflation diese Woche im Fokus

Schlagabtausch am Persischen Golf

US-amerikanische und iranische Streitkräfte haben sich am Sonntag schwere Raketen- und Drohnenangriffe geliefert, wobei Iran US-Einrichtungen in mehreren Golfstaaten ins Visier nahm und erneut die Schließung der Straße von Hormus erklärte. Nach Angaben US-Streitkräfte seien daraufhin 140 Ziele im Iran bombardiert wurden. Der Ölmarkt reagierte mit moderaten Ausschlägen auf die gegenseitigen Angriffe. Die Nordseesorte Brent notiert heute morgen rund 5 % höher als zum Wochenschluss.

Pensionsfonds sollen JGBs stützen

Die japanische Finanzministerin Satsuki Katayama sagte am Freitag, dass die Regierung die Pensionsfonds, einschließlich des Government Pension Investment Fund (GPIF), dem weltweit größten Pensionsfonds, anregen will, deutlich mehr in japanische Finanzanlagen zu investieren.

Der Pensionsfonds GPIF hielt nach eigenen Angaben Ende letzten Jahres 293 Bio. Yen (1.583 Mrd. Euro) an Vermögenswerten.

293

Bio. ¥

Fondsvolumen

Sollten große Pensionsfonds wie der GPIF tatsächlich zu höheren Allokationen in japanische Finanzanlagen bewegt werden, könnte dies insbesondere Aktien und Anleihen aus Japan strukturell unterstützen. Es bleibt jedoch abzuwarten, ob aus den politischen Aussagen konkrete Maßnahmen folgen und wie stark institutionelle Anleger ihre Portfolios tatsächlich anpassen. Eine Änderung der Anlagegrundsätze des Fonds ist nicht ohne Weiteres möglich und braucht Zeit. In Reaktion auf die Äußerungen der Finanzministerin legte der Yen gegenüber dem US-Dollar zu und die Renditen japanischer Staatsanleihen sanken. Ob dies von Dauer sein wird, bleibt abzuwarten. Der Pensionsfonds GPIF hielt nach eigenen Angaben Ende letzten Jahres 293 Bio. Yen (1.583 Mrd. Euro) an Vermögenswerten. Davon entfielen 24,5 % auf ausländische Anleihen und 24,8 % auf ausländischen Aktien.

US-Inflation diese Woche im Fokus

Das US-Arbeitsministerium wird am Dienstag die Inflationszahlen für Juni veröffentlichen. Da im abgelaufenen Monat die Preise an den Zapfsäulen spürbar gefallen sind, dürfte der US-Konsumentenpreisindex im Monatsvergleich leicht gesunken sein. Da sich im laufenden Monat der Rückgang der Kraftstoffpreise bislang fortgesetzt hat, ist für Juli abermals mit einem Rückgang der Verbraucherpreise zu rechnen. Die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat könnte in Folge von 4,2 % im Mai auf etwas über 3 % im Juli zurückgehen. Dies sollte den Druck auf die US-Notenbank ein wenig mindern, ihren Leitzins anheben zu müssen. Es kommt entlastend hinzu, dass der jüngste US-Arbeitsmarktbericht hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. Auch strukturell gibt es Signale einer Entspannung an der Inflationsfront. Die US-Wirtschaft erzielt seit einigen Quartalen hohe Produktivitätsgewinne, welche den Anstieg der Lohnstückkosten dämpfen und damit den unterliegenden Inflationsdruck senken. Angesichts dessen erwarten wir, dass die US-Notenbank ihren Leitzins bis Mitte 2027, dem Ende unseres Prognosezeitraums, unverändert lassen wird. Diese Inflations- und Fed-Prognose setzt allerdings voraus, dass US-Präsident Donald Trump drastische Erhöhungen der US-Einfuhrzölle unterlässt. Weitere Einblicke in die US-Geldpolitik erhoffen sich Marktteilnehmer von dem ebenfalls am Dienstag stattfindenden halbjährlichen Rechenschaftsbericht des Fed-Vorsitzenden vor dem Finanzausschuß des USRepräsentantenhauses.

Von: Dirk Chlench, Senior Economist

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