08.05.2026

Deutsche Industrieproduktion und zur Handelsbilanz im März 2026

Einschätzung | Die Industrie befindet sich nach einem Zwischenhoch wieder auf dem absteigenden Ast.

Zwei Mitarbeiter in PKW-Produktionsstätte
Zwei Mitarbeiter in PKW-Produktionsstätte

Nach Angaben von Destatis lag die Produktion im Produzierenden Gewerbe um 0,7 % unter dem Vormonatswert nach -0,5% M/M im Februar.

Die Industrieproduktion (Produzierendes Gewerbe ohne Energie und Baugewerbe) sank im März 2026 laut Destatis gegenüber Februar 2026 um 0,9 %.

Die deutschen Exporte sind im März um 0,5 % und die Importe um 5,1 % (jeweils M/M) gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2025 nahmen die Exporte um 1,9 % und die Importe um 7,2 % zu, wie das Destatis ebenfalls heute mitteilt.

Unsere Einschätzung zur deutschen Industrieproduktion und zur Handelsbilanz im März

Die Industrie befindet sich nach einem Zwischenhoch wieder auf dem absteigenden Ast. Die Grundlage für eine Erholung ist nach den jüngsten Auftragszuwächsen eigentlich nicht schlecht, aber der Anstieg der Energiepreise als Folge des Kriegs im Persischen Golf hat offenbar für einen Dämpfer gesorgt. Auch die Verschlechterung der Handelsbilanz dürfte darauf zurückzuführen sein. Wir sind weiter in konjunkturell unruhigem Fahrwasser. Insgesamt überwiegen derzeit die Abwärtsrisiken. Für eine Stimmungsverbesserung braucht es zuallererst eine Öffnung der Straße von Hormus.

Von: Dr. Jens-Oliver Niklasch, Senior Economist im LBBW Research

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