04.02.2026
Gold wieder über 5.000 Dollar
Kapitalmärkte Daily | Trotz des temporären Crashs notiert der Goldpreis mit aktuell 5.082 US-Dollar um fast 18 % höher als per Ende 2025.
Immer aktuell informiert: Kapitalmärkte Daily
- Hohe Erwartungen an Alphabet
- Inflationszahlen für den Euroraum
- Zahlen von ADP zum US-Arbeitsmarkt
Goldpreis weiter auf Erholungskurs
Am 29. Januar hatte der Goldkurs in den Morgenstunden sein bisheriges Allzeithoch bei 5.595,47 US-Dollar je Feinunze markiert. Hierauf folgte ein nahezu beispielloser Einbruch. Am frühen Morgen des 2. Februar lag der Goldpreis im Tief nur noch bei 4.402,95 und damit um 21,3 % niedriger. Seither hat sich der Goldkurs jedoch wieder deutlich erholt und dabei die Marke von 5.000 US-Dollar wieder klar übersprungen. An den Aktienmärkten war die Stimmung gestern jedoch schlechter, wenngleich die US-Börsen einen Teil ihrer Verluste in den späten Handelsstunden wieder wettmachen konnten. Es verblieb dennoch ein Minus von 0,84 % beim S&P 500 und sogar -1,55 % an der US-Technologiebörse Nasdaq.
Trotz des temporären Crashs notiert der Goldpreis mit aktuell 5.082 US-Dollar um fast 18 % höher als per Ende 2025.
Alphabet-Zahlen ante portas
Die US-„earnings season“ zum 4. Quartal 2026 ist in vollem Gange. Besonders beäugt werden hierbei die nach Kapitalisierung acht größten Titel im Index, welche allesamt – mal mehr, mal weniger stark – an der KI-Phantasie hängen. Nach Apple, Meta, Microsoft und Tesla, welche schon in der Vorwoche berichteten, ist nun heute nach US-Börsenschluss Alphabet an der Reihe. Morgen – ebenfalls erst nach der Schlussglocke – folgt mit Amazon das sechste jener Giganten. Auf die Zahlen der letzten beiden Vertreter müssen die Anleger indes noch länger warten. Nvidia berichtet am 25. Februar und Broadcom sogar erst am 6. März. So euphorisch wie in den vergangenen Quartalen immer und immer wieder, wurden die Zahlen der KI-Großkaliber dieses Mal jedoch nicht abgefeiert. Im Gegenteil: Die Reaktion der Anleger fielen sogar höchst selektiv aus: Während Apple und Meta den S&P 500 seither um 5,1 respektive 4,3 Prozentpunkte outperformen konnten, hinken Tesla und Microsoft dem Markt seit ihren Zahlen um 1,3 bzw. sogar massive 13,8 Prozentpunkte hinterher. Daher darf man gespannt sein wie die Anleger auf die Alphabet-Zahlen reagieren werden. Von allen Mitgliedern der „Big 8“ dürfte die Erwartungshaltung hier nämlich am ambitioniertesten sein. Schließlich legte die Alphabet-Aktie in den gut dreizehn Monaten seit Ultimo 2024 um knapp 80 % zu, während die Kurse der vier zuvor genannten Unternehmen in diesen dreizehn Monaten bis zur Veröffentlichung ihrer jeweiligen Quartalszahlen durchgängig nur seitwärts tendierten.
Zahlen beiderseits des Atlantiks
Diesseits des Atlantiks dürfte der Fokus heute auf den für 11 Uhr terminierten vorläufigen Zahlen zu den harmonisierten Verbraucherpreisen im gesamten Euroraum für Januar liegen. Dabei wird erwartet, dass die Kernrate bei 2,3 % YoY verharren wird, während die Headline von 1,9 % im Dezember auf nun 2,0 % gestiegen sein sollte. Dies entspräche genau dem Niveau, welches die EZB als Zielgröße ausgegeben hat, weshalb wir davon ausgehen. dass Lagarde & Co. auf der morgigen – und aller Wahrscheinlichkeit nach auch auf den hierauf folgenden Notenbanksitzungen – nicht am Leitzins rütteln werden. Jenseits des Atlantiks dürften die Anleger zunächst auf den Bericht des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP zur Beschäftigungssituation im Januar schauen. Erwartet wird hierfür ein US-weites Stellenplus von 40.000. Im späteren Tagesverlauf folgen in den USA noch die Januar-Zahlen zum ISM-Einkaufsmanagerindex zum Dienstleistungssektor. Während im Konsens ein leichter Rückgang erwartet wird, sind wir hierfür deutlich optimistischer.
Von: Uwe Streich, Senior Strategist
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