02.02.2026
Einkaufsmanagerindizes (PMI) in China im Januar 2026
Einschätzung | Der staatlich erhobene PMI fiel im Januar deutlich auf 49,3.
Der staatlich erhobene PMI fiel im Januar deutlich auf 49,3 (Dezember: 50,1).
Der privat erhobene RatingDog-PMI stieg unterdessen leicht auf 50,3 (Dezember: 50,1), der höchste Wert seit Oktober.
Unsere Einschätzung zu den Einkaufsmanagerindizes (PMI) in China
Die Frühindikatoren zur chinesischen Industrieentwicklung spiegeln jene Lage wider, die bereits Ende letzten Jahres deutlich wurde: Die Außennachfrage bleibt Motor der Wirtschaft, während die Binnennachfrage schwächelt. In Summe sehen wir zum Jahresauftakt mehr Schatten als Licht. Denn die deutliche Eintrübung des offiziellen PMIs sowohl bei Angebots- als auch bei Nachfrageindikatoren zeichnet kein gutes Bild der binnenwirtschaftlichen Dynamik. Zwar dürften auch die anstehenden Neujahrsfeierlichkeiten eine Rolle in der Datenerhebung gespielt haben, aber nicht in dem Ausmaß, dass sie den Rückgang vollständig erklären könnten. Hinzu kommt, dass die Geschäftsaussichten in beiden Erhebungen deutlich weniger optimistisch eingeschätzt werden als noch im Dezember. Die heutigen Zahlen dürften der Notenbank jedenfalls Grund genug geben, bereits in Kürze die geldpolitischen Zügel zu lockern. Denn sollte sich der Stimmungsabschwung beschleunigen, drohen sich Investitions- und Konsumzurückhaltung weiter zu verfestigen.
Von: Sandro Pannagl, Senior Strategy Research Analyst