20.02.2026

Zuschüsse und Kredite: Wie der Staat die Energiewende fördert

Bund, Länder und Kommunen legen Förderprogramme auf, die Anreize für Investitionen in erneuerbare Energien oder Energieeffizienz setzen.

Bauarbeiter schaut sich im Solarpark um
Bauarbeiter schaut sich im Solarpark um

Manche Investitionen etwa in Energieeffizienz oder in erneuerbare Energien machen sich erst nach langer Zeit bezahlt – eine echte Hürde auf dem Weg zur Energiewende. Denn ohne die Investitionen von Unternehmen und Verbrauchern kann der Umbau des Energiesystems nicht gelingen.

Das ist ein guter Grund für Bund, Länder und Kommunen, vielfältige Energie-Förderprogramme aufzulegen. Sie unterstützen damit Maßnahmen, die ohne Energieförderung kaum oder nicht wirtschaftlich sind. „Mit den Programmen schafft die Politik dringend benötigte Anreize für Energiewende-Investitionen“, sagt Frank Wenz, der das Förderkreditgeschäft der LBBW leitet.

Förderprogramme für Unternehmen und Haushalte

Mit der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) zum Beispiel hat der Bund ein üppig ausgestattetes Energie-Förderprogramm für Privatpersonen, Unternehmen, Kommunen und öffentliche Einrichtungen aufgelegt, die Energiebedarf und CO₂-Emissionen von Immobilien aller Art reduzieren wollen. Umfassende energetische Sanierungen unterstützt der Staat durch KfW-Förderkredite mit Tilgungszuschuss, Einzelmaßnahmen wie den Einbau einer neuen Heizung oder neuer Fenster durch direkte Zuschüsse.

Erzeugung und Verbrauch von Strom aus erneuerbaren Energien in Balance

Unternehmen bietet der Bund zudem Energie-Förderprogramme, die darauf zielen, die Energieeffizienz von Prozessen, Anlagen und Maschinen zu verbessern. Um den Verkehr klimafreundlicher zu machen, subventioniert die Politik unter anderem Elektrofahrzeuge und den Aufbau der Ladeinfrastruktur sowie den öffentlichen Verkehr (Förderung von ÖPNV und Fernverkehr).

35 Mrd. Euro

stellt die Bundesregierung 2026 über den Klima- und Transformationsfonds (KTF) für die Förderung von Energiewende und Klimaschutz bereit.

Erneuerbare Energien fördern

Der Bund unterstützt Investitionen in die Energiewende auch auf indirektem Wege – etwa indem er Investitionsrisiken abfedert. Bestes Beispiel dafür ist die staatliche Förderung der Fotovoltaik und anderer Erneuerbare-Energien-Anlagen über eine garantierte Einspeisevergütung.

Ein weiteres Instrument sind die Exportkreditgarantien („Hermes-Bürgschaften“), mit denen der Bund Ausfuhren absichert. Sie kommen unter anderem Unternehmen zugute, die in Deutschland Erneuerbare-Energien- und andere Energiewende-Technologien fertigen. Von einem starken Exportgeschäft profitiert somit auch die heimische Energiewende.

In diese Bereiche fließen 2026 Mittel aus dem Klima- und Transformationsfonds

in Mrd. Euro

EU-Emissionshandel,CO₂-Abgabe und Sondervermögen finanzieren Energieförderung

Finanziert werden die Energie-Förderprogramme des Bundes in erster Linie durch den „Klima- und Transformationsfonds“ (KTF). Auch die Einspeisevergütung für Erneuerbare-Energien-Anlagen wird über den KTF abgesichert.

Dieser Fonds speist sich vor allem aus den Einnahmen, die Deutschland durch den EU-Emissionshandel sowie durch die nationale CO₂-Bepreisung erzielt. Zudem fließen in den nächsten zehn Jahren jährlich zehn Milliarden Euro aus dem 2025 beschlossenen Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität des Bundes in den KTF. Die Bundesregierung will über den Klima- und Transformationsfonds von 2025 bis 2029 insgesamt 187 Milliarden Euro für die Förderung von Energiewende und Klimaschutz bereitstellen.

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