11.02.2026
Nachfolgeregelung zum Fortbestand des Unternehmens
Der Generationswechsel in Unternehmen ist längst kein Randthema mehr, sondern eine der zentralen strategischen Herausforderungen für Wirtschaft und Arbeitsmarkt.
In aller Kürze
- Der demografische Wandel lässt die Erwerbsbevölkerung und die Zahl der Unternehmer schrumpfen.
- Zwischen 2026 und 2030 stehen in rund 186.000 Familienunternehmen altersbedingte Übergaben an.
- Dadurch rückt die Nachfolgeplanung im Mittelstand dringend auf die Agenda.
- Von: Andreas da Graça
Der Generationswechsel in Unternehmen ist längst kein Randthema mehr, sondern eine der zentralen strategischen Herausforderungen für Wirtschaft und Arbeitsmarkt. Der demografische Wandel – geprägt von sinkenden Geburtenraten, einer alternden Gesellschaft und Pensionierungswellen – verschärft den Druck auf Firmen jeder Größe. In den kommenden Jahren gehen in vielen Unternehmen relativ viele Führungskräfte oder Eigentümer in den Ruhestand, oft fehlt jedoch die rechtzeitige Vorbereitung auf eine geregelte Übergabe. Ein Großteil kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) steht heute vor der Herausforderung, geeignete Nachfolger zu finden oder sich Gedanken darüber zu machen, wie das Lebenswerk weitergeführt werden kann, wenn der Generationenwechsel ansteht. Aufgaben in diesem Kontext sind vielfältig: Die Sicherung langfristiger Wettbewerbsfähigkeit, der Erhalt vorhandenen Wissens, die Wahrung der Kultur und Identität sowie die Finanzierung und Integration neuer Führungspersonen gehören ebenso dazu wie strategische Weichenstellungen für die Zukunft. Ein klarer Nachfolgeplan ist nicht nur ein Instrument zur Risikominimierung – bei verzögerter oder unstrukturierter Übergabe drohen Reputationsverluste, Marktanteilsverluste oder sogar die Aufgabe von Unternehmen. Das Thema Nachfolgeregelung umfasst daher weit mehr als rein juristisch-organisatorische Aspekte. Es ist ein zentraler Bestandteil unternehmerischen Managements.