LBBW

02.05.2019

April mit Trendwende nach schwachem Auftakt

Pressemitteilung

Trotz eines zurückhaltenden Jahresauftakts am deutschen Schuldscheinmarkt rechnet das LBBW Research für das laufende Jahr mit Emissionen etwa auf Höhe des Vorjahres. „Wir gehen davon aus, dass der Schuldscheinmarkt trotz der konjunkturellen und geopolitischen Unsicherheiten wieder das Vorjahresniveau erreichen kann – also bei rund 23 Milliarden Euro Emissionsvolumen bleibt“, urteilt LBBW-Analystin Barbara Ambrus. 2018 hatten Unternehmen in Deutschland Schuldscheine für insgesamt gut 23 Milliarden Euro neu emittiert, das bislang drittgrößte Emissionsvolumen.

In den ersten drei Monaten war der Markt sehr verhalten in den Tritt gekommen. Das Emissionsvolumen sank um knapp ein Fünftel auf 3,3 Milliarden Euro und auch die absolute Zahl blieb mit 19 Schuldschein-Begebungen hinter dem Vorjahreswert zurück, zählte Ambrus. „Wir führen die Schwäche im ersten Quartal auf die geringere M&A-Tätigkeit sowie eine ausreichend hohe Liquidität bei den Unternehmen zurück.“

Eine deutliche Trendwende gab es dann im April. Mit mehreren Großtransaktionen stieg das Gesamtvolumen verglichen mit dem gesamten ersten Quartal um mehr als das Doppelte. Auch die Zahl der Schuldscheinbegebungen verdoppelte sich binnen vier Wochen. „Das Angebot an Schuldscheindarlehen zieht deutlich an. Das zweite Quartal 2019 dürfte klar stärker ausfallen als in den Vorjahren“, betont Ambrus. Dazu sollte auch beitragen, dass der Schuldscheinmarkt hinsichtlich der Preisgestaltung und aufgrund seiner flexiblen Bedingungen weiterhin für Unternehmen attraktiv bleibt. Ambrus sieht einen weiteren Aspekt, der dem Schuldscheinmarkt nutzt: Es gibt unverändert eine rege Nachfrage von institutionellen Investoren nach Schuldscheinen, die im Niedrigzinsumfeld nach attraktiven Anlagezielen suchen.

LBBW bleibt Marktführer am Schuldscheinmarkt

Die LBBW hat auch im ersten Quartal ihre Spitzenposition bei der Arrangierung und Platzierung von Schuldscheindarlehen behauptet. Insgesamt war sie an 9 Schuldscheintransaktionen federführend beteiligt. Das Volumen dieser Transaktionen lag bei rund 1,4 Milliarden Euro.

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