19.10.2020

Klimaschutz: Emissionen runter, Investitionen rauf

Pressemitteilung

Die LBBW wird ab 2021 vollständig klimaneutral. Dieses Ziel erreicht die Bank, indem sie weiter konsequent ihre CO2- Emissionen reduziert und den unvermeidlichen Rest kompensiert. Dabei setzt die Bank nicht auf den Kauf von Emissionszertifikaten, sondern investiert selbst in Aufforstung.

Konkret beteiligt sich die LBBW mit 3,5 Millionen US-Dollar an dem global aktiven Aufforstungsfonds Arbaro Fund. Die Mittel des Fonds fließen in langfristige Aufforstungsprojekte in Lateinamerika und Afrika. Neben dem positiven Klimaeffekt tragen die Investitionen zum Schutz der Umwelt und der sozialen Belange der Bevölkerung im Umfeld der Projekte bei. Gemeinsam mit der LBBW hat auch der von der UN initiierte Grüne Klimafonds (Green Climate Funds (GCF)), das größte und zentrale multilaterale Instrument der internationalen Klimaschutzfinanzierung, in den Arbaro Fund investiert.

Auch der UN-initiierte Grüne Klimafonds investiert

„Mit der Klimaneutralität erreichen wir nun einen weiteren Meilenstein in unserem Nachhaltigkeitsengagement“, sagt Thomas Rosenfeld, Vorsitzender der Geschäftsleitung der LBBW Asset und Wealth Management und Vorsitzender des LBBW-Nachhaltigkeitsrates. „Indem wir eigenes Kapital in einen Aufforstungsfonds investieren, statt Zertifikate zu kaufen, gehen wir einen deutlichen Schritt weiter als unsere Wettbewerber. Auf diese Weise untermauern wir unseren Anspruch, zu den nachhaltigsten Universalbanken in Europa zu gehören.“

Der Arbaro Funds berechnet die Kohlenstoffspeicherung seiner Wälder auf Basis der Richtlinien des Weltklimarats IPCC. Zusätzlich werden international anerkannte Zertifizierungsverfahren wie VCS oder der vom WWF und anderen Umweltverbänden entwickelte „Gold-Standard" eingesetzt, um die Kompensationswirkung seiner Projekte verlässlich zu ermitteln. Die mit Hilfe des LBBW-Investments während der 15-jährigen Laufzeit des Fonds gepflanzten Bäume entlasten die Atmosphäre in Summe um rund 350.000 Tonnen CO2. Zudem schafft das Projekt alleine in Westafrika 2.000 Arbeitsplätze mit fairer Bezahlung. Tony Clamp, Direktor Private Sector Facility des GCF, erklärt, das Projekt des Arbaro-Fonds sei ein gutes Beispiel dafür, wie der Privatsektor eine zentrale Rolle bei der nachhaltigen Bewirtschaftung der Wälder in Entwicklungsländern spielen könne. "Das Projekt des Arbaro-Fonds zielt darauf ab, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, indem der Druck auf natürliche Ökosysteme verringert wird und gleichzeitig die lokalen Gemeinschaften durch die Schaffung von Beschäftigungsmöglichkeiten gestärkt werden", sagt Clamp. "Wir wollen die derzeitige Unterauslastung des Privatsektors bei der Finanzierung des Waldschutzes umkehren".

LBBW bereits seit 1992 aktiv

Klimaschutz hat bei der LBBW eine lange Tradition. Bereits 1992 legte sie als eine der ersten Banken einen Umweltbericht vor, 2013 verabschiedete sie eine Klimastrategie, 2019 zählte sie zu den Erstunterzeichnern der Klimaschutz-Selbstverpflichtung des deutschen Finanzsektors.

In ihrer Klimastrategie setzt die LBBW zunächst auf einen möglichst CO2-schonenden Umgang mit Ressourcen im Geschäftsbetrieb, beispielsweise durch die Optimierung von Gebäudetechnik und IT-Hardware oder die Auswahl von regionalen Produkten und Lieferanten. Dadurch konnte der CO2-Fußabdruck der Bank in den vergangenen zehn Jahren bereits um rund ein Viertel verkleinert werden. Seit 2019 kümmert sich ein eigenes Team von engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern darum, den Fußabdruck weiter zu schrumpfen.

Des Weiteren möchte die Bank mit ihren Dienstleistungen emissionsarmes Wirtschaften fördern, etwa mit der Finanzierung von Erneuerbaren Energien. Im abgelaufenen Jahr flossen fast 90 Prozent der Projektfinanzierungen im Energiesektor in „Renewables“. Mit der Investition in internationale Aufforstungsprojekte kommt ab 2021 eine weitere Komponente hinzu.

Schlüsselrolle als Bank im Wirtschaftskreislauf nutzen

Neben dem Klimaschutz umfasst das Nachhaltigkeitsengagement der LBBW zahlreiche weitere Dimensionen. Denn Nachhaltigkeit ist seit 2017 einer der vier zentralen Pfeiler der Geschäftsstrategie. Seitdem arbeitet die Bank systematisch daran, Nachhaltigkeit in allen Konzernbereichen und Geschäftsfeldern zu verankern. Beispielsweise baut die Bank ihre Beratung und ihr Produktangebot sowohl für nachhaltige Geldanlage als auch für „grüne“ Finanzierungen kontinuierlich aus. Schon jetzt verwaltet sie Kundengelder in Höhe von rund 23 Milliarden Euro unter nachhaltigen Kriterien. Erst kürzlich startete ein Beraterteam, das Unternehmen bei der Entwicklung nachhaltiger Geschäftsmodelle und dem Einsatz passender Finanzierungsinstrumente unterstützt.

Darüber hinaus richtet die LBBW auch ihr Emissionsgeschäft zunehmend nachhaltig aus und gehört in Deutschland zu den Vorreitern bei Green und Social Bonds mit einem ausstehenden Volumen von mehr als 5 Milliarden Euro. „Wir verstehen die Herausforderungen, denen sich die Wirtschaft und die Gesellschaft als Ganzes stellen müssen. Deshalb wollen wir unsere Schlüsselrolle im Wirtschaftskreislauf nutzen, um Kapitalflüsse auf den Umbau einer nachhaltigen Wirtschaft auszurichten und das Thema auch bei unseren Kunden voranzubringen“, fasst Thomas Rosenfeld zusammen.

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