Presseinformation.

10.11.2016

LBBW Research: „Konjunkturmonitor Baden-Württemberg“ Der Konjunkturmotor brummt

Die Wirtschaft im Südwesten hat wieder Fahrt aufgenommen und setzt ihren Wachstumskurs fort. „Während die Konjunkturindikatoren noch im Frühling auf ein abgeschwächtes Wachstum hinwiesen, deuten die aktuellen Indikatoren auf einen positiveren Wachstumstrend hin. Für 2016 rechnen wir deshalb für Baden-Württemberg mit einem realen Wachstum von 1,9 Prozent“, resümiert LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert. Damit liege Baden-Württembergs Wirtschaft im gesamtdeutschen Trend. Für die Bundesrepublik sagt das LBBW Research kalenderbereinigt ebenfalls 1,9 Prozent Wachstum voraus.

Die Konjunkturindikatoren zeichnen für Baden-Württemberg ein robustes Bild. Als Wachstumsmotor erwies sich im ersten Halbjahr 2016 insbesondere das Baugewerbe, welches aufgrund der Niedrigzinsen eine überdurchschnittliche Entwicklung verzeichnete, so die LBBW-Analysten in ihrer aktuellen Publikation „Konjunkturmonitor Baden-Württemberg“.

Im Herbst setzt sich zudem der Aufwärtstrend auf breiter Basis fort. Gestützt von steigenden Umsätzen, stabilen Preisen sowie einer hohen Kapazitätsauslastung hat sich die Ertragslage der Unternehmen nochmals leicht verbessert. Geringe Zinsen und ein niedriger Ölpreis unterstützen diesen Trend. Etwas mehr als die Hälfte aller Unternehmen melden bei der Konjunkturumfrage der IHK Baden-Württemberg eine gute Lage, gut 40 Prozent bewerten ihre Situation als befriedigend.

USA weiter größter Absatzmarkt

Signifikante zusätzliche Impulse seien aber bis Jahresende nicht zu erwarten, sagen die Analysten der LBBW voraus. Die Zahl der Unternehmen mit steigenden Auftragseingängen sinkt nach Zählung der IHK, obwohl noch immer vier von zehn Betrieben mit steigenden Umsätzen über den Jahreswechsel hinaus rechnen. Eine Erklärung für die optimistische Erwartung der Unternehmen für 2017 könnte dagegen die positive Arbeitsmarktentwicklung sein, die den privaten Konsum und damit die Binnennachfrage belebe. Zudem glichen steigende Aufträge aus den USA, der Eurozone und Asien Einbußen im Geschäft mit Osteuropa sowie Lateinamerika aus.

Aufgrund der großen Bedeutung der Inlandsnachfrage beobachten die baden-württembergischen Unternehmen ihre Entwicklung höchst aufmerksam. Sie gilt ihnen nach einer Umfrage der IHK Stuttgart als das größte Risiko für die weitere Konjunkturentwicklung, noch vor dem Fachkräftemangel und der Entwicklung der Arbeitskosten.

Keinen Anlass zur Sorge bietet den exportorientierten Unternehmen der günstige Wechselkurs zwischen Euro und Dollar (aktuell: 1,11 US-Dollar je Euro). Zudem rechnet LBBW Chefvolkswirt Burkert damit, dass die Wirtschaft in den vier wichtigsten Exportländern der baden-württembergischen Wirtschaft (USA, Frankreich, Schweiz und China) weiter wächst. Jedoch habe das wichtigste Exportland, die USA, etwas enttäuscht, weil der schwache Jahresauftakt im weiteren Verlauf nicht wett gemacht werde, erklärt Burkert: „Deshalb haben wir unsere Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2016 für die USA nach unten revidiert, und zwar von 2,0 Prozent auf 1,5 Prozent.“

Die Studie „Konjunkturmonitor Baden-Württemberg“ des LBBW Research erscheint zweimal im Jahr. Sie fasst die wesentlichen Konjunkturdaten des Landes übersichtlich zusammen, untersucht die Ursachen und prognostiziert die künftige Entwicklung.

Die aktuelle Publikation ist im Internet abrufbar unter:

Konjunkturmonitor Baden-Württemberg

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