Projekt „NaturErlebnisWissen“
Die Natur schützen heißt: mit Menschen sprechen. Daher wurden im Mai 2023 vier Fahrrad-Infomobile von der LBBW-Stiftung an die Naturschutzzentren Obere Donau, Eriskirch, Wurzacher Ried und Schopflocher Alb in Lenningen übergeben. Die Anhänger der E-Bikes werden von den dortigen Rangern als mobile Infostände genutzt, um Besucherinnen und Besucher mit dem notwendigen Wissen für einen bewussten und schonenden Umgang mit der Natur auszustatten.
Tag der Artenvielfalt Biodiversität im Fokus
Seit 2022 stellt der vom Landesnaturschutzverband Baden-Württemberg e. V. (LNV) neu begründete landesweite „Tag der Artenvielfalt“ mit dezentralen Veranstaltungen die vielfältige Natur in Baden-Württemberg in den Mittelpunkt. Der Tag verdeutlicht den Reichtum und die Schönheit von Tieren, Pflanzen und weiteren Organismen vor unserer Haustür. Er weckt Interesse, schärft das Bewusstsein für die heimischen Naturschätze und damit auch für die regionale Identität. Am landesweiten „Tag der Artenvielfalt“ finden überall in Baden-Württemberg Exkursionen, Vorträge und Naturerlebnisse zur Vermittlung von Artenwissen statt. Die LBBW-Stiftung fördert den „Tag der Artenvielfalt“ seit 2025 mit 5.000 bis 8.000 Euro pro Jahr.
Wiedervernässung des Weitenrieds im Landkreis Konstanz
Mit rund 450 Hektar zählt das Weitenried zu den größten Niedermoorgebieten im Regierungsbezirk Freiburg. Seit Jahrzehnten wurden die Moorflächen entwässert und sind heute vielerorts kaum noch als Moor erkennbar. Nach Angaben der Bodensee-Stiftung verursachen die trockengelegten Moorflächen jährlich geschätzte Emissionen von rund 12.000 Tonnen CO₂-Äquivalenten.
Um diese Emissionen zu verringern, unterstützt die LBBW-Stiftung gemeinsam mit dem Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg die Wiedervernässung trockengelegter Moorflächen im Weitenried – seit 2024 mit 30.000 Euro pro Jahr. Das Vorhaben steht damit im Kontext des natürlichen Klimaschutzes und der nationalen Klimaschutzziele.
Ein zentraler Erfolgsfaktor ist der intensive Austausch mit allen Beteiligten, um Akzeptanz zu fördern und langfristig tragfähige wirtschaftliche Perspektiven für betroffene Betriebe sowie Flächeneigentümerinnen und -eigentümer zu entwickeln. Die Bodensee-Stiftung erarbeitet hierfür als Umsetzungspartnerin im Land gemeinsam mit Landwirtinnen und Landwirten, Eigentümerinnen und Eigentümern, Behörden und weiteren Akteuren ein Zonierungskonzept für Naturschutz und wirtschaftliche Nutzung. Dabei werden unter anderem Optionen wie Beweidung, Paludikultur – der Anbau von Pflanzen auf nassen Böden – und Moor-PV - Solaranlagen auf Moorböden – betrachtet.
Weitere Informationen:
Bodensee-Stiftung: Moore„Die LBBW-Stiftung unterstützt uns schon seit 2024 in der Umsetzung und das ist extrem wichtig für uns, weil viele der großen Förderprogramme eben noch gar nicht greifen - diese kommen tatsächlich für die konkrete Wiedervernässung und Baumaßnahmen zum Tragen. Aber ganz wichtig ist eben die Unterstützung unserer Arbeit jetzt, wo wir die Akzeptanz in der Bevölkerung gewinnen wollen, wo wir mit Landwirten und den Kommunen reden. Und diese Arbeit ist einfach sehr, sehr wichtig für den Gesamterfolg des Projekts und kann nur realisiert werden, weil wir die Unterstützung der LBBW-Stiftung aktuell haben.“ Volker Kromrey, Geschäftsführer der Bodensee-Stiftung, im Juni 2026.
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