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LBBW Brexit-Barometer

Der Brexit kommt, aber wie?

Unser BrexitMan Dirk Chlench, Analyst im LBBW Reserach, passt seine Szenarien an und klärt die Umstände.

LBBW Brexit-Barometer: Pessimismus

Tweet: @LBBW | 31. Oktober 2019

Nachdem ein Versuch am Montag dieser Woche gescheitert war, gelang es dem britischen Premierminister Boris Johnson am Folgetag auf anderem Wege, seinen Vorschlag von Neuwahlen durch das britische Unterhaus zu bringen. Statt einer Zweidrittelmehrheit, wie es der „Fixed-term Parliament Act“ vorsieht, benötigte der eingebrachte Gesetzesentwurf lediglich eine einfache Mehrheit. Dieser Entwurf terminiert Neuwahlen des Unterhauses für den 12. Dezember 2019. Während die oppositionelle Labour-Partei dem Premier am Montag noch ihre Unterstützung verwehrte, entschied sich Oppositionsführer Jeremy Corbyn nun dafür, den Abgeordneten seiner Partei nahezulegen, für das eingebrachte Wahlgesetz zu stimmen, und zwar mit dem vordergründigen Argument, dass nun die Möglichkeit eines „Hard-Brexit“ ausgeschlossen sei. Schlussendlich stimmten am späten Dienstagabend 438 Abgeordnete für und lediglich 20 Abgeordnete gegen das neue Wahlgesetz.

Wie geht es unter diesem neuen Umstand mit dem Brexit weiter?

Die konservative Partei wird den jüngsten Umfragen zufolge wahrscheinlich eine deutliche Mehrheit im Unterhaus erlangen. Nach Gewinn der absoluten Mehrheit der Mandate würde die „Withdrawal Agreement Bill“, welche das von Premierminister Boris Johnsons ausgehandelte EU-Austrittsabkommen in britisches Recht überführen soll, ohne Erweiterungen („amendments“) durch das britische Unterhaus gehen. Der Weg durch das britische Oberhaus stellt anschließend nur noch eine Formalität auf dem Weg zur Ratifizierung des Gesetzes dar. Das Vereinigte Königreich verließe dann spätestens Ende Januar 2020 die Europäische Union.

Während der dann folgenden Übergangsphase, in welcher die EU-Regularien für das Vereinigte Königreich weiterhin gelten, werden Verhandlungen über das zukünftige Verhältnis zwischen der Europäischen Union und dem Vereinigten Königreich geführt. Die Übergangsphase soll zwar nur bis Ende 2020 andauern, aber die von britischer Seite „implementation period“ genannte Phase kann auf Antrag einmalig um ein oder zwei Jahre verlängert werden. Aber auch dann wäre die Zeit noch sehr knapp, das zukünftige Verhältnis beider Wirtschaftsräume zu regeln. Die Verhandlungspartner haben in ihrer „Politischen Erklärung“ bekräftigt, eine Freihandelszone ohne Zölle und Mengenbeschränkungen anzustreben. Sollte dieses Vorhaben gelingen, wäre ein „Hard Brexit“ endgültig verhindert. Diesem Szenario messen wir eine Eintrittswahrscheinlichkeit von 55 % bei. Sollte dies jedoch nicht gelingen, fände der Handel zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich nach den WTO-Regeln statt, was einem „Hard Brexit“ gleichkommt (LBBW-Wahrscheinlichkeitseinstufung: 20 %).

Ein unserer Auffassung nach sehr unwahrscheinliches, jedoch aufgrund der Unberechenbarkeit des britischen Premierministers Boris Johnson nicht gänzlich auszuschließendes Szenario ist, dass der Premierminister im Falle eines Wahlsieges seine neugewonnene Mehrheit im Unterhaus nutzt, um das Vereinigte Königreich ohne Austrittsabkommen aus der EU zu führen. Die Opposition hätte angesichts der geänderten Mehrheitsverhältnisse nach unserem Kenntnisstand keine Möglichkeit mehr, ihn durch Gesetzesentwürfe daran zu hindern. Da Boris Johnson das Austrittsabkommen mit der EU jedoch als herausragende persönliche Leistung verbuchen und zur Basis seiner Wahlkampfstrategie („Get Brexit done“) machen wird, ist ein komplettes Verwerfen der Vereinbarung unwahrscheinlich (LBBW-Wahrscheinlichkeitseinstufung: 3 %).

Der Labour-Parteichef Jeremy Corbyn verkündete am Dienstag, dass seine Partei im anstehenden Wahlkampf die „ehrgeizigste und radikalste Kampagne, die dieses Land je gesehen hat“ führen wird. In unserem nächsten Szenario wird die Labour-Partei eine Mehrheit im Unterhaus erlangen. Die Labour-Partei würde dann wahrscheinlich die „Withdrawal Agreement Bill“ mit Änderungen – etwa dergestalt, dass das Vereinigte Königreich in der Europäischen Zollunion verbleibt – erneut in das Unterhaus einbringen. Dieses geänderte Austrittsgesetz soll dann nach den derzeitigen Vorstellungen der Labour-Partei gegen die alternative Option eines EU-Verbleibs in einem Referendum zur Wahl gestellt werden. Wir messen dem Szenario „Soft Brexit“ oder „No Brexit“ eine Wahrscheinlichkeit von insgesamt 20 % bei.

25 Prozent

Wahrscheinlichkeit für einen „Hard Brexit“ nach Einschätzung des LBBW Research.

Infografik - Brexit Entscheidungsbaum

Die nächste Möglichkeit besteht darin, dass weder die Konservative Partei noch die Arbeiterpartei bei den anstehenden Neuwahlen eine Mehrheit im britischen Unterhaus erringen wird. In diesem Fall spricht man von einem „hung parliament“. An der verfahrenen Situation im Unterhaus hätte sich nichts geändert. Es bliebe weiterhin schwierig, eine Mehrheit für ein wie immer auch geartetes EU-Austrittsgesetz durch das Parlament zu bekommen. Unter der Annahme, dass die EU nicht abermals eine Verschiebung des Austrittstermins genehmigen wird, schiede das Vereinigte Königreich im Falle einer Nicht-Ratifizierung des Austrittgesetzes ohne Abkommen aus dem Staatenbund aus (LBBW-Wahrscheinlichkeitseinstufung: 2 %). Gelingt hingegen die Ratifizierung, wovon wir trotz aller Schwierigkeiten ausgehen würden, erfolgt der EU-Austritt spätestens Ende Januar 2020. Im Anschluss daran begänne – wie oben geschildert - die Übergangsphase, in welcher die Verhandlungen über das zukünftige Verhältnis geführt werden.

Die LBBW-Szenarien, welche einen „Hard Brexit“ zum Ergebnis haben, ergeben in ihrer Gesamtheit eine Wahrscheinlichkeit von 25 %. Dem Szenario, dass nach dem Ende der Übergangsphase eine Einigung über ein Freihandelsabkommen erzielt sein wird, messen wir eine Wahrscheinlichkeit von 55 % bei. Somit verbleibt für das Szenario „Soft Brexit“ oder „No Brexit“ schließlich eine Einstufung von 20 %.

Infografik - Brexit Entscheidungsbaum

Indikatoren des LBBW Brexit-Barometer

In unser LBBW-Barometer für die Brexit-Sorgen der Marktteilnehmer gehen fünf Indikatoren gleichgewichtet ein:

  • der Außenwert des Pfund Sterling
  • die relative Stärke britischer Bankaktien
  • die relative Stärke des britischen Aktienmarktes
  • die Kreditausfallprämie für britische Staatsanleihen
  • die Entwicklung von an der Londoner Börse notierten Immobilienfonds

Ein negativer Wert stellt im historischen Vergleich eine Abweichung vom Mittelwert nach unten dar. Das Umgekehrte gilt für positive Werte.

Mit einfachen Worten: Sinkt unser Barometer, nehmen die Brexit-Sorgen der Marktteilnehmer zu.

  • LBBW Brexit-Barometer

    Stand: 31.10.2019, Quelle: Refinitiv, LBBW Research

Tweet-Historie

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Weitere Analysen

LBBW Brexit-Barometer auf einen Blick.

Der LBBW-Barometer zeigt auf einen Blick: Wie ist die Stimmung der Marktteilnehmer im Brexit-Prozess?

  • Barometer-Tiefststand

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    Der LBBW Brexit-Barometer für die Brexit-Erwartungen hat einen Tiefststand erreicht. Die Marktteilnehmer haben mit Blick auf den Brexit große Sorgen.

  • Barometer-Pessimismus

    LBBW Brexit-Barometer: Pessimismus

    Der LBBW Brexit-Barometer für die Brexit-Erwartungen liegt unter dem Mittel. Die Marktteilnehmer haben mit Blick auf den Brexit überwiegend Sorgen.

  • Barometer-Eintrübung

    LBBW Brexit-Barometer: Eintrübung

    Der LBBW BRexit-Barometer für die Brexit-Erwartungen liegt nahe dem Mittel. Die Marktteilnehmer haben mit Blick auf den Brexit gespannte Stimmung.

  • Barometer-Gelassenheit

    LBBW Brexit-Barometer: Gelassenheit

    Der LBBW Brexit-Barometer für die Brexit-Erwartungen liegt über dem Mittel. Die Marktteilnehmer haben mit Blick auf den Brexit nur wenig Sorgen.

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Research zu den Brexit-Verhandlungen.

Das LBBW Research begleitet Sie nicht nur mit dem LBBW #Brexit-Barometer durch die Verhandlungen. In unseren Publikationen analysieren wir die Auswirkungen des Brexit-Votums auf die Wirtschaft sowie die Finanzmärkte und kommentieren die Folgen von Entscheidungen in der Wirtschafts-, Notenbank- und Regierungspolitik.

Wir bieten Ihnen das marktrelevante Research in Zeiten von wirtschaflicher Veränderung und hoher politischer Unsicherheit. Eine Auswahl unserer bisherigen Analysen zum Brexit haben wir für Sie zusammengestellt.

Brexit Timline

Die wichtigsten Ereignisse zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union in einer kurzen Chronologie des Brexit (2103 bis 2020).

Ausblick bis 2020

31. Dezember 2020
Ursprüngliches Ende der Übergangsphase.

31. Januar 2020
Neues spätestes Austrittsdatum, auf das sich die EU-Staaten am 28. Oktober 2019 geeinigt haben.

2019

12. Dezember 2019
Wahlen zum Unterhaus in Großbritanien.

31. Oktober 2019
Spätestes Austrittsdatum der ersten Verschiebung des Brexit, beschlossen auf dem EU-Sondergipfel am 10. April 2019.

29. Oktober 2019
Mit großer Mehrheit hat das Unterhaus einem Gesetz für Neuwahlen am 12. Dezember 2019 zugestimmt.

28. Oktober 2019
Die EU-Staaten haben sich auf eine Verschiebung Austrittstermins bis zum 31. Januar 2020 geeinigt. Die Regelung erlaubt auch ein früheres Austrittsdatum.

24. Oktober 2019
Premier Johnson schlägt Neuwahlen für den 12. Dezember 2019 vor. Für seinen Vorschlag benötigt er eine 2/3-Mehrheit im Parlament.

21. Oktober 2019
Der Sprecher des Unterhauses Bercow lehnt eine zweite Abstimmung über das neue Abkommen ab.

20. Oktober 2019
Die britische Regierung bittet die EU um einen neuerlichen Aufschub des Austritts aus der EU bis zum 31. Januar 2020.

19. Oktober 2019
Das Unterhaus verschiebt eine Abstimmung über das neue Abkommen und stimmt einem Antrag zu, der vorsieht, dass eine Entscheidung vertagt werden soll, bis das Ratifizierungsgesetz verabschiedet ist.

17. Oktober 2019
Bei den neuerlichen Verhandlungen zum Brexit wird eine Einigung zwischen UK und EU erzielt.

24. September 2019
Der Supreme Court erklärt die von Premierminister Boris Johnson auferlegte Zwangspause des Parlaments für rechtswidrig.

4. September 2019
Das Unterhaus stimmt einem Gesetzentwurf (No-No-Deal-Brexit) zu, wonach die britische Regierung einen Deal mit der Europäischen Union vorweisen muss. Andernfalls soll eine erneute Verschiebung des Brexit bis zum 31. Januar 2020 in Brüssel beantragt werden. Damit soll der No-Deal-Brexit verhindert werden.

28. August 2019
Premier Johnson bittet Queen Elisabeth II. die aktuelle Sitzungsphase des britischen Parlaments in der zweiten Septemberwoche zu beenden. Das Parlament wird erst wieder am 14. Oktober wieder zurückkehren

24. Juli 2019
Boris Johnson wird neuer Premier, nachdem er die Wahl zum Parteivorsitz der Konservativen Partei (Tories) gewonnen hat.

2. Juli 2019
Konstituierung des neugewählten Europäischen Parlaments.

7. Juni 2019
Rücktritt von May vom Vorsitz der Konservativen Partei (Tories).

23. bis 26. Mai
Wahl des Europäischen Parlaments

18. April 2019
Letzte Plenartagung des Europäischen Parlaments.

10. April 2019
Die EU Statts- und Regierungschefs beschliessen auf dem EU-Sondergipfel einen Aufschub des Brexit bis zum 31. Oktober. Ein früherer Austritt bleibt möglich, falls das Unterhaus dem Austrittsabkommen doch noch zustimmen sollte.

29. März 2019
Ursprüngliches Austrittsdatum mit Ende der EU-Mitgliedschaft und Beginn der Übergangsphase. Das Unterhaus lehnt zum dritten Mal das ausgehandelte Austrittsabkommen ab.

27. März 2019
Das Unterhaus hat acht Alternativen zum Abkommen mit der EU abgelehnt.

21. März 2019
Der EU-Gipfel beschliesst einen möglichen Aufschub des Brexit bis zum 12. April. Sollte das Unterhaus dem Austrittsabkommen noch zustimmen, soll der Aufschub bis zum 22. Mai verlängert werden.

19. März 2019
Der Sprecher des Unterhauses, John Bercow, lässt die von der britischen Regierung geplante dritte Parlamentsabstimmung über das Austrittsabkommen am 20. März nicht zu.

14. März 2019
Unterhaus stimmt mit 412 zu 202 Stimmen für eine Verschiebung des Brexit-Termins.

13. März 2019
Unterhaus spricht sich mit einer Mehrheit von 43 Stimmen gegen „Hard Brexit“ aus.

12. März 2019
Erneute Abstimmung im britischen Unterhaus über die Verhandlungsergebnisse. Britisches Unterhaus lehnt Austrittsabkommen ab.

14. Februar 2019
Das Unterhaus lehnt die Erklärung über das Vorgehen der Regierung und den Stand der Gespräche mit der EU ab.

29. Januar 2019
Das Unterhaus stimmt einem Antrag zu, durch denTheresa May den Auftrag erhält, den umstrittenen Backstop für die innerirische Grenze mit der EU neu zu verhandeln.

16. Januar 2019
Der von Oppositionsführer Jeremy Corbyn gestellte Misstrauensantrag gegen die Regierung ist gescheitert.

15. Januar 2019
Unterhaus lehnt Austrittsabkommen mit der EU ab.

2018

12. Dezember 2018
Parteiintenes Misstrauensvorum gegen Theresa May scheitert erwartungsgemäß.

10. Dezember 2018
Theresa May sagt das für den 11. Dezember geplante Votum im britischen Unterhaus zum Austrittsabkommen ab.

25. November 2018
Europäischer Rat beschließt auf Sondergipfel die Verhandlungsergebnisse.

Bis November 2018
Detailverhandlungen zum Brexit.

2017

Bis Ende 2017
Verhandlungen zwischen EU und Großbritannien über die „divorce bill“ sowie die Rechte von Briten und EU-Bürgern, die Rolle des EU-Gerichtshofs sowie die Grenze in Irland.

24. September 2017
Bundestagswahl in Deutschland

19. Juni 2017
Start der Austrittsverhandlungen.

8. Juni 2017
Unterhauswahlen in Großbritannien.

29. März 2017
Der EU-Botschafter Barrow übergibt den Austrittsantrag in Brüssel.

14. März 2017
Das Parlament stimmt für das von der Regierung vorgelegte Brexit-Gesetz.

18. Januar 2017
Premierministerin May kündigt einen "clean brake" an.

3. Januar 2017
Rogers, der britische EU-Botschafter, gibt sein Amt auf und verlässt Brüssel.

2016

3. November 2016
Der High Court entscheidet, dass die Regierung die Brexit-Verhandlungen nur mit Zustimmung des Parlaments führen darf.

02. Oktober 2016
Premierministerin May kündigt an, dass bis Ende März 2017 ein Austrittsantrag nach Artikel 50 des EU-Vertrags eingereicht wird.

13. Juli 2016
May ist neue britische Premierministerin. Johnson wird Außenminister. Zuständig für den Brexit ist jedoch Davis als "Principal Secretary of State for Exiting the European Union".

11. Juli 2016
Premier Cameron verkündet die Kandidatur von May für seine Nachfolge.

30. Juni 2016
Johnson verzichtet auf die Nachfolge von Premier Cameron.

24. Juni 2016
Premier Cameron erklärt seinen Rücktritt bis spätestens Oktober.

23. Juni 2016
Brexit-Votum: 46,5 Millionen Briten stimmen über "Brexit" oder "Bremain" ab. Am folgenden Tag steht das Ergebnis fest: 51,9 Prozent der Briten wollen die EU verlassen.

20. Februar 2016
Premier Cameron das EU-Referendum für den 23. Juni an, will seinen Landsleuten aber zu einem Verbleib in der EU raten. Einen Tag zuvor kommen die Staats- und Regierungschef aller EU-Staaten den Briten mit einem Reformpaket entgegen.

5. Februar 2016
Premier Cameron gibt seinen Ministern in der Frage eines EU-Austritts freie Hand. Vor dem geplanten EU-Referendum stellen sich fünf Minister auf die Seite des Brexit-Lagers, darunter Justizminister Gove. Der Londoner Ex-Bürgermeister Boris Johnson schlägt sich ebenfalls auf die Seite der Brexit-Befürworter.

2. Februar 2016
Die EU will Großbritannien Ausnahmen und Sonderregelungen zugestehen, um einen Brexit zu verhindern. Für das Entgegenkommen sollen die EU-Verträge jedoch nicht geändert werden.

2015

November 2015
Premier Cameron stellt Forderungen nach EU-Reformen und droht mit dem EU-Austritt.

28. Mai 2015
Im Parlament wird der Gesetzesentwurf zum Referendum eingereicht.

7. Mai 2015
Premier Camerons Partei siegt bei der Parlamentswahl und erneuert sein Versprechen eines EU-Referendums.

2014

Premier Cameron stellt Forderungen für die weitere Mitgliedschaft Großbritanniens in der Europäischen Gemeinschaft.

2013

23. Januar 2013
Premier Cameron stellt im Falle des Wahlsiegs ein Referendum zum Verbleib in der EU bis spätestens 2017 in Aussicht.

LBBW-Experte und verantwortlicher Analyst.

Dirk Chlench als verantwortlicher Analyst wird Sie auch weiterhin auf dem Laufenden halten.

Dirk Chlench, Analyst Strategy & Macro - LBBW Research

LBBW-Experte


Dirk Chlench
Analyst Strategy & Macro - LBBW Research
Tel +49 711 127-7 61 36
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Unser Tipp

Brexit Monitor von DESTATIS

Der Brexit Monitor des Statistischen Bundesamtes bietet interaktive Grafiken rund um die Brexit-Entscheidung zu den Aspekten:

  • Migration
  • Wirtschaft
  • Arbeitsmarkt
  • Außenhandel
  • EU-27 ohne das Vereinigte Königreich: Auswirkungen des Austritts auf die Europäische Union
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