Brexit

Aktuelles Brexit-Barometer: HardBrexiteer Johnson vor dem Umzug in die Downing

24.6.19 - LBBW Brexit Barometer rutscht ins Tiefrote. Dennoch Erholung des Pfund Sterling gegenüber dem Euro erwartet.

LBBW Brexit-Barometer: Tiefststand

Tweet: @LBBW | 24. Juni 2019

Die noch amtierenden Premierministerin Theresa May gab am 24. Mai 2019 schließlich dem stetigen Drängen ihrer innerparteilichen Kritiker nach und kündigte ihren Rücktritt vom Amt der Vorsitzenden der Konservativen Partei an. Das Pfund Sterling, welches schon einige Wochen zuvor gegenüber dem Euro zur Schwäche neigte, setze daraufhin seine Talfahrt fort. Diese Schwäche des Pfund Sterling dürfte zuvorderst darauf zurückzuführen sein, dass die Devisenmarktteilnehmer befürchten, dass ein ausgewiesener „Hard Brexiteer“ Theresa May im Amt als Parteivorsitzender und damit auch als Premierminister folgen wird. Der ehemalige Bürgermeister von London, Boris Johnson, wird als haushoher Favorit für die May-Nachfolge gehandelt. Dem sollte auch das Bekanntwerden eines lautstarken, nächtlichen Streits mit seiner gut 20 Jahre jüngeren Freundin kein Abbruch tun.

Der als exzentrisch geltende Politiker vertritt die Auffassung, dass das Vereinigte Königreich die Europäische Union (EU) Ende Oktober 2019 in jeden Fall verlassen soll. Ob mit oder Austrittsabkommen sei dabei zweitrangig. Wir hatten in Anbetracht der Aussicht, dass ein „Hard Brexiteer“ der nächste Premierminister sein wird, die Wahrscheinlichkeitseinstufung eines „Hard Brexit“ bereits Anfang Juni von 25 % auf auf 35 % angehoben. Dessen ungeachtet bleibt jedoch festzustellen, dass sich die Mehrheitsverhältnisse im britischen Unterhaus nicht verändert haben. Die Volksvertreter haben sich mit großer Mehrheit gegen einen „Hard Brexit“ ausgesprochen. Sollte ein neuer Premierminister erkennbar einen Kurs in Richtung „Hard Brexit“ einschlagen, so ist damit zu rechnen, dass der Vorsitzende der oppositionellen Arbeiterpartei rechtzeitig einen Misstrauensantrag gegen die Regierung stellen wird, welche in Teilen der Tory-Fraktion wohl Unterstützung finden und somit vom Erfolg gekrönt sein dürfte. Die Spekulation, dass ein neuer Premierminister darauf hinwirkt, dass das Unterhaus kurz vor dem spätmöglichsten Austrittdatum aufgelöst und somit dem Parlament die Möglichkeit verwehrt wird, Beschlüsse zur Vermeidung eines „Hard Brexit“ zu tätigen, erachten wir nur als hypothetische Möglichkeit. Der im Jahr 2011 beschlossene „Fixed-term parliaments act“ schränkt die Kompetenzen des Premierministers zur Auflösung des Parlaments erheblich ein. Zudem würde ein derartiger Taschenspielertrick der demokratischen Tradition des Vereinigten Königreiches zutiefst zuwider laufen und voraussichtlich einen Sturm der Empörung verursachen.

Derweil verliert die Expansion der gesamtwirtschaftlichen Leistung im Vereinigten Königreich an Schwung. Während das britische Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal 2019 noch mit einer Rate von 0,5 % zulegte und damit stärker als im Euroraum, zeichnet sich für das zweite Quartal eine Stagnation ab. Da zudem für die zweite Jahreshälfte 2019 aufgrund der anhaltenden Brexit-Unsicherheit keine nennenswerte Wachstumsbeschleunigung zu erwarten steht, revidieren wir unsere UK-Wachstumsprognose für das Gesamtjahr 2019 von 1,8 % auf 1,2 % herunter.

Chart Euro in Pfund Sterling

Gleichwohl lassen wir aus vier Gründen unsere Euro-Prognose in Höhe von 0,85 Pfund Sterling per Jahresende 2019 unverändert. Zum Ersten wird das Vereinigte Königreich in unserem Hauptszenario (LBBW-Wahrscheinlichkeitseinstufung: 65 %) entweder Ende Oktober 2019 geregelt aus der EU ausscheiden oder aber bis auf weiteres in der EU verbleiben. Zum Zweiten wird nach unserer Prognose das Expansionstempo des Vereinigten Königreiches im laufenden Jahr nur unwesentlich niedriger sein als im Euroraum. Zum Dritten liegen die Zinsen im Vereinigten Königreich sowohl im kurzfristigen als auch im langfristigen Laufzeitenbereich über denen des Euroraumes. Während im Euroraum bereits darüber spekuliert wird, ob die Europäische Zentralbank (EZB) im nächsten Monat eine Reduzierung ihres Einlagensatzes beschließen wird, haben die Marktteilnehmer für die Bank of England (BoE) erst seit Kurzem Leitzinserhöhungen vollständig ausgepreist. Zum Vierten ist der Euro nach unseren Berechnungen gemäß der Kaufkraftparität gegenüber dem Pfund Sterling deutlich überbewertet. Die zahlreichen Konflikte innerhalb des Euroraumes, wie beispielweise über die Fiskalpolitik der italienischen Regierung, lassen wir bei dieser Aufzählung getrost außen vor.

Indikatoren des LBBW Brexit-Barometer

In unser LBBW-Barometer für die Brexit-Sorgen der Marktteilnehmer gehen fünf Indikatoren gleichgewichtet ein:

  • der Außenwert des Pfund Sterling
  • die relative Stärke britischer Bankaktien
  • die relative Stärke des britischen Aktienmarktes
  • die Kreditausfallprämie für britische Staatsanleihen
  • die Entwicklung von an der Londoner Börse notierten Immobilienfonds

Ein negativer Wert stellt im historischen Vergleich eine Abweichung vom Mittelwert nach unten dar. Das Umgekehrte gilt für positive Werte.

Mit einfachen Worten: Sinkt unser Barometer, nehmen die Brexit-Sorgen der Marktteilnehmer zu.

LBBW Brexit-Barometer

Stand: 7.2.2020, Quelle: Refinitiv, LBBW Research

LBBW Brexit-Barometer auf einen Blick.

Der LBBW-Barometer zeigt auf einen Blick: Wie ist die Stimmung der Marktteilnehmer im Brexit-Prozess?

Research zu den Brexit-Verhandlungen.

Das LBBW Research begleitet Sie nicht nur mit dem LBBW #Brexit-Barometer durch die Verhandlungen. In unseren Publikationen analysieren wir die Auswirkungen des Brexit-Votums auf die Wirtschaft sowie die Finanzmärkte und kommentieren die Folgen von Entscheidungen in der Wirtschafts-, Notenbank- und Regierungspolitik.

Wir bieten Ihnen das marktrelevante Research in Zeiten von wirtschaflicher Veränderung und hoher politischer Unsicherheit. Eine Auswahl unserer bisherigen Analysen zum Brexit haben wir für Sie zusammengestellt.

Brexit Timline

Die wichtigsten Ereignisse zum Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union in einer kurzen Chronologie des Brexit (2013 bis 2020).

Ausblick 2020

31. Dezember 2020
Ursprüngliches Ende der Übergangsphase.

18./19. Oktober 2020
Tagung des Europäischen Rates.

Juli bis Oktober 2020
Die EU und Großbritannien wollen im Juli abwechselnd in Brüssel und London verhandeln. Nach einer Sommerpause sollen Mitte August die Verhandlungen wieder aufgenommen werden. Um den Vertrag rechtzeitig ratifizieren zu können, wird eine Einigung bis Ende Oktober angestrebt.

30. Juni 2020
Bis spätestens 30.6.2020 muss eine Verlängerung der Brexit-Verhandlungen beantragt werden. Aus Sicht der EU wäre einer Verlängerung im äußersten Fall sogar bis Ende 2022 möglich. Die britische Regierung hat eine Verlängerung allerdings schon ausgeschlossen.

2020

18./19. Juni 2020
Tagung des Europäischen Rates.

15. Juni 2020
In den vier Brexit-Verhandlungsrunden seit März 2020 wurde praktisch kein Fortschritt erzielt. Die EU und Großbritannien haben jedoch beschlossen, die Verhandlungen im Juli zu intensivieren.

12. Juni 2020
Großbritannien hat eine Verlängerung der Verhandlungen mit der EU nach dem Brexit endgültig ausgeschlossen. Eine solche Verlängerung kann bis zum 30.6.2020 beantragt werden.

1. Juni 2020
Beginn der vierten Verhandlungsrunde über das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich.

19. Mai 2020
Das britische Unterhaus beschließt ein Gesetz zur Beendigung der Freizügigkeit für europäische Arbeitskräfte aus der EU sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz ab Januar 2021.

15. Mai 2020
Die zweite Verhandlungsrunde über das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich endet ergebnislos.

20. April 2020
Beginn der ersten von drei weiteren einwöchigen Verhandlungsrunden über das Handelsabkommen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich per Videokonferenz. Die nächsten Etappen sind für Mitte Mai und Anfang Juni geplant.

6. März 2020
Die erste Verhandlungsrunde über einen neuen Handelsvertrag zwischen der EU und Großbritannien verläuft ohne Fortschritt.

25. Februar 2020
Der Rat verabschiedet die Verhandlungsrichtlinien.

3. Februar 2020
Die Kommission legt dem Rat eine Empfehlung für die Verhandlungen über eine neue Partnerschaft mit dem Vereinigten Königreich vor.

1. Februar 2020
Beginn des Übergangszeitraums, der am 31. Dezember 2020 endet.

Brexit

31. Januar 2020

Austritt Großbritanniens aus der EU nach 47 Jahren Mitgliedschaft. Beginn der Übergangsphase.

Nach dem Austritt bleibt Großbritannien bis Ende des Jahres Mitglied des EU-Binnenmarktes und der Zollunion. Innerhalb dieser Übergangszeit muss ein neues Abkommen geschlossen werden. Sollte sich abzeichnen, dass dies nicht möglich ist, wollen die Staats- und Regierungschefs der 27 verbleibenden EU-Staaten im Juli eine Entscheidung über eine maximal 2-jährige Verlängerung der Übergangszeit treffen. Premier Johnson schloss eine solche Verlängerung bisher kategorisch aus.

29. Januar 2020
Das EU-Parlament ratifiziert das Brexit-Abkommen.

9. Januar 2020
Das von der konservativen Partei dominierte Unterhaus stimmt dem Gesetz über den britischen EU-Austritt mit großer Mehrheit zu. Der Gesetzestext muss bis zum geplanten Austritt am 31. Januar 2020 das britische Oberhaus passieren und auch das Europaparlament muss das Abkommen noch ratifizieren.

2019

20. Dezember 2019
Das Unterhaus stimmt dem von Premier Johnson ausgehandelten Austrittsabkommen zu. Nach Beratung in den Ausschüssen soll es endgültig am 9. Januar 2020 verabschiedet werden.

12. Dezember 2019
Wahlen zum Unterhaus in Großbritanien. Boris Johnson gewinnt die absolute Mehrheit im Unterhaus.

31. Oktober 2019
Spätestes Austrittsdatum der ersten Verschiebung des Brexit, beschlossen auf dem EU-Sondergipfel am 10. April 2019.

29. Oktober 2019
Mit großer Mehrheit hat das Unterhaus einem Gesetz für Neuwahlen am 12. Dezember 2019 zugestimmt.

28. Oktober 2019
Die EU-Staaten haben sich auf eine Verschiebung Austrittstermins bis zum 31. Januar 2020 geeinigt. Die Regelung erlaubt auch ein früheres Austrittsdatum.

24. Oktober 2019
Premier Johnson schlägt Neuwahlen für den 12. Dezember 2019 vor. Für seinen Vorschlag benötigt er eine 2/3-Mehrheit im Parlament.

21. Oktober 2019
Der Sprecher des Unterhauses Bercow lehnt eine zweite Abstimmung über das neue Abkommen ab.

20. Oktober 2019
Die britische Regierung bittet die EU um einen neuerlichen Aufschub des Austritts aus der EU bis zum 31. Januar 2020.

19. Oktober 2019
Das Unterhaus verschiebt eine Abstimmung über das neue Abkommen und stimmt einem Antrag zu, der vorsieht, dass eine Entscheidung vertagt werden soll, bis das Ratifizierungsgesetz verabschiedet ist.

17. Oktober 2019
Bei den neuerlichen Verhandlungen zum Brexit wird eine Einigung zwischen UK und EU erzielt.

24. September 2019
Der Supreme Court erklärt die von Premierminister Boris Johnson auferlegte Zwangspause des Parlaments für rechtswidrig.

4. September 2019
Das Unterhaus stimmt einem Gesetzentwurf (No-No-Deal-Brexit) zu, wonach die britische Regierung einen Deal mit der Europäischen Union vorweisen muss. Andernfalls soll eine erneute Verschiebung des Brexit bis zum 31. Januar 2020 in Brüssel beantragt werden. Damit soll der No-Deal-Brexit verhindert werden.

28. August 2019
Premier Johnson bittet Queen Elisabeth II. die aktuelle Sitzungsphase des britischen Parlaments in der zweiten Septemberwoche zu beenden. Das Parlament wird erst wieder am 14. Oktober wieder zurückkehren

24. Juli 2019
Boris Johnson wird neuer Premier, nachdem er die Wahl zum Parteivorsitz der Konservativen Partei (Tories) gewonnen hat.

2. Juli 2019
Konstituierung des neugewählten Europäischen Parlaments.

7. Juni 2019
Rücktritt von May vom Vorsitz der Konservativen Partei (Tories).

23. bis 26. Mai
Wahl des Europäischen Parlaments

18. April 2019
Letzte Plenartagung des Europäischen Parlaments.

10. April 2019
Die EU Statts- und Regierungschefs beschliessen auf dem EU-Sondergipfel einen Aufschub des Brexit bis zum 31. Oktober. Ein früherer Austritt bleibt möglich, falls das Unterhaus dem Austrittsabkommen doch noch zustimmen sollte.

29. März 2019
Ursprüngliches Austrittsdatum mit Ende der EU-Mitgliedschaft und Beginn der Übergangsphase. Das Unterhaus lehnt zum dritten Mal das ausgehandelte Austrittsabkommen ab.

27. März 2019
Das Unterhaus hat acht Alternativen zum Abkommen mit der EU abgelehnt.

21. März 2019
Der EU-Gipfel beschliesst einen möglichen Aufschub des Brexit bis zum 12. April. Sollte das Unterhaus dem Austrittsabkommen noch zustimmen, soll der Aufschub bis zum 22. Mai verlängert werden.

19. März 2019
Der Sprecher des Unterhauses, John Bercow, lässt die von der britischen Regierung geplante dritte Parlamentsabstimmung über das Austrittsabkommen am 20. März nicht zu.

14. März 2019
Unterhaus stimmt mit 412 zu 202 Stimmen für eine Verschiebung des Brexit-Termins.

13. März 2019
Unterhaus spricht sich mit einer Mehrheit von 43 Stimmen gegen „Hard Brexit“ aus.

12. März 2019
Erneute Abstimmung im britischen Unterhaus über die Verhandlungsergebnisse. Britisches Unterhaus lehnt Austrittsabkommen ab.

14. Februar 2019
Das Unterhaus lehnt die Erklärung über das Vorgehen der Regierung und den Stand der Gespräche mit der EU ab.

29. Januar 2019
Das Unterhaus stimmt einem Antrag zu, durch denTheresa May den Auftrag erhält, den umstrittenen Backstop für die innerirische Grenze mit der EU neu zu verhandeln.

16. Januar 2019
Der von Oppositionsführer Jeremy Corbyn gestellte Misstrauensantrag gegen die Regierung ist gescheitert.

15. Januar 2019
Unterhaus lehnt Austrittsabkommen mit der EU ab.

2018

12. Dezember 2018
Parteiintenes Misstrauensvorum gegen Theresa May scheitert erwartungsgemäß.

10. Dezember 2018
Theresa May sagt das für den 11. Dezember geplante Votum im britischen Unterhaus zum Austrittsabkommen ab.

25. November 2018
Europäischer Rat beschließt auf Sondergipfel die Verhandlungsergebnisse.

Bis November 2018
Detailverhandlungen zum Brexit.

2017

Bis Ende 2017
Verhandlungen zwischen EU und Großbritannien über die „divorce bill“ sowie die Rechte von Briten und EU-Bürgern, die Rolle des EU-Gerichtshofs sowie die Grenze in Irland.

24. September 2017
Bundestagswahl in Deutschland

19. Juni 2017
Start der Austrittsverhandlungen.

8. Juni 2017
Unterhauswahlen in Großbritannien.

29. März 2017
Der EU-Botschafter Barrow übergibt den Austrittsantrag in Brüssel.

14. März 2017
Das Parlament stimmt für das von der Regierung vorgelegte Brexit-Gesetz.

18. Januar 2017
Premierministerin May kündigt einen "clean brake" an.

3. Januar 2017
Rogers, der britische EU-Botschafter, gibt sein Amt auf und verlässt Brüssel.

2016

3. November 2016
Der High Court entscheidet, dass die Regierung die Brexit-Verhandlungen nur mit Zustimmung des Parlaments führen darf.

02. Oktober 2016
Premierministerin May kündigt an, dass bis Ende März 2017 ein Austrittsantrag nach Artikel 50 des EU-Vertrags eingereicht wird.

13. Juli 2016
May ist neue britische Premierministerin. Johnson wird Außenminister. Zuständig für den Brexit ist jedoch Davis als "Principal Secretary of State for Exiting the European Union".

11. Juli 2016
Premier Cameron verkündet die Kandidatur von May für seine Nachfolge.

30. Juni 2016
Johnson verzichtet auf die Nachfolge von Premier Cameron.

24. Juni 2016
Premier Cameron erklärt seinen Rücktritt bis spätestens Oktober.

23. Juni 2016
Brexit-Votum: 46,5 Millionen Briten stimmen über "Brexit" oder "Bremain" ab. Am folgenden Tag steht das Ergebnis fest: 51,9 Prozent der Briten wollen die EU verlassen.

20. Februar 2016
Premier Cameron das EU-Referendum für den 23. Juni an, will seinen Landsleuten aber zu einem Verbleib in der EU raten. Einen Tag zuvor kommen die Staats- und Regierungschef aller EU-Staaten den Briten mit einem Reformpaket entgegen.

5. Februar 2016
Premier Cameron gibt seinen Ministern in der Frage eines EU-Austritts freie Hand. Vor dem geplanten EU-Referendum stellen sich fünf Minister auf die Seite des Brexit-Lagers, darunter Justizminister Gove. Der Londoner Ex-Bürgermeister Boris Johnson schlägt sich ebenfalls auf die Seite der Brexit-Befürworter.

2. Februar 2016
Die EU will Großbritannien Ausnahmen und Sonderregelungen zugestehen, um einen Brexit zu verhindern. Für das Entgegenkommen sollen die EU-Verträge jedoch nicht geändert werden.

2015

November 2015
Premier Cameron stellt Forderungen nach EU-Reformen und droht mit dem EU-Austritt.

28. Mai 2015
Im Parlament wird der Gesetzesentwurf zum Referendum eingereicht.

7. Mai 2015
Premier Camerons Partei siegt bei der Parlamentswahl und erneuert sein Versprechen eines EU-Referendums.

2014

Premier Cameron stellt Forderungen für die weitere Mitgliedschaft Großbritanniens in der Europäischen Gemeinschaft.

2013

23. Januar 2013
Premier Cameron stellt im Falle des Wahlsiegs ein Referendum zum Verbleib in der EU bis spätestens 2017 in Aussicht.

LBBW-Experte und verantwortlicher Analyst.

Dirk Chlench als verantwortlicher Analyst wird Sie auch weiterhin auf dem Laufenden halten.

Dirk Clench, Analyst Strategy & Macro - LBBW Research

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Der Brexit Monitor des Statistischen Bundesamtes bietet interaktive Grafiken rund um die Brexit-Entscheidung zu den Aspekten:

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  • EU-27 ohne das Vereinigte Königreich: Auswirkungen des Austritts auf die Europäische Union
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