Solaranlagen von Wirsol

Finanzwissen

Teamarbeit für die Energie der Zukunft

Projektfinanzierung: WIRSOL hat im Hafen von Delfzijl den größten Solarpark der Niederlande gebaut – finanziert von der LBBW.

Haben Sie heute schon gegoogelt? Falls ja, dann können Sie sicher sein, dass beim Erzeugen Ihrer Trefferliste Ökostrom verwendet wurde. Denn Google betreibt seine weltweiten Rechenzentren ausschließlich mit Energie aus regenerativen Quellen. In seinem Anfang 2017 eröffneten riesigen Serverpark im niederländischen Eemshaven zum Beispiel setzt der Suchmaschinen-Gigant auf einen Mix aus Wind und Sonne. Die Sonnenenergie wird im größten Solarpark der Niederlande im nahegelegenen Delfzijl erzeugt (siehe Foto oben). Im Juli dieses Jahres hat sich Google vom Energieanbieter Eneco für zehn Jahre die gesamte dort produzierte Strommenge gesichert. Und damit zugleich einen Beleg dafür geliefert, dass der Standort der im Jahr 2016 fertiggestellten rund 30 Hektar umfassenden Anlage genau richtig gewählt war.

WIRSOL – Experten für regenerative Energieprojekte

Verantwortlich für das erfolgreiche Projekt in Delfzijl ist die WIRCON GmbH aus dem baden-württembergischen Waghäusel. Unter der Marke WIRSOL entwickeln die Experten für regenerative Energieprojekte weltweit Solar- und Windkraftwerke. „Der SunPort Delfzijl war für uns ein wichtiger erster Schritt in den niederländischen Markt“, sagt Dr. Peter Vest, Geschäftsführer bei WIRSOL. Das Investitionsvolumen belief sich auf insgesamt 40 Millionen Euro. 30 Millionen Euro werden als Projektfinanzierung über ein langfristiges Darlehen mit 15-jähriger Laufzeit abgedeckt. Für das im Jahr 2013 gegründete Unternehmen war es bereits der zweite Solarpark, der mit einer Projektfinanzierung der Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) realisiert werden konnte. Im Jahr 2015 hatte WIRSOL in Lerchenborg an der dänischen Ostseeküste auf einer Fläche von 80 Hektar die größte Photovoltaikanlage Skandinaviens errichtet und sich bei der Finanzierung ebenfalls für ein Angebot der LBBW entschieden. Und die Zusammenarbeit geht bereits weiter: Im Nordschwarzwald stellt WIRSOL mit einer Finanzierung der LBBW gerade einen Windpark auf.

LBBW – Attraktives Gesamtpaket bei Projektfinanzierungen

„Nach einer spürbaren Zurückhaltung in den Krisenjahren der Solarmodulbranche finden sich mittlerweile wieder zahlreiche Banken, die sich für Projektfinanzierungen im Bereich regenerativer Energieproduktion interessieren“, erläutert Dr. Peter Vest die aktuelle Situation. Es gebe eine gesunde Konkurrenzsituation. Die Entscheidung für das Angebot der Bank in diesem auch international hart umkämpften Bereich sei schließlich „vor allem aufgrund der wirklich guten Konditionen der LBBW“ gefallen. Zudem habe das Gesamtpaket, das die Landesbank für jedes Projekt individuell schnürt, perfekt gepasst. „Die Zusammenarbeit funktioniert, unsere Teams sind sehr gut aufeinander eingespielt“, fasst der WIRSOL-Chef die Erfahrungen der gemeinsamen Projekte zusammen.

Erster Ansprechpartner des Unternehmens aus Waghäusel ist stets Andreas Schück, Firmenkundenbetreuer der LBBW-Tochter BW-Bank am Standort Karlsruhe. Er kennt das Unternehmen sehr genau, weiß um die besonderen Herausforderungen bei der Entwicklung großer Energieprojekte und kann, wann immer nötig, weitere Expertise aus dem LBBW-Konzern hinzuziehen. Das Finanzierungspaket für den Solarpark in den Niederlanden bestand neben der strukturierten Finanzierung aus einer Zinssicherung, einer Cashmanagement-Lösung sowie allen notwendigen Konten inklusive Electronic Banking. So ein Paket packt der Firmenkundenbetreuer nicht allein. „Eine große Projektfinanzierung nach internationalen Standards erarbeiten wir immer im Team“, erläutert Schück den Prozess. Eng eingebunden sind bei derartigen Projekten auch die Abteilungen Recht und Riskmanagement der LBBW.

Flexibilität – Finanzierungsstruktur individuell anpassen

Ein wichtiger Player in diesem Team war Jürgen Klingel, Director im Bereich Project Finance der LBBW. „Unsere Aufgabe war, auf der Grundlage des niederländischen Einspeise-Regimes eine Finanzierungsstruktur zu entwickeln, die zu den spezifischen Projektgegebenheiten ebenso gut passt wie zum Risikomanagement der Bank.“ Denn die Vergütungsregeln für Solarstrom – ein wichtiger Faktor bei der Konstruktion einer sogenannten Non-Recourse-Finanzierung, die allein auf den Cashflow des Projektes ausgerichtet ist – unterscheiden sich von Land zu Land enorm. Können Solarpark-Betreiber – und somit auch deren Banken – zum Beispiel in Deutschland mit festen Vergütungen für einen Zeitraum von 20 Jahren kalkulieren, sieht es in unseren Nachbarländern anders aus: Zum Beispiel sind in den Niederlanden die Förderkomponenten nur für 15 Jahre festgelegt.

Dass die Bank trotz dieser Unterschiede für jedes Projekt eine passende Struktur über die von WIRSOL gewünschten langen Finanzierungszeiten entwickelt hat, wird vom Geschäftsführer des Energieunternehmens explizit positiv hervorgehoben. „Die LBBW hat immer auch aus unserer Perspektive hingeschaut und unsere unternehmerische Einschätzung hinsichtlich der künftigen Strompreisentwicklung geteilt“, erinnert sich Dr. Peter Vest. So habe man eine maximale Fremdfinanzierung hinbekommen und – wie gewünscht – Eigenkapital geschont. Denn dieses Geld sei bei WIRSOL „für Entwicklungen vorgesehen“.

Zukunft – Neben Solar – jetzt auch Windenergie

Die Pipeline für entsprechende neue Projekte ist bei den Energieexperten gut gefüllt. Und dabei geht es längst nicht mehr allein um Sonne. Im Juli 2017 haben im Nordschwarzwald die Bauarbeiten für den von WIRSOL projektierten „Windpark Straubenhardt“ begonnen. Fast zeitgleich hat das Unternehmen in Kanada einen bereits bestehenden Windpark gekauft. Auch dort ist die Projektfinanzierungen wieder „made by LBBW“.

Kompakt – Die wichtigsten Fakten zu WIRSOL

Seit der Firmengründung im Dezember 2013 entwickelt WIRSOL erneuerbare Energieprojekte. An seinen Standorten im baden-württembergischen Waghäusel sowie in Arundel (UK) arbeiten aktuell 90 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter daran, Photovoltaik- und Windsysteme jeder Größe in Deutschland, Großbritannien sowie an ausgewählten weiteren internationalen Standorten zu realisieren. Das Spektrum reicht von Solarparks und Windkraftanlagen über Aufdachsysteme für Industrie, Gewerbe und Wohnwirtschaft bis zu Angeboten für Privatkunden. Hauptgesellschafter des Unternehmens ist der ehemalige SAP-Gründer Dietmar Hopp, der sich als Investor insbesondere in den Bereichen Biotech sowie regenerative Energien engagiert. Mehr Infos unter www.wirsol.com

Solarenergie-Projekte von WIRSOL

  • Wirsol Solaranlage Sunport Delfzijl

    Der größte Solarpark der Niederlande

    Der „SunPort Delfzijl“ erstreckt sich über 30 Hektar und besitzt eine Gesamtleistung von etwa 30 Megawatt Peak. Die CO²-Ersparnis beläuft sich auf ca. 910 Tonnen pro Jahr. Foto: Enecon

  • Photvoltaik von Wirsol im Solarpark Lerchenborg/Dänemark

    Der Solarpark Lerchenborg in Dänemark

    Dieser im Jahr 2015 eröffnete und mit einem Ertrag von etwa 63.000 MW/h pro Jahr größte Solarpark Skandinaviens liegt nahe Lerchenborg an der dänischen Ostseeküste. Die CO²-Ersparnis beläuft sich auf ca. 49.000 Tonnen pro Jahr. Foto: WIRSOL

  • Produktionsanlage Pfenning - Dach Wirsol

    Aufdach-Anlagen erzeugen sauberen Strom

    Einen Ertrag von rund 81 MW/h erwirtschaftet diese gut 110.000 Quadratmeter große Anlage auf den Dächern des Logistik-Zentrums der Firma Pfenning. Die CO²-Ersparnis beträgt hier rund 6.200 Tonnen pro Jahr. Foto: WIRSOL

  • Photovoltaik Dach Wirsol bei der Rhein-Neckar-Arena

    Die WIRSOL Rhein-Neckar-Arena

    Die Spielstätte des Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim wird natürlich mit Solarstrom versorgt. Der Ertrag der Photovoltaikanlage beläuft sich auf etwa 1.000 MW/h pro Jahr. Die CO²-Ersparnis liegt hier bei ca. 1.350 Tonnen pro Jahr. Foto: WIRSOL