Nachhaltiges Asset Management bei der LBBW

Finanzwissen

LBBW Asset Management

Nachhaltig zum Erfolg: Etwa ein Viertel der weltweit verwalteten Vermögenswerte ist nachhaltig. Wir zeigen, warum das ein Trend mit Zukunft ist.

Mehr als 21.000.000 Ergebnisse bietet Google bei der Suchworteingabe für „Nachhaltigkeit“ – ein Schlagwort, das aus der öffentlichen Diskussion heute nicht mehr wegzudenken ist. Doch wofür steht der Begriff eigentlich genau? Allgemein anerkannt ist die Definition, wonach eine Entwicklung als nachhaltig gilt, „wenn sie den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden“. So steht es im Bericht der Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen, der 1987 unter dem Titel „Unsere Gemeinsame Zukunft“ veröffentlicht wurde. Seitdem hat das Thema nicht nur in der Politik zunehmend größeren Stellenwert erlangt und sich als Begriff im Sprachalltag etabliert. Auch bei der Kapitalanlage spielt Nachhaltigkeit längst eine immer wichtigere Rolle.

Nachhaltig verwaltete Assets liegen im Trend

Das lässt sich unter anderem daran festmachen, dass mittlerweile mehr als ein Viertel der weltweit verwalteten Vermögenswerte nachhaltig gemanagt wird. Laut einer aktuellen Studie der Global Sustainable Investment Alliance (GSIA) belief sich das Volumen nachhaltig verwalteter Assets im Jahr 2016 auf rund 23 Billionen US-Dollar, was einem Anstieg von 25 Prozent gegenüber 2014 entspricht. Ein Trend, der sich in den kommenden Jahren fortsetzen dürfte. Denn wie eine Umfrage der Rating-Agentur Telos unter Versorgungswerken, Pensionskassen, Stiftungen und Verbänden belegt, verfolgen immer mehr institutionelle Anleger eine nachhaltige Anlagepolitik. Auch bei der LBBW Asset Management ist man sich sicher, dass diese Entwicklung selbst nachhaltig ist und sich zudem weiter verstärken wird: „Wir gehen davon aus, dass es in zehn Jahren in Deutschland kaum noch eine öffentlich-rechtliche Institution geben wird, die ihr Geld nicht nachhaltig anlegt“, sagt Christoph Groß, Fondsmanager bei der LBBW-Tochtergesellschaft.

Carbon Bubble spielt eine wichtige Rolle für Investoren

Als einen der Gründe für diesen Trend sieht Christoph Groß das politische Umfeld. Denn mit dem 2015 in Paris ratifizierten UN-Klimaschutzabkommen haben sich fast 200 Staaten dazu verpflichtet, die Erderwärmung auf unter zwei Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Auch wenn US-Präsident Donald Trump jüngst zurückgerudert ist und den Ausstieg der USA aus dem Abkommen verkündet hat: Fakt ist, dass die Dekarbonisierung – also die Abkehr von kohlenstoffhaltigen Energieträgern – schon jetzt vollzogen wird.

Gleichzeitig spielt die von vielen Experten erwartete „Carbon Bubble“ (engl.: Kohlenstoffblase) für institutionelle Anleger eine immer zentralere Rolle bei ihren Anlageentscheidungen. Gemeint ist damit, dass Industrien und Geschäftsmodelle, die auf fossilen Brennstoffen basieren, in Zukunft massiv an Bedeutung verlieren könnten – und damit der Wert entsprechend ausgerichteter Unternehmen. „Das dürfte insbesondere US-Energieunternehmen treffen“, sagt Groß. „Daher ist es wenig verwunderlich, wie vehement die Branche in den Vereinigten Staaten gegen Trumps Ausstieg aus dem Klimaschutzabkommen protestiert – sie sieht weniger die möglichen kurzfristigen Vorteile für ihre Geschäftstätigkeit als den langfristigen Schaden durch die wahrscheinliche Abkehr der Investoren.“ Eine Gefahr, die durchaus real ist, wie Steffen Merker, Fondsmanager beim LBBW Asset Management bereits beobachtet: „ Große internationale Investoren setzen schon heute auf sogenannte Divestments“, also den Verkauf von Positionen, die einen hohen Treibhausgasausstoß verursachen.“ Ein Beispiel für einen bedeutenden Großinvestor, der auf solche Divestments setzt, ist der Norwegische Pensionsfonds. Der mit einem verwalteten Vermögen von umgerechnet 840 Milliarden Euro größte Staatsfonds der Welt verkaufte in den vergangenen Jahren dafür beispielsweise bedeutende Beteiligungen an Kohleunternehmen.

„Immer mehr Investoren verkaufen Positionen, die einen hohen Treibhausgasausstoß verursachen.“ - Steffen Merker, Fondsmanager bei der LBBW Asset Management

Nachhaltigkeit und Rendite schließen sich keineswegs aus

Dass es bei nachhaltigen Investments um mehr geht als um sozial, ökonomisch und ökologisch verantwortungsvolles Handeln, liegt auf der Hand. Schließlich sind Investoren gleichzeitig bestrebt, eine möglichst einträgliche Rendite zu erzielen. Wie die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, schließen sich beide Ziele keinesfalls aus. Im Gegenteil: Eine Metaanalyse des Research Center for Financial Services der Steinbeis-Hochschule Berlin beispielsweise, die auf insgesamt 195 Einzelstudien zum Thema basiert, sieht nachhaltige Investments gegenüber klassischen Anlagen tendenziell sogar im Vorteil. „Streng nachhaltige Portfolios sind bestimmten Eventrisiken, wie etwa Corporate Governance oder einer Carbon Bubble, deutlich weniger ausgesetzt, was sie resistenter gegenüber negativen Schocks macht“, ist auch Steffen Merker überzeugt. Entsprechend hoch ist der Stellenwert, den das Investmentthema Nachhaltigkeit bei der LBBW Asset Management bereits seit rund 15 Jahren innehat.

Seit 2002 mit dem Thema Nachhaltigkeit am Markt

Schon im Jahr 2002 legten die Investmentexperten der LBBW Asset Management einen ersten Spezialfonds mit Fokus auf nachhaltigen Anlagekriterien auf. Sie gehören damit zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Es folgten weitere Investmentlösungen für institutionelle Kunden und schließlich 2008 die Integration der Gesellschaft in die Nachhaltigkeitsstrategie der LBBW: Statt nur bei der Anlagepolitik spielt nachhaltiges Handeln seither auch hinsichtlich der eigenen Unternehmensführung eine entscheidende Rolle. Nicht zuletzt sieht die Bank hier auch enormes Wachstumspotenzial – das gilt sowohl für die Kunden- und Eigenanlagen als auch für die Finanzierung nachhaltiger Innovations- und Transformationsprozesse im Segment der Unternehmenskunden. Für weitere Informationen lesen Sie unser Interview mit LBBW-Kapitalmarktvorstand Dr. Christian Ricken.

Dafür wurde die LBBW Asset Management in das Nachhaltigkeitsmanagement des Mutterhauses integriert und verfolgt seither dieselben Nachhaltigkeitsgrundsätze. So erfolgt beispielsweise die Stromversorgung in den Gebäuden heute ausschließlich mit Ökostrom. Wie erfolgreich diese Strategie ist, zeigt der jüngste Nachhaltigkeitsbericht der Ratingagentur MSCI ESG Research: Mit der Top-Note AA belegt die LBBW unter den deutschen Banken Rang zwei, im internationalen Vergleich liegt sie auf Rang 35 von 540 analysierten Kreditinstituten. Grundlage für diese Bewertung ist das Engagement der Unternehmen im Bereich Environment Social Governance (ESG) – frei übersetzt: nachhaltige Unternehmensführung –, einem immer wichtigeren Kriterium für Investoren bei der Auswahl ihrer Assets. Besonders gut schnitt die Bank mit ihrer Personalpolitik sowie dem Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken im Kerngeschäft ab.

Nachhaltige Produktkonzepte auch für Privatanleger

Aufseiten der LBBW Asset Management macht sich der Erfolg des Themas Nachhaltigkeit auch in ganz konkreten Zahlen fest: Derzeit werden mehr als 1 Milliarde Euro Kundengelder gemäß nachhaltiger Kriterien verwaltet. Jedoch stehen einige größere Kunden kurz vor der finalen Entscheidung, die Kapitalanlagen auf Nachhaltigkeit umzustellen.

Einer der Gründe für diesen Erfolg liegt mehr als 10 Jahre zurück, als die LBBW Asset Management neben individuellen Anlagelösungen für Stiftungen, Family Offices und institutionelle Investoren schon früh auch Produktkonzepte für Privatanleger entwickelt und an den Markt gebracht hat. Somit konnte eine langjährige Historie, Performance und Reputation am Markt aufgebaut werden. Im Rahmen der bestehenden drei Publikumsfonds können private Investoren bereits seit mehr als zehn Jahren in den Bereich Nachhaltigkeit investieren. „Der LBBW Global Warming hat im Januar 2007 den Anfang gemacht“, erläutert der verantwortliche Fondsmanager Christoph Keidel. „Dabei investieren wir seit jeher ausschließlich in Unternehmen, deren Produkte einer weiteren globalen Erwärmung entgegenwirken sollen.“ Es folgten im Jahr 2008 der LBBW Nachhaltigkeit Aktien und schließlich 2010 der LBBW Nachhaltigkeit Renten – zwei Fonds, die, anders als der LBBW Global Warming, nicht themenorientiert sind, sondern breit in Unternehmen oder Staaten investieren, die ein überdurchschnittliches ökologisches und soziales Rating aufweisen.

Ganz gleich, welcher Ausrichtung die hier genannten sowie künftige neue Fonds auch folgen – der Megatrend Nachhaltigkeit wird an Bedeutung gewinnen. Und institutionelle wie private Anleger werden in der LBBW Asset Management einen verlässlichen Anlagepartner haben.