Durchblick schaffen. LBBW #Brexit-Barometer.

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delfin Der Delfin. Mit seinem Echolot kann er sich auch bei Dunkelheit oder schlechten Sichtverhältnissen sicher orientieren.

Die aktuellen Brexit Erwartungen.

barometer

 

Tweet: @LBBW · 18. Oktober 2017

Teatime - "isch over"! Im #Brexit-Prozess ging nicht's wirklich voran. Doch nun bringt #May Bewegung ins Spiel.

Der Kommentar zum Tweet vom 18. Oktober 2017

Die Verhandlungen über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union scheinen festgefahren zu sein. Auch die 5. Verhandlungsrunde ging letzte Woche ohne erkennbare Fortschritte zu Ende. In London steigt aber nun offenbar die Nervosität. Das "Abwarten und Teetrinken" scheint vorbei. Oder, um es mit Ex-Finanzminister Schäuble zu formulieren: Teatime - 'isch over'! Die britische Premierministerin Theresa May führte am Sonntag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Telefongespräch. Am Montagabend traf sich die Premierministerin mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Junker zum Abendessen. Beide Politiker kamen – oh, Wunder! – überein, dass die Anstrengungen bei den Brexit-Verhandlungen in den nächsten Monaten verstärkt werden sollen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Staats- und Regierungschefs der EU auf ihrem anstehenden Gipfeltreffen den Verhandlungen über die Ausstiegsmodalitäten „ausreichende Fortschritte“ attestieren werden. Eine solche Bewertung hätte den Weg frei gemacht für Gespräche über das künftige Verhältnis zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Die Briten hatten ursprünglich verlangt, dass über die Austrittsmodalitäten und das zukünftige Verhältnis parallel verhandelt wird, gaben aber schließlich der EU-Forderung, erst über die Modalitäten des Austritts und danach über das zukünftige Verhältnis zu verhandeln, widerwillig nach.


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Tweet: @LBBW · 18. Oktober 2017

Teatime - "isch over"! Im #Brexit-Prozess ging nicht's wirklich voran. Doch nun bringt #May Bewegung ins Spiel.

Der Kommentar zum Tweet vom 18. Oktober 2017

Die Verhandlungen über den Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union scheinen festgefahren zu sein. Auch die 5. Verhandlungsrunde ging letzte Woche ohne erkennbare Fortschritte zu Ende. In London steigt aber nun offenbar die Nervosität. Das "Abwarten und Teetrinken" scheint vorbei. Oder, um es mit Ex-Finanzminister Schäuble zu formulieren: Teatime - 'isch over'! Die britische Premierministerin Theresa May führte am Sonntag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Telefongespräch. Am Montagabend traf sich die Premierministerin mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Junker zum Abendessen. Beide Politiker kamen – oh, Wunder! – überein, dass die Anstrengungen bei den Brexit-Verhandlungen in den nächsten Monaten verstärkt werden sollen. Es ist unwahrscheinlich, dass die Staats- und Regierungschefs der EU auf ihrem anstehenden Gipfeltreffen den Verhandlungen über die Ausstiegsmodalitäten „ausreichende Fortschritte“ attestieren werden. Eine solche Bewertung hätte den Weg frei gemacht für Gespräche über das künftige Verhältnis zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Die Briten hatten ursprünglich verlangt, dass über die Austrittsmodalitäten und das zukünftige Verhältnis parallel verhandelt wird, gaben aber schließlich der EU-Forderung, erst über die Modalitäten des Austritts und danach über das zukünftige Verhältnis zu verhandeln, widerwillig nach.


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Teatime - 'isch over'

 


Diese Positionen führten nun in eine Pattsituation. Vereinfacht ausgedrückt: Die Briten möchten keine Zugeständnisse bei der Höhe der Abschlussrechnung, der sogenannten „divorce bill“, machen, ohne abschätzen zu können, ob ein weitreichender Freihandelsvertrag zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich zustande kommen wird. Und die EU wiederum hält eisern an ihrer Position fest, dass erst bei den erwähnten „ausreichende Fortschritten“ das zukünftige Verhältnis Bestandteil der Verhandlungen wird. Angesichts dieser vertrackten Gemengelage bekundete Premierministerin Theresa May vor dem britischen Unterhaus, dass die Regierung Vorbereitungen für einen EU-Austritt ohne Vertrag treffe. Diese Notfallplanungen seien dem Vernehmen nach weit vorangeschritten. In unserem Hauptszenario unterstellen wir zwar, dass die EU und Großbritannien bis März 2019 ein Freihandelsabkommen abschließen werden oder sich zumindest auf eine Übergangslösung verständigt haben werden. Nach unserer Einschätzung wird die Unsicherheit über den Ausgang der Austrittsverhandlungen jedoch über das gesamte Jahr 2018 hinweg wie Mehltau über der britischen Wirtschaft liegen und die Unternehmer zu einem Investitionsattentismus bewegen. Die Verbraucher sollten im Jahr 2018 zwar davon profitieren, dass sich die Inflationsrate wieder zurückbilden wird. Dieser Wachstumsimpuls dürfte aber die Belastung aus der erwarteten Investitionszurückhaltung nicht kompensieren. Daher erwarten wir, dass sich das britische Wirtschaftswachstum von 1,8 % im Jahr 2016 auf 1,5 % im Jahr 2017 und auf 0,7 % im Jahr 2018 verlangsamen wird.


Indikatoren des LBBW #Brexit-Barometer.

In unser LBBW-Barometer für die Brexit-Sorgen der Marktteilnehmer gehen vier Indikatoren gleichgewichtet ein:

  • der Außenwert des Pfund Sterling
  • die relative Stärke britischer Bankaktien
  • die Kreditausfallprämie für britische Staatsanleihen
  • die Entwicklung von an der Londoner Börse notierten Immobilienfonds

 

brexit-chart
Stand: 18.10.2017, Quelle: Bloomberg, LBBW Research

 

Ein negativer Wert stellt im historischen Vergleich eine Abweichung vom Mittelwert nach unten dar. Das Umgekehrte gilt für positive Werte.

Mit einfachen Worten: Sinkt unser Barometer, nehmen die Brexit-Sorgen der Marktteilnehmer zu.

 

LBBW #Brexit-Barometer auf einen Blick.

Der LBBW-Barometer zeigt auf einen Blick: Wie ist die Stimmung der Marktteilnehmer im Brexit-Prozess?

Tiefststand

Pessimismus

Eintrübung

Gelassenheit

Höchststand

Tiefststand

Barometer-Tiefststand

Der LBBW-Barometer für die Brexit-Erwartungen hat einen Tiefststand erreicht.
Die Marktteilnehmer haben mit Blick auf den Brexit große Sorgen.

Pessimismus

Barometer-Pessimismus

Der LBBW-Barometer für die Brexit-Erwartungen liegt unter dem Mittel.
Die Marktteilnehmer haben mit Blick auf den Brexit überwiegend Sorgen.

Eintrübung

Barometer-Eintrübung

Der LBBW-Barometer für die Brexit-Erwartungen liegt nahe dem Mittel.
Die Marktteilnehmer haben mit Blick auf den Brexit gespannte Stimmung.

Gelassenheit

Barometer-Gelassenheit

Der LBBW-Barometer für die Brexit-Erwartungen liegt über dem Mittel.
Die Marktteilnehmer haben mit Blick auf den Brexit nur wenig Sorgen.

Höchststand

Barometer-Höchststand

Der LBBW-Barometer für die Brexit-Erwartungen hat einen Höchststand erreicht.
Die Marktteilnehmer haben mit Blick auf den Brexit keine Sorgen.

Research zu den Brexit-Verhandlungen.

Das LBBW Research begleitet Sie nicht nur mit dem LBBW #Brexit-Barometer durch die Verhandlungen. In unseren Publikationen analysieren wir die Auswirkungen des Brexit-Votums auf die Wirtschaft sowie die Finanzmärkte und kommentieren die Folgen von Entscheidungen in der Wirtschafts-, Notenbank- und Regierungspolitik.

Wir bieten Ihnen das marktrelevante Research in Zeiten von wirtschaflicher Veränderung und hoher politischer Unsicherheit. Eine Auswahl unserer bisherigen Analysen zum Brexit haben wir für Sie zusammengestellt.

Brexit Timeline.

Die wichtigsten Ereignisse vor und nach dem Brexit-Votum.

2019 - 2017
Brexit Timeline
2017
Brexit Timeline
2016-2013
Brexit Timeline

Ausblick 2017 bis 2019
29. März 2019
Ende der EU-Mitgliedschaft.
Bis März 2019
Europäischer Rat beschließt mit qualifizierter Mehrheit über die Verhandlungsergebnisse.
Abstimmung über die Verhandlungsergebnisse im EU-Parlament und im britischen Parlament.
Bis Oktober 2018
Detailverhandlungen zum Brexit.
Bis Ende 2017
Verhandlungen zwischen EU und Großbritannien über die „divorce bill“ sowie die Rechte von Briten und EU-Bürgern, die Rolle des EU-Gerichtshofs sowie die Grenze in Irland.
24. September 2017
Bundestagswahl in Deutschland.

2017
19. Juni 2017
Start der Austrittsverhandlungen.
8. Juni 2017
Unterhauswahlen in Großbritannien.
29. März 2019
Der EU-Botschafter Barrow übergibt den Austrittsantrag in Brüssel.
14. März 2017
Das Parlament stimmt für das von der Regierung vorgelegte Brexit-Gesetz.
18. Januar 2017
Premierministerin May kündigt einen "clean brake" an.
3. Januar 2017
Rogers, der britische EU-Botschafter, gibt sein Amt auf und verlässt Brüssel.

2016 - 2013
3. November 2016
Der High Court entscheidet, dass die Regierung die Brexit-Verhandlungen nur mit Zustimmung des Parlaments führen darf.
02. Oktober 2016
Premierministerin May kündigt an, dass bis Ende März 2017 ein Austrittsantrag nach Artikel 50 des EU- Vertrags eingereicht wird.
13. Juli2016
May ist neue britische Premierministerin. Johnson wird Außenminister. Zuständig für den Brexit ist jedoch Davis als "Principal Secretary of State for Exiting the European Union".
11. Juli 2016
Premier Cameron verkündet die Kandidatur von May für seine Nachfolge.
30. Juni 2016
Johnson verzichtet auf die Nachfolge von Premier Cameron.
24. Juni 2016
Premier Cameron erklärt seinen Rücktritt bis spätestens Oktober.
23. Juni 2016
Brexit-Votum: 46,5 Millionen Briten stimmen über "Brexit" oder "Bremain" ab. Am folgenden Tag steht das Ergebnis fest: 51,9 Prozent der Briten wollen die EU verlassen.
20. Februar 2016
Premier Cameron das EU-Referendum für den 23. Juni an, will seinen Landsleuten aber zu einem Verbleib in der EU raten. Einen Tag zuvor kommen die Staats- und Regierungschef aller EU-Staaten den Briten mit einem Reformpaket entgegen.
05. Februar 2016
Premier Cameron gibt seinen Ministern in der Frage eines EU-Austritts freie Hand. Vor dem geplanten EU-Referendum stellen sich fünf Minister auf die Seite des Brexit-Lagers, darunter Justizminister Gove. Der Londoner Ex-Bürgermeister Johnson schlägt sich ebenfalls auf die Seite der Brexit- Befürworter.
11. November 2015
Premier Cameron stellt Forderungen nach EU-Reformen und droht mit dem EU-Austritt.
28. Mai 2015
Im Parlament wird der Gesetzesentwurf zum Referendum eingereicht.
07. Mai 2015
Premier Camerons Partei siegt bei der Parlamentswahl und erneuert sein Versprechen eines EU- Referendums.
01. März 2016
Premier Cameron stellt an Brüssel Forderungen zum Verbleib in der EU.
23. Januar 2013
Premier Cameron stellt im Falle des Wahlsiegs ein Referendum zum Verbleib in der EU bis spätestens 2017 in Aussicht.

Ausblick 2019 bis 2017

29. März 2019
Ende der EU-Mitgliedschaft.
Bis März 2019
Europäischer Rat beschließt mit qualifizierter Mehrheit über die Verhandlungsergebnisse.
Abstimmung über die Verhandlungsergebnisse im EU-Parlament und im britischen Parlament.
Bis Oktober 2018
Detailverhandlungen zum Brexit.
Bis Ende 2017
Verhandlungen zwischen EU und Großbritannien über die „divorce bill“ sowie die Rechte von Briten und EU-Bürgern, die Rolle des EU-Gerichtshofs sowie die Grenze in Irland.

2017

2017
24. September 2017
Bundestagswahl in Deutschland. 19. Juni 2017
Start der Austrittsverhandlungen.
8. Juni 2017
Unterhauswahlen in Großbritannien.
29. März 2019
Der EU-Botschafter Barrow übergibt den Austrittsantrag in Brüssel.
14. März 2017
Das Parlament stimmt für das von der Regierung vorgelegte Brexit-Gesetz.
18. Januar 2017
Premierministerin May kündigt einen "clean brake" an.
3. Januar 2017
Rogers, der britische EU-Botschafter, gibt sein Amt auf und verlässt Brüssel.

2016 bis 2013

2016 - 2013
3. November 2016
Der High Court entscheidet, dass die Regierung die Brexit-Verhandlungen nur mit Zustimmung des Parlaments führen darf.
02. Oktober 2016
Premierministerin May kündigt an, dass bis Ende März 2017 ein Austrittsantrag nach Artikel 50 des EU- Vertrags eingereicht wird.
13. Juli2016
May ist neue britische Premierministerin. Johnson wird Außenminister. Zuständig für den Brexit ist jedoch Davis als "Principal Secretary of State for Exiting the European Union".
11. Juli 2016
Premier Cameron verkündet die Kandidatur von May für seine Nachfolge.
30. Juni 2016
Johnson verzichtet auf die Nachfolge von Premier Cameron.
24. Juni 2016
Premier Cameron erklärt seinen Rücktritt bis spätestens Oktober.
23. Juni 2016
Brexit-Votum: 46,5 Millionen Briten stimmen über "Brexit" oder "Bremain" ab. Am folgenden Tag steht das Ergebnis fest: 51,9 Prozent der Briten wollen die EU verlassen.
20. Februar 2016
Premier Cameron das EU-Referendum für den 23. Juni an, will seinen Landsleuten aber zu einem Verbleib in der EU raten. Einen Tag zuvor kommen die Staats- und Regierungschef aller EU-Staaten den Briten mit einem Reformpaket entgegen.
05. Februar 2016
Premier Cameron gibt seinen Ministern in der Frage eines EU-Austritts freie Hand. Vor dem geplanten EU- Referendum stellen sich fünf Minister auf die Seite des Brexit-Lagers, darunter Justizminister Gove. Der Londoner Ex-Bürgermeister Johnson schlägt sich ebenfalls auf die Seite der Brexit- Befürworter.
11. November 2015
Premier Cameron stellt Forderungen nach EU-Reformen und droht mit dem EU-Austritt.
28. Mai 2015
Im Parlament wird der Gesetzesentwurf zum Referendum eingereicht.
07. Mai 2015
Premier Camerons Partei siegt bei der Parlamentswahl und erneuert sein Versprechen eines EU- Referendums.
01. März 2016
Premier Cameron stellt an Brüssel Forderungen zum Verbleib in der EU.
23. Januar 2013
Premier Cameron stellt im Falle des Wahlsiegs ein Referendum zum Verbleib in der EU bis spätestens 2017 in Aussicht.


LBBW-Experte und verantwortlicher Analyst.

kontaktDirk Chlench als verantwortlicher Analyst wird Sie auch weiterhin auf dem Laufenden halten. Dirk Chlench
Analyst Strategy & Macro - LBBW Research
Tel.: +49 711 127-7 61 36
dirk.chlench@LBBW.de

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