LBBW
Toronto

Glanzvolles Comeback im Zeichen neuer Partnerschaften

Die vielbeachtete Ausstellung „Comeback – Sammlung LBBW“ auf der Art Cologne markierte 2018 den Relaunch der LBBW Sammlung und den Beginn neuer Partnerschaften.

Comeback – Sammlung LBBW

Im Rahmen der Ausstellung fuhr ein weißer, schnittig stilisierter Mercedes C 111 in die Hallen der Kölner Messe ART COLOGNE ein. Der „Som Tom Poo“ betitelte Wagen lief dann auf Hochtouren – auf symbolischer Ebene allerdings, denn er avancierte während der Messewoche zu einem der meist fotografierten Objekte. Die in Thailand gefertigte Replik eines Mercedes C 111 ist ein Werk des in Frankfurt lebenden Künstlers Tobias Rehberger. Der Esslinger, inzwischen Professor an der renommierten Städel Schule, hat bereits das eine oder andere Highlight zur Sammlung beigetragen. Mit einem bewussten Schmunzeln an der Schnittstelle von Funktion und Dekor, von Design und Kunst operierend, gehört er seit Mitte der 90er Jahren zu den wegweisenden Künstlern in Deutschland mit großer internationaler Bedeutung. Er war auf der Biennale in Venedig und an vielen anderen Orten zu sehen.

Ein Blütenmeer als Gesamtkunstwerk

Rosen, Orchideen, Kumquats mit Lilien, ein bunter Strauß Gerbera oder blühende Kirschzweige wurden aus Anlass einer Ausstellungseröffnung Rehbergers im Jahr 1995 von seinen Künstlerkollegen an ihn verschickt und von ihm in parallel geschaffenen Blumenvasen arrangiert. Das Blind-Date, das seinen Künstler-Kollegen jeweils als Porträt gewidmet ist, steht stellvertretend für seinen Humor. Die 9 Werke sind bereits seit 2001 im Besitz der LBBW Sammlung, und durften neben dem Mercedes und manch anderem zum „Comeback“ der Sammlung LBBW beitragen.

Mit seiner internationalen Reputation steht Rehberger nicht allein in der Sammlung da. Im Gegenteil - er befindet sich in bester Gesellschaft mit anderen Größen der jüngeren deutschen Kunstgeschichte wie Wolfgang Tillmanns oder Isa Genzken, Martin Kippenberger oder Rosemarie Trockel, Albert Oehlen oder Cindy Sherman, Michel Majerus oder Thomas Demand. Frage an Lutz Casper, Leiter der Sammlung und verantwortlich für die gelungene Präsentation: „Wusste oder ahnte die Bank schon im Moment des Erwerbs, dass die Käufe so auf den Punkt waren – ihr heutiger Wert kann mit einem Vielfachen des ursprünglichen Ankaufspreises eingeschätzt werden?“ Lutz Casper dazu: „Über Jahrzehnte hinweg ist es uns gelungen, die Sammlung der LBBW auf hohem Niveau zu halten und weiter auszubauen. Durchgehend als Anspruch der LBBW Sammlung geblieben ist dabei stets eines: Die hohe Qualität des einzelnen Kunstwerks und eine konsequente Ausrichtung des Kunsterwerbs. Auch wenn wir – dem innovativen Wesen der Kunst folgend – neue Wege eingeschlagen haben, so haben sich diese in der Vergangenheit als die richtigen herausgestellt.“ Auf der Grundlage eines kuratorisch und strategisch abgestimmten Konzepts nimmt die LBBW ihre Sammlungstätigkeit seit 2018 konsequent wieder auf und führt die bisherige erfolgreiche Ausstellungstätigkeit begleitet von zeitgemäßen Kunstprojekten unter neuen Bedingungen fort. Der gelungene Start hat uns darin bestätigt, die Sammlung in Zukunft wieder verstärkt in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Comeback hat den Anfang markiert.“

Partnerschaft auf Augenhöhe

Rund 50.000 Besucher und tausende VIP Gäste zählt derzeit die älteste Kunstmesse der Welt, bis heute die wichtigste in Deutschland und eine der wichtigsten weltweit. Zwei ebenbürtige Partner kamen demnach hier zusammen: Die Sammlung LBBW mit ihren Schwerpunkten in der deutschen und internationalen Kunst der 1980er und 1990er Jahren versammelt zahlreiche bekannte künstlerische Positionen und hochkarätige Highlights. Sie gehört damit seit vielen Jahren zu den qualitätsvollsten Sammlungen im Wirtschafts- und Finanzsektor in Deutschland.

Unter dem Dach der Kölnmesse wurden dann die Partnerschaften mit der Art Cologne und der Art Berlin vereinbart. Neben wechselnden Ausstellungspräsentationen wird die LBBW auch mit ihren Art Talks zu Gast auf den beiden Kunstmessen jeweils im Frühjahr und Herbst des Jahres sein.

So geht es in Zukunft öfters auf Reisen: Für die Sammlung, um sich an verschiedenen Orten zu präsentieren, aber auch für die Akteure, denn nun wird wieder eingekauft – und zwar auf höchstem Niveau. Die Maxime dabei: Keine Spekulationen, keine Risiken. Dafür garantiert ein entsprechend hochkarätiges Kuratorium, dem namhafte deutsche Museumsdirektoren und Kunstexperten angehören.

  • Ausstellung

    Teil der Ausstellung mit 15 Künstlern und über 40 Werken

Ein derartiges Engagement ist für Kunst und Kultur in heutigen Zeiten sehr wichtig. Die öffentlichen Einrichtungen und der Kunstbetrieb brauchen dringend Unterstützung von starken Playern in der Wirtschaft: „Wir als Bank bekennen uns zu Kunst als einer wertvollen Facette unserer Unternehmenskultur. Kunst ist ein wichtiges materielles und geistiges Erbe unserer Gesellschaft, das auch wir bewahren und fördern wollen. Denn Banken sind Teil der Gesellschaft und als solcher in der Pflicht, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen, eine Verpflichtung, die wir gerne annehmen“, betont LBBW Vorstand und Kuratoriumsvorsitzender Thorsten Schönenberger. „Und wir wollen sie einer möglichst breiten Öffentlichkeit zugänglich machen. Dazu gehören unsere Präsentationen auf der Art Cologne und der Art Berlin, aber auch unsere kontinuierlichen Kooperationen und der Leihverkehr mit den Museen, nicht zu vergessen unsere Kunstführungen für Kunden, Mitarbeiter wie auch für die interessierte Öffentlichkeit. Kunst erfordert aber auch, immer am Puls der Zeit zu bleiben und sich in Neuland zu wagen. In diesem Sinne werden wir unsere Sammlung kontinuierlich weiterentwickeln. Auf einen intensiven und spannenden Dialog mit der Kunst und den vielen Menschen, die mit ihr zu tun haben, freuen wir uns schon sehr.“

Schön, dass auch die Medien das Comeback der Kunstsammlung zu goutieren wussten. Allein das Handelsblatt wertete in ihrem Bericht die eindrucksvolle Präsentation als Indikator für die wiedererstarkte Präsenz der Bank: „Die LBBW erfreut sich guter Erträge und einer deutschlandweit vorbildlichen Kapitalstärke. Dass nicht einfach Blue Chips akkumuliert wurden, sondern Positionen und Werkkonvolute aus einem zeitgeschichtlich bewussten, vertiefenden Sammelinteresse heraus immer wieder ergänzt und erweitert wurden, zeigt ein Blick in die Sammlungskataloge. So wundert es nicht, dass sich Museen weltweit um Leihgaben aus der Sammlung der LBBW bemühen.“

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