Unternehmen investieren verstärkt in Digitalisierung

„Corona? Ein Digitali­sierungsschub für die Wirtschaft!“

Die Corona-Krise zeigt Unternehmen, ob sie zu zögerlich digitalisiert haben. Nun setzen viele auf Cloud-Lösungen – und bleiben bei der Sicherheit kompromisslos.

Viele Unternehmen verloren im März fast über Nacht ihre Lieferketten und Märkte, ihre Mitarbeiter mussten sie nach Hause schicken … Lockdown. Zwangspause dank Corona-Virus. Daraus haben viele Betriebe ihre Schlüsse gezogen: Sie verstärken ihre IT-Investitionen, um Fertigung, Vertrieb und Verwaltung noch flexibler zu organisieren. „Die Corona-Krise hat bei allem menschlichen Leid auch ein Gutes: Sie sorgt für einen Digitalisierungsschub in der Wirtschaft“, sagt LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert. Während IT-Investitionen früher vorrangig in die Erneuerung von Hard- und Software gingen, liegen die Investitionsschwerpunkte jetzt hauptsächlich bei der Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen.

Jeder zweite Mittelständler will forciert digitalisieren. Fast die Hälfte der für den aktuellen Mittelstandsradar von LBBW Research befragten Unternehmen will jährlich bis zu eine Million Euro in die Digitalisierung und in die Erneuerung der IT-Infrastruktur investieren – 16 Prozent wollen sogar noch mehr Geld dafür ausgeben. Nur eine winzige Minderheit – im Promillebereich – meint, darauf verzichten zu können.

0.83 %

der deutschen Mittelständler wollen in den kommenden drei Jahren nicht in ihre IT investieren

Eine wichtige Voraussetzung für eine Digitalisierung von Produktion, Vertrieb und Verwaltung ist die Nutzung einer Cloud aus mehreren über das Internet verbundenen Rechnern und Rechenzentren. Die IT-Anlagen vieler Unternehmen gerieten zu Beginn der Corona-Zwangspause rasch an ihre Grenzen, als Mitarbeiter im Homeoffice arbeiten sollten und sich mit Kollegen und Kunden nur per Telefon oder Videokonferenzen austauschen konnten. Wer bereits über eine diversifizierte IT-Landschaft mit skalierbaren Kapazitäten und Cloud-Anwendungen verfügte, war deutlich im Vorteil.

Quelle: LBBW

Warum die Schwarz-Gruppe auf die Cloud setzt

Die Schwarz-Gruppe fand sich gut vorbereitet auf die Corona-Krise. Trotzdem hat die Pandemie das Unternehmen in seiner Absicht bestärkt, die IT komplett zu transformieren, um für künftige Herausforderungen und neue Geschäftsmodelle bereit zu sein. „Das geht nicht mehr wie früher mit einer IT-Manufaktur, sondern nur noch mit einer leistungsfähigen Cloud-Architektur“, sagt IT-Vorstand Christian Müller. Daher habe das Unternehmen seine eigene Cloud-Plattform entwickelt – und bietet jetzt auch anderen Mittelständlern an, Rechnerkapazitäten zu mieten. Der Bedarf ist vorhanden: Laut Mittelstandsradar nutzen 57 Prozent der Unternehmen bereits Cloud-Computing, weitere 12 Prozent wollen es in absehbarer Zeit tun.

Die wichtigsten Cloud-Formen

Cloud-Form Beschreibung
Private Cloud Eine Private Cloud wird ausschließlich für ein Unternehmen aufgebaut und betrieben, entweder durch ein firmeneigenes Rechenzentrum oder durch einen externen Dienstleister.
Public Cloud Eine Public Cloud bietet die Möglichkeit, sich Cloud-Dienstleistungen bei einem IT-Dienstleister zu mieten.
Hybrid Cloud Die hybride Rechnerwolke ist eine gemäß den individuellen Benutzerwünschen konfigurierte Kombination aus Public Cloud und Private Cloud.
Community Cloud Die gemeinschaftlich genutzte Rechnerwolke wird von lokal oder inhaltlich benachbarten Einrichtungen und Unternehmen gemeinsam betrieben. Dafür werden eigene Kapazitäten aufgebaut oder bei IT-Dienstleistern gemietet.
Virtual
Private Cloud
Als Mischform existiert die virtuell eingerichtete Private Cloud als abgeschotteter Bereich in einer prinzipiell öffentlich zugänglichen Cloud.
Multi Cloud Diese Mischform entspricht der Hybrid Cloud mit mehreren Cloud-Computing-Diensten. Jedoch unterscheiden sich hier die einzelnen Bestandteile der Systemarchitektur sehr stark.

Die Schwarz-Gruppe kann mit einem schlagenden Argument punkten: „Wir hören immer wieder von Mittelständlern aus der Region, dass sie großes Interesse haben, für ihre IT eine Cloud-Lösung zu nutzen. Sie haben aber Berührungsängste gegenüber den großen amerikanischen Anbietern“, erzählt IT-Manager Walter Wolf, der als Bereichsvorstand bei Schwarz für die Entwicklung der eigenen Cloud „Stackit“ verantwortlich ist. Der LBBW Mittelstandsradar bestätigt Wolfs Erfahrungen: Vier Fünftel der Mittelständler bevorzugen aus Angst um die Sicherheit ihrer Daten eine deutsche Cloud. Auf ein EU-Land würden sich viele noch einlassen, doch andere Staaten kommen für die wenigsten in Frage.

Quelle: LBBW

Der aktuelle Mittelstandsradar zeigt, dass es bei IT-Fragen längst nicht mehr allein um Kosteneffizienz geht. Schlagworte wie Industrie 4.0, Internet der Dinge oder „Internet of everything“ zeigen, dass es den Unternehmern und Managern um Stabilität, neue digitale Geschäftsmodelle und verändertes Kundenverhalten geht. Die meisten Befragten sind mit der IT-Strategie ihres Unternehmens recht zufrieden und bewerten sich auf einer Notenskala durchschnittlich mit einer 3. Doch wichtiger als jede Note ist es, schnell und sicher auf Veränderungen reagieren zu können. So wie die Schwarz-Gruppe. Dort hat die Corona-Krise die Digitalisierung beschleunigt. IT-Manager Wolf sagt: „Dank der Cloud können wir Entwicklungen sehr rasch und einfach skalieren.“

Die gesamte Mittelstandsradar-Umfrage können Sie hier herunterladen:

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