LBBW
Der Schweizer Konzern Oerlikon ist Spezialist für Garne und Fasern – zunehmend auch aus Kunststoff

Aufprallschutz für Exporte nach Indien

Wenn Oerlikon seine Maschinen nach Indien verkauft, braucht der Konzern einen Bank­partner, der sich mit regionalen Besonder­heiten auskennt. Und wählt die LBBW.

Indiens Straßen werden sicherer. Zumindest für alle, die im Auto unterwegs sind. Staatliche Vorschriften verlangen seit 2017 einen besseren Insassenschutz, und der ist am besten durch den Einbau zusätzlicher Airbags zu erreichen. Gut für Oerlikon, denn der Schweizer Technologiekonzern liefert mit einem Weltmarktanteil von 60 Prozent sowohl die Maschinen als auch die hochwertigen Kunstfasern für Airbags.

Auch für indische Airbags. „Indien ist für uns ein Markt mit großem Wachstumspotenzial“, sagt Andreas Müller, Leiter Finanzen bei Oerlikon. Erst kürzlich hat die Oerlikon-Tochter Barmag zwei Fertigungsmaschinen nach Naroli im Westen Indiens geliefert. Eine davon erzeugt Garne, die in Autos eingesetzt werden; die Garne der anderen werden hauptsächlich zu Kleidung weiterverarbeitet. Die indischen Abnehmer schätzten nicht nur Qualität und Energieeffizienz der Maschinen, sondern auch die verlässliche Finanzierung, sagt Müller. „Viele Projekte werden nur realisiert, weil wir die Finanzierung dafür mitbringen.“ Und die stammt häufig von der LBBW.

Gefragt ist die „Wholesale“-Bank

Andreas Müller braucht einen Bankpartner, der alle finanziellen Facetten flexibel unterstützt. Über die Exportfinanzierung hinaus müssen Bankgarantien gestellt, Zahlungsvorgänge abgewickelt und Fremdwährungsgeschäfte realisiert werden. Müller spricht von einem „Wholesale“-Ansatz: Er brauche eine Bank, „die alle Bereiche zuverlässig abdecken kann“.

Von der Forfaitierung über den Bestellerkredit bis hin zu allen weiteren mit Auslandsgeschäften verbundenen Finanzdienstleistungen bieten wir unseren Kunden alles aus einer Hand.

Joachim Landgraf, Global Head Export Finance der LBBW
  • Galetten von Oerlikon Barmag

    Chemiefasern entstehen in sogenannten Filamentspinnanlagen

    Die mit Hightechmaschinen von Oerlikon gefertigten Kunststoffgarne werden im Zuge der Produktion verstreckt und mit hoher Geschwindigkeit aufgewickelt.

  • Chemiefasern von Oerlikon auf Spule

    Durchschnittlich 30 Kilogramm Garn werden in einem Auto verbaut

    Die Polyestergarne zeichnen sich durch extreme Festigkeit aus. Genutzt werden sie u. a. im Rahmen der Weiterverarbeitung zu Keilriemen, Sitzgurten oder Feuerwehrschläuchen.

Exportfinanzierung aus einer Hand

Die LBBW kennt sich aus. „Von der Forfaitierung über den Bestellerkredit – wie hier beim Projekt von Oerlikon Barmag – bis hin zu allen weiteren mit Auslandsgeschäften verbundenen Finanzdienstleistungen bieten wir unseren Kunden alles aus einer Hand“, sagt Joachim Landgraf, Global Head Export Finance der LBBW. Die Bank stellt international agierenden Unternehmen überdies ein über Deutschland verteiltes Netz erfahrener Ansprechpartner zur Verfügung und greift auf die Kompetenz der weltweiten Repräsentanzen der LBBW zurück.

Die LBBW finanziert den Mittelstand

Das Oerlikon-Projekt in Indien hatte ein Gesamtvolumen von 85 Millionen Euro, eine typische Größe für Exportfinanzierungen. Dem Finanzchef aus dem Schweizer Konzern ist es wichtig, dass ein Bankpartner auch für kleinere Tickets zur Verfügung steht. LBBW-Experte Landgraf sieht genau hier eine der Stärken seiner Bank: „Viele unserer Wettbewerber fangen erst bei Finanzierungsvolumina von 20 bis 30 Millionen Euro an. Wir fühlen uns dem Mittelstand verpflichtet und finanzieren darum bewusst auch kleinere Beträge, wenn das für unsere Kunden sinnvoll ist.“

Für mehr Sicherheit bei solchen Finanzierungen sorgt auch Vater Staat mit seinen Hermes-Bürgschaften. Diese Versicherung springt ein, wenn der ausländische Käufer plötzlich nicht zahlen kann. Für Andreas Müller ein wichtiger Faktor, um viele Exportgeschäfte überhaupt erst zu ermöglichen. Darum engagiert er sich in mehreren Hermes-Ausschüssen, um dieses Instrument aktiv weiterzuentwickeln, etwa wenn es um die Bewertung ausländischer Zulieferungen im Rahmen von Exporten geht. Ursprünglich waren Hermes-Bürgschaften dafür gedacht, den Verkauf von Gütern abzusichern, die rein deutschen Ursprungs sind. „Aber die Welt dreht sich“, sagt Müller. Der Schweizer Konzern produziert zwar in Remscheid, Neumünster und Chemnitz, doch wichtige Teile der Maschinen werden auch – wie bei der jüngsten Lieferung nach Indien – an asiatischen Standorten gefertigt. Und mit deutschen Hermes-Bürgschaften abgesichert. Auch dafür sorgt die LBBW.