LBBW
Smart lädt an der EnBW Ladestation auf

Erfolge erzielen

Handy ranhalten, fertig!

E-Mobilität braucht ein engmaschiges Netz von Ladesäulen. Das knüpft die EnBW – mit der Expertise der LBBW. Sie klärt die Frage: Wie zahlt der Kunde das Laden?

Ein paar Vorurteile gefällig? Bitte sehr: Bis zum Bäcker und zurück, das schaffen E-Autos problemlos. Aber Tante Christine besuchen oder gar in den Urlaub fahren? Das gibt die Reichweite nicht her. Unterwegs schnell mal aufladen, nun ja: Schön wär’s.

Der Wunsch wird Realität. Das Netz von Ladesäulen wird dichter, und das nirgendwo schneller als in Baden-Württemberg. An den Terminals des Energieversorgers EnBW werden E-Fahrzeuge ebenso schnell wie bequem aufgeladen. Für die Bequemlichkeit sorgt auch das problemlose Bezahlen, und da kommt die LBBW ins Spiel.

Wie können E-Autofahrer einfach zahlen?

Bevor die EnBW 2016 ihre ersten Schnellladesäulen aufbaute, tauschte sie sich mit den Experten der LBBW zu möglichen Bezahllösungen aus. „Man geht nicht laden wie man heute tanken geht“, sagt Felix Teufel, bei der EnBW zuständig für die Elektromobilität-Strategie. „Geladen wird vornehmlich im Alltag, zu Hause, während der Arbeit oder während des Einkaufens.“ Und bezahlt wird, das entschied die EnBW nach Rücksprache mit der LBBW und deren Partner BS Payone, per App, mit Kredit- oder GiroCard.

Auflegen genügt. „Da Kartenschächte zu wartungsanfällig sind“, sagt EnBW-Projektleiter Jochen Kaltenbach, „ist die NFC-Technologie – nötig zum Auslesen der Karte per Display – bereits in die Terminals eingebaut.“ Die Kreditkarte wird einfach auf das Display aufgelegt.

Die Rechnung kommt einmal pro Monat

Autofahrern wird das Laden und Bezahlen so leicht wie möglich gemacht, alternativ über das Handy – per App. Für die EnBW-App mobility+ müssen sie sich nur registrieren, einen Tarif aussuchen (Standard- oder Viellader), und dann kommt einmal pro Monat die Rechnung. Das Monatsprinzip gilt auch beim Bezahlen per Karte.

Bezahlt wird das Laden einmal monatlich, verbucht wird der Betrag allerdings sofort. Technologisch ist das ziemlich herausfordernd.

Torsten Kampen, EnBW-Zahlungsverkehrsberater bei der LBBW

Bezahlt wird einmal monatlich, verbucht wird der Betrag allerdings sofort. „Technologisch ist das ziemlich herausfordernd“, sagt Torsten Kampen, EnBW- Zahlungsverkehrsberater bei der LBBW. Damit die EnBW die Säule freigibt, muss der Zahlungseingang innerhalb weniger Sekunden verbucht sein und der gewünschten Ladesäule zugeordnet werden. „Das muss die IT, die dahinterliegt, erst einmal können.“

Die nächste Stufe: Instant Payment

Auch deshalb sind LBBW und EnBW ständig im Austausch: um auszutesten, was geht. Etwa „Instant Payment“: Das Geld wird in Echtzeit übers Handy an die EnBW überwiesen. Weitere innovative Bezahllösungen, wie Paydirekt oder Bluecode, werden ständig auf Nutzbarkeit, Verbreitung und Umsetzbarkeit überprüft.

Die Zeit drängt, denn auch andere Unternehmen bauen das Ladesäulennetz aus, etwa Eon und das Joint Venture Ionity. Auch die EnBW ist nicht allein unterwegs, sondern agiert auf der Plattform Intercharge gemeinsam mit BMW, Renault, Bosch, innogy und mehr als 40 weiteren Partnern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die EnBW-App mobility+ zeigt die Ladestationen aller Intercharge-Partner an. „Ziel ist, dass unsere App ein flächendeckendes Netz von Terminals in ganz Europa anzeigt. Schon heute finden die User darin über 16.000 Ladepunkte“, sagt Projektleiter Kaltenbach.

Marktführer beim Schnellladen

Derzeit wächst das Netz vor allem in Deutschland. 2016 startete die EnBW mit 68 Schnellladesäulen, seitdem sind mehr als 100 dazugekommen. Schon im Frühjahr 2019 soll Baden-Württemberg über ein flächendeckendes Netz von Ladestationen verfügen, alle zehn Kilometer soll eine öffentliche E-Ladestation stehen und alle 20 Kilometer sogar eine Schnellladestation, bei der das Aufladen höchstens 20 Minuten dauert.

Es ist eine Investition in die Zukunft. Noch liegt der Marktanteil von Elektroautos unter einem Prozent. Bis 2030 könnte dieser Wert auf rund 20 Prozent wachsen, schätzt der europäische Autoherstellerverband Acea. Und weil Laden kein Tanken ist, könnten die Shell, Aral und Esso von morgen EnBW, Eon und Ionity heißen. Damit das Laden künftig so fix geht wie das Tanken, verkürzt es die EnBW ab 2019 mit neuen High-Power-Chargern auf drei Minuten, für weitere 100 Kilometer Fahrt. Damit es auch beim Bezahlen noch bequemer wird, dabei hilft ja die LBBW.

  • EnBW Ladestation

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