LBBW
Konsequentes Forderungsmanagement stärkt die Liquidität von Unternehmen

Liquidität für rauere Zeiten

„Working Capital“-Studie der LBBW: Warum es für Unternehmen gerade in stabilen Zeiten sinnvoll ist, ein konsequentes Working Capital Management zu etablieren.

Gute Zeiten lassen den Umgang mit Working Capital für Unternehmen in den Hintergrund rücken. Das Interesse schwindet, sich intensiv mit Working Capital zu beschäftigen – also ihrem Umlaufvermögen minus den kurzfristigen Verbindlichkeiten. Das belegen aktuelle Zahlen von 400 deutschen Unternehmen zur Geldumschlagsdauer, die LBBW Research aufbereitet hat. Ergebnis: Tendenziell nimmt die Dauer zu.

Für diesen entspannten Umgang mit dem Working Capital gibt es Gründe: die seit zehn Jahren stabile Konjunktur ist der wichtigste, aber auch die anhaltende Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank hat dazu beigetragen. Mangelnde Liquidität war über Jahre hinweg nicht das drängendste Problem deutscher Unternehmen.

Deutlich wird das am Zahlungsverhalten: Die Forderungslaufzeit nahm 2016 und 2017 zu. Durchschnittlich mussten Unternehmen etwa 40 Tage warten, bis ihre Rechnungen bezahlt wurden – und damit länger als gewollt. Auch die Wirtschaftsauskunftei Creditreform berichtete von längeren Wartezeiten: Allein im zweiten Halbjahr 2017 lag die Verzugsdauer bei 10,58 Tagen und war damit einen halben Tag höher als noch im ersten Halbjahr. Ein Anstieg war in beinahe allen Branchen zu verzeichnen. Die verzögerten Zahlungen belasten die Liquidität des Leistungserstellers, wie die aktuelle Studie „Working Capital im Blick behalten“ von LBBW Research herausarbeitet.

40 Tage

beträgt die Forderungslaufzeit im Durchschnitt

Die Unternehmen verpassen durch die verzögerten Zahlungen einiges an Chancen, sagt LBBW Analyst Martin Dresp: „Durch die Optimierung des Working Capital wird der Cashflow erhöht, es werden rasch liquide Mittel freigesetzt und die Lager- und Kapitalkosten dauerhaft gesenkt.“

Vorbereitet auf schlechtere Zeiten

Das könnte schon bald wieder oben auf der To-do-Liste deutscher Unternehmen stehen, denn die Konjunkturaussichten trüben sich ein. Das belegen Indikatoren wie das ifo-Geschäftsklima. Und sobald die Zeiten rauer werden, rücken Liquiditätsmanagement und Working Capital Management in den Fokus. Das zeigte sich bei der Finanzkrise 2009. Damals drohten viele Unternehmen mangels Liquidität auszutrocknen. Jede bezahlte Rechnung linderte den Druck und verschaffte Handlungsfreiräume. Auf solche Szenarien können Unternehmen sich zumindest teilweise vorbereiten, sagt LBBW Analyst Martin Dresp: „Durch die Optimierung des Forderungsbestands kann die Verschuldung moderat gehalten und gleichzeitig die Finanzierungsstruktur verbessert werden.“

Working Capital macht handlungsfähig

Die freigesetzten Mittel können anschließend für Investitionen oder zum Abbau von Schulden verwendet werden.
Es geht hier um fünf- oder sogar sechsstellige Summen. Der Anteil von Forderungen an der Bilanzsumme liegt nach Berechnungen von LBBW Research etwa bei 15 Prozent. „Grundsätzlich gilt“, sagt LBBW Analyst Dresp, „je höher der Forderungsbestand, desto größer ist das Optimierungspotenzial.“ Um dieses Potenzial zu heben, haben Unternehmen mehrere Ansätze. Dazu zählen:

  • ein konsequenteres Debitorenmanagement
  • ein verbessertes Mahnwesen oder
  • die kritischere Bonitätsprüfung der Kunden

Nicht alles müssen die Unternehmen selbst erledigen: Die Bank hilft, Forderungen zu Geld zu machen. Deshalb nutzen Mittelständler häufig Finanzierungsinstrumente wie Factoring oder Verbriefungen in Form von Asset Backed Commercial Papers (ABCPs) von Spezialisten wie der LBBW-Tochter SüdFactoring oder der LBBW selbst.

Working Capital intelligent finanzieren

Ob Factoring, Verbriefungen wie ABCPs oder auch nur ein konsequentes Mahnwesen: Konsequentes Working Capital Management lohnt sich nach Ansicht von LBBW Research für alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Ausgangslage, aus mindestens drei Gründen:

LBBW Wachstum finanzieren

1. Wachstum finanzieren:

Bei wachsenden Unternehmen steigen mit den Umsätzen meist zugleich die Forderungsbestände. Hier zu optimieren, ermöglicht weiteres Wachstum.

LBBW Bonität verbessern

2. Bonität verbessern:

Eine bessere Bilanzstruktur kann das Rating verbessern. Es werden wichtige Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote erhöht und der Verschuldungsgrad wird gesenkt.

LBBW Finanzielle Schieflage vermeiden

3. Finanzielle Schieflage vermeiden:

Working-Capital-Management setzt gebundene Liquidität frei und schafft dadurch Freiräume.

Gründe genug, sein Working Capital im Blick zu behalten! Die LBBW-Studie empfiehlt daher, „Working Capital Management nicht erst im Krisenfall, sondern bereits aus einer stabilen Position heraus dauerhaft im Unternehmen zu etablieren“.

Die gesamte Studie können Sie hier herunterladen.

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns!

Wenn Sie Ihre Liquidität rechtzeitig verbessern möchten, wenden Sie sich für ein erstes Gespräch gerne an unsere Experten. Ihr Ansprechpartner für ABCPs oder generell Verbriefungen ist Sascha Chevalier, Ihr Ansprechpartner für Factoring ist Marius Leeb.

Sascha Chevalier Leiter Securitization Trade Receivables

Sascha Chevalier

Sascha Chevalier ist Head of Trade Receivables Securitization der LBBW und berät große Mittelständler und Konzerne seit rund 20 Jahren bei komplexen Fragestellungen zum Thema Working Capital Management.

Leiter Securitization Trade Receivables
Tel.: +49 711 127-49722
sascha.chevalier@lbbw.de

Marius Leeb Leiter Vertrieb SüdFactoring GmbH

Marius Leeb

Marius Leeb ist Head of Sales und Executive Director des Vertriebs der LBBW-Tochter Südfactoring GmbH. Der Finanzexperte ist zudem seit 2010 als Fachdozent für das Thema Working Capital Management an Hochschulen tätig.

Leiter Vertrieb SüdFactoring GmbH
Tel.: +49 711 127-78953
marius.leeb@suedfactoring.de

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