Große Welle, die auf einen Leuchtturm trifft

Working Capital Management: Liquidität in Krisenzeiten

Working Capital Optimierung ist zurück auf der Agenda – besonders in Krisenzeiten. Die aktuelle LBBW-Studie zeigt, wie Unternehmen jetzt intern Kapital freisetzen.

Schon der Start ins Jahr 2020 war für den Euroraum wirtschaftlich schwierig – und dann kam die Corona-Pandemie. Aktuell haben 40 Prozent der deutschen Unternehmen mit Liquiditätsengpässen zu kämpfen. 18 Prozent sehen sich sogar von einer Insolvenz bedroht, wie die aktuelle Studie „ Working Capital Management in rauen Zeiten “ von LBBW Research zeigt. Die Gründe sind offensichtlich: Das Bruttoinlandsprodukt des Außenhandels-Weltmeisters Deutschland wird beinahe zur Hälfte aus Exporten gespeist. Doch die Nachfrage nach deutschen Vorprodukten, Investitions- und Konsumgütern sinkt – denn das Coronavirus trifft alle Volkswirtschaften hart.

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie packen deutsche Unternehmen genau da, wo es wehtut: bei Auftragseingängen, in den Logistik- und Wertschöpfungsketten der Produktion, bei Exporten und damit natürlich bei den Umsätzen. Hinzu kommen Konsumenten, die von Einkommenseinbußen verunsichert sind. Kauflust? Fehlanzeige.

Die Geld- und Fiskalpolitik reagiert schnell und bietet umfangreiche Soforthilfen. Dennoch fahren selbst kerngesunde Unternehmen derzeit mit hohem Risiko im Hinblick auf die eigene Umsatz-, Kosten- und Finanzentwicklung. Die aktuelle Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter bundesweit 15.000 Betrieben aus allen Branchen und Regionen beweist eindrücklich, wie Unternehmen die Entwicklung ihrer Umsätze 2020 einschätzen:

47 %

beträgt der Anteil der Exporte am deutschen BIP

DIHK Befragung zur Umsatzentwicklung 2020 unter 15.000 Unternehmen

Raus aus dem Stillstand mit Liquiditätsmanagement

Die gute Nachricht: Besonders in Krisenzeiten lindert ein konsequentes Liquiditäts- und Working Capital Management den finanziellen Druck und verschafft Unternehmen neue Handlungsfreiräume.

Wie das geht? Durch Reduzierung des Working Capitals – also des Umlaufvermögens minus der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Das erhöht den Cashflow, setzt liquide Mittel frei und senkt Lager- und Kapitalkosten dauerhaft. Um diese finanziellen Ströme im Unternehmen zu optimieren, ist die Geldumschlagsdauer entscheidend. Denn sie verdeutlicht die Kapitalbindung: Wie lange braucht ein Unternehmen, um zu investieren, zu lagern beziehungsweise weiterzuverarbeiten, zu verkaufen und die Bezahlung zu erhalten? Diese Zeit gilt es zu minimieren, um die eigene Flexibilität zu erhöhen.

Es gibt verschiedene Stellschrauben, an denen Unternehmen jetzt drehen können. Dazu zählen:

  • ein konsequenteres Debitorenmanagement
  • die Vereinbarung möglichst langer Zahlungsziele für Verbindlichkeiten
  • eine geringere Vorratsbestandshaltung, angepasst an die aktuelle Auftragslage
  • ein verbessertes Mahnwesen oder eine Veränderung der Zahlungsbedingungen, wie Anzahlungen oder Vorauskasse
  • die Ausnutzung von Factoring oder Verbriefungen über ABCP/ABS bei hohen Forderungsbeständen

Nicht alles müssen Unternehmen in Eigenregie erledigen. Da die Unsicherheiten nahezu alle Wirtschaftszweige treffen, schließen sich zudem bestimmte Handlungsspielräume. Zum Beispiel sind derzeit weniger Zulieferer bereit, Zahlungsziele zu verlängern. Da hilft die Bank, indem sie Forderungen zu Geld macht.

Verbriefungen, beispielsweise in Form von Asset Backed Securities (ABS) oder Asset Backed Commercial Papers (ABCP), bekommen Unternehmen bei Spezialisten wie der LBBW selbst . Alle detaillierten Informationen zu diesen Forderungsabtretungen sowie zu Vorfinanzierungen hat die LBBW Research im Rahmen der aktuellen Studie aufbereitet.

Working Capital intelligent finanzieren

Ob Factoring, Verbriefungen über ABCP/ABS oder auch nur ein konsequentes Mahnwesen: Konsequentes Working Capital Management lohnt sich nach Ansicht von LBBW Research für alle Unternehmen, unabhängig von ihrer Ausgangslage, aus mindestens drei Gründen:

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1. Finanzielle Schieflage vermeiden

Working-Capital-Management setzt gebundene Liquidität frei und schafft dadurch Freiräume.

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2. Bonität verbessern

Eine bessere Bilanzstruktur kann das Rating verbessern. Es werden wichtige Kennzahlen wie die Eigenkapitalquote erhöht und der Verschuldungsgrad wird gesenkt.

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3. Wachstum finanzieren

Bei wachsenden Unternehmen steigen mit den Umsätzen meist zugleich die Forderungsbestände. Hier zu optimieren, ermöglicht weiteres Wachstum.

Gründe genug, sein Working Capital im Blick zu behalten! Die LBBW-Studie empfiehlt daher Working Capital Management zur Vermeidung von Liquiditätsengpässen – sowohl während der Corona-Krise als auch in den darauffolgenden, rauen Zeiten.

Haben Sie Fragen? Kontaktieren Sie uns!

Wenn Sie Ihre Liquidität rechtzeitig verbessern möchten, wenden Sie sich für ein erstes Gespräch gerne an unsere Experten. Ihr Ansprechpartner für ABCPs oder generell Verbriefungen ist Sascha Chevalier, Ihr Ansprechpartner für Factoring ist Marius Leeb.

Sascha Chevalier, Head of Receivables Securitization der LBBW

Sascha Chevalier

Sascha Chevalier ist Head of Trade Receivables Securitization der LBBW und berät große Mittelständler und Konzerne seit rund 20 Jahren bei komplexen Fragestellungen zum Thema Working Capital Management.

Leiter Securitization Trade Receivables
Tel.: +49 711 127-49722
sascha.chevalier@lbbw.de

Marius Leeb, Head of Sales bei der LBBW-Tochter Südfactoring

Marius Leeb

Marius Leeb ist Head of Sales und Executive Director des Vertriebs der LBBW-Tochter SüdFactoring GmbH. Der Finanzexperte ist zudem seit 2010 als Fachdozent für das Thema Working Capital Management an Hochschulen tätig.

Leiter Vertrieb SüdFactoring GmbH
Tel.: +49 711 127-78953
marius.leeb@suedfactoring.de

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