LBBW
Die neue Jugendherberge in Heilbronn liegt in nächster Nähe zu den Parks und Anlagen der Bundesgartenschau

Der beste Weg zum Förderkredit

Förderkredite bieten günstige Konditionen. Beim Neubau der Jugendherberge Heilbronn wurde der Förderkredit gekonnt veredelt zu einer überzeugenden Finanzierung.

Der Neckarbogen in Heilbronn verwandelt sich zu einem Prunkstück: Hier eröffnet im Frühjahr 2019 die Bundesgartenschau. Wer einen Blick von oben auf die Park- und Blumenpracht werfen will, sollte in der benachbarten Jugendherberge übernachten. Sie ist ebenfalls neu und bietet in 51 Zimmern Platz für 180 Gäste.

Rund 10,5 Millionen Euro investiert das Jugendherbergswerk in den Neubau, der im Oktober 2018 eröffnet wurde. Das Gros dieser Summe kam von einem Förderkredit der KfW. Vorgeschlagen, beantragt und abgewickelt hat diesen Kredit die zur LBBW gehörende BW-Bank, langjährige Hausbank des Landesverbandes Baden-Württemberg des Deutschen Jugendherbergswerks (DJH).

Ein Finanzierungspaket aus drei Bausteinen

Mit dem Förderkredit allein war es allerdings nicht getan. Er wurde auf 9,5 Millionen Euro aufgestockt durch einen Annuitäten-Swap gegen das Risiko von Zinsänderungen und eine Eigenkapitalzwischenfinanzierung, die eine Finanzierungslücke überbrückt. „Letztlich haben wir ein Finanzierungspaket aus drei Bausteinen geschnürt“, sagt Andreas Schück. Der Unternehmenskundenberater der zur LBBW gehörenden BW-Bank betreut den DJH-Landesverband in Karlsruhe seit zehn Jahren in Fragen des Zahlungsverkehrs, der Betriebsmittelfinanzierung sowie bei Sanierungen und Neubauten.

Zum Neubau hatte sich der DJH-Landesverband nicht lange durchringen müssen. „Die alte Jugendherberge hätte zu hohen Kosten saniert werden müssen“, sagt Geschäftsführer Karl Rosner, „zudem ist ihre Stadtrandlage nicht mehr zeitgemäß.“ Und zeitgemäß sollte die neue Jugendherberge werden: komplett barrierefrei und energieeffizient. Deshalb wurde Susanne Roleff, Fachberaterin Förderkredite bei der LBBW, frühzeitig einbezogen. „Wenn man die Anforderungen erfüllen kann, sind Förderdarlehen immer die erste Wahl, weil sie günstigere Konditionen bieten“, sagt die Expertin. Hier stehen sowohl die Angebote der staatlichen KfW-Bankengruppe als auch der Landesinstitute wie zum Beispiel die L-Bank zur Auswahl. Aus der Vielzahl der Möglichkeiten jeweils das passende Programm zu finden, erfordert Know-how, nicht zuletzt weil sich die Programmstrukturen immer wieder ändern. „Hier hilft uns unsere sehr gute Vernetzung mit den Förderinstituten, insbesondere der KfW, für die wir bei einigen Programmen sogar Marktführer sind“, sagt Roleff.

Wenn man die Anforderungen erfüllen kann, sind Förderdarlehen immer die erste Wahl, weil sie günstigere Konditionen bieten.

Susanne Roleff, Fachberaterin Förderkredite bei der LBBW

Enge Abstimmung mit der KfW

Für das DJH fiel die Wahl auf das KfW-Programm IKU – Energieeffizient Bauen und Sanieren für kommunale und gemeinnützige Unternehmen. „Der Bauherr hat gleich zwei Vorteile: einen sehr günstigen Zins und einen attraktiven Tilgungszuschuss“, sagt Susanne Roleff. Hilfreich war eine enge Zusammenarbeit zwischen Bank und Architektenbüro in der frühen Planungsphase. Dadurch konnten die geplanten Baumaßnahmen mit den Anforderungen der KfW abgeglichen und bei Bedarf angepasst werden.

Das DJH entschied sich dazu, 2 Millionen Euro Eigenkapital aus dem Verkauf der alten Heilbronner Jugendherberge in die Finanzierung einzubringen. Die Herausforderung: Der KfW-Kredit war Anfang 2018 aufgebraucht, die Kaufsumme für die alte Immobilie floss aber erst zur Jahresmitte. „Der Landesverband benötigte also eine Eigenkapital¬zwischenfinanzierung“, sagt Kundenberater Andreas Schück. Die bekam er.

Annuitäten-Swap gegen steigende Zinsen

Eine weitere Herausforderung: Das KfW-Darlehen läuft über 15 Jahre, die Zinsen sind jedoch nur für zehn Jahre festgeschrieben. „Der Kreditnehmer hat also im Hinblick auf möglicherweise wieder steigende Zinsen ein Zinsänderungsrisiko“, sagt Schück. Auch hier hatte die LBBW die passende Lösung: einen sogenannten Annuitäten-Swap, der die Abstimmung von Zahlungsverpflichtungen insbesondere aus Fördermitteln auf die Liquiditätsplanung eines Unternehmens ermöglicht. „Gegen einen geringen Zinsaufschlag sichern wir damit dem DJH-Landesverband Zinssicherheit über die gesamte Laufzeit des KfW-Kredits und verschaffen ihm somit Finanzierungs- und Kalkulationssicherheit“, sagt Schück.

Das hat Karl Rosner überzeugt. Der Geschäftsführer des DJH-Landesverbands bewertet die Finanzierungslösung als „richtig gut gelungen“. Dasselbe sagt Rosner übrigens auch über Heilbronns neue Jugendherberge.

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