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LBBW übernimmt Sachsen LB

26. August 2007

  • Jaschinski: "Potenzial in Sachsen nutzen"
  • Leipzig soll das Tor zu Osteuropa werden
  • Fokus auf Mittelstands- und gehobenem Privatkundengeschäft

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) übernimmt zum 1.1.2008 die Sachsen LB mit Sitz in Leipzig. Damit erhält die LBBW eine hervorragende Marktposition in der wirtschaftlich stärksten Region in den neuen Bundesländern. Gemeinsam wollen beide Institute künftig, basierend auf den erfolgreichen Niederlassungen der Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank), das Geschäft in Sachsen mit dem Mittelstand und gehobenen Privatkunden ausbauen. Zudem wird die Sachsen LB innerhalb der LBBW Kompetenzzentrum für Osteuropa sein, wo sie auf Grund der geografischen Nähe über beste Beziehungen insbesondere nach Polen, Tschechien und in die Slowakei verfügt.

"Ungeachtet der aktuellen Probleme besitzt die Sachsen LB eine starke Marktstellung in ihrer Heimatregion. Dieses Potenzial wollen wir nutzen", sagte Dr. Siegfried Jaschinski, Vorsitzender des Vorstands der LBBW. Die LBBW ist überzeugt, dass die Sachsen LB ihre jüngsten Schwierigkeiten rasch überwindet. Dazu stellt die Stuttgarter Bank 250 Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung. Das Management der LBBW erwartet keine negativen Auswirkungen der Übernahme auf die eigene Bonität.

Die Sachsen LB wurde 1992 gegründet. Sie beschäftigt rund 600 Mitarbeiter und verfügte Ende letzten Jahres über eine Bilanzsumme von knapp 68 Mrd. Euro. Eigentümer sind bisher die Sachsen-Finanzgruppe und der Freistaat Sachsen. Beide werden ihre Anteile an die LBBW übertragen und dafür Anteile der LBBW erhalten. Innerhalb der LBBW-Gruppe wird die Sachsen LB künftig in Form eines Mutter-Tochter-Modells geführt. Ein ähnliches Modell wird bereits mit der Landesbank Rheinland-Pfalz erfolgreich praktiziert, die seit einigen Jahren zum LBBW-Konzern gehört.

Bei der Sachsen LB sollen der Standort Leipzig und der Umfang der Beschäftigung erhalten bleiben. Im operativen Geschäft wird die Bank den Fokus analog dem bewährten Geschäftsmodell der LBBW stärker auf den Mittelstand und das gehobene Privatkundengeschäft richten. Überdies bleibt sie erster Partner der sächsischen Sparkassen. Dank der Integration in den LBBW-Konzern erhalten die Kunden der Sachsen LB künftig direkten Zugriff auf das umfangreiche Produkt- und Leistungsspektrum der LBBW sowie zu deren internationalem Netzwerk.

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ist eine regional verankerte Universalbank und internationale Geschäftsbank. Zusammen mit der seit 2005 als eigenständigem Teil der LBBW arbeitenden Baden-Württembergischen Bank (BW-Bank) bietet sie alle Geschäftsarten einer modernen Großbank. Die LBBW ist Zentralbank der Sparkassen in Baden-Württemberg und zusammen mit der Landesbank Rheinland-Pfalz Zentralbank der Sparkassen in Rheinland-Pfalz. Mit einer Bilanzsumme von 428 Milliarden Euro im Konzern, über 12.000 Mitarbeitern sowie über 200 Filialen gehört sie zu den fünf größten Banken in Deutschland. Niederlassungen in New York, London und Singapur sowie zahlreiche Stützpunkte unterstützen die exportorientierte heimische Wirtschaft im Ausland.    

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