Derivateregulierung / EMIR.

 

Die G20-Staaten haben auf ihrem Gipfeltreffen 2009 eine umfassende Neuordnung des Marktes für außerbörslich gehandelte Derivate beschlossen.

Die Neuordnung soll

  • zu einer Verbesserung der Markttransparenz führen,
  • systemische Risiken eindämmen und
  • den Schutz vor Marktmissbrauch verbessern.

Die Maßnahmen und Pflichten werden bei den Marktteilnehmern zu einem fundamentalen Wandel beim Handel mit OTC-Derivaten führen. Die neuen Anforderungen sollen den Aufsichtsbehörden einen genaueren Einblick in den Markt erlauben und das Kontrahentenausfallrisiko bei einem Derivategeschäft verringern.

In Europa werden große Teile dieser Regulierungsvorhaben durch die "European Market Infrastructure Regulation" (EMIR) umgesetzt. EMIR beruht auf drei Säulen:

1. Meldepflicht

Alle Derivategeschäfte müssen an ein Transaktionsregister gemeldet werden. Die Aufsichtsbehörde kann diese Daten nutzen, um systemische Marktrisiken zu identifizieren.

2. Risikominderung

Dieser Maßnahmenkatalog betrifft den gesamten Lebenszyklus eines nicht zentral geclearten OTC-Derivates und zielt, neben der Reduktion des Kontrahentenrisikos, auf die Verringerung von operationellen Risiken in der Abwicklung des Geschäftes ab.

3. Clearingpflicht

Für Produkte mit hohem Standardisierungsgrad und hoher Liquidität wird schrittweise eine Clearingpflicht eingeführt. Für diese Produkte ist die Abwicklung über einen zentralen Kontrahenten zwingend erforderlich.

Für Unternehmenskunden gelten im Allgemeinen nur die Meldepflicht und die Risikominderung. Für Kreditinstitute, Finanzinstitute und andere professionelle Finanzmarktteilnehmer gilt der gesamte Anforderungskatalog gemäß EMIR..

Detaillierte Informationen über die Anforderungen für Unternehmenskunden erhalten Sie hier

 
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