Presseinformation.

22.05.2012

LBBW legt Geschäftszahlen für das 1. Quartal 2012 vor

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) ist auf Basis eines soliden operativen Geschäfts zufriedenstellend in das Jahr 2012 gestartet. Im ersten Quartal hat sie ein Konzernergebnis vor Steuern von 147 Millionen Euro erwirtschaftet. Nach Steuern belief sich das Konzernergebnis auf 124 Millionen Euro. Gut auf Kurs blieb die LBBW beim Abbau von Risiken. Die gesamten Risikoaktiva sanken seit Jahresbeginn um weitere vier Milliarden Euro auf 104 Milliarden Euro; das Kreditersatzgeschäft wurde um drei Milliarden Euro auf 33 Milliarden Euro verringert. Die Kernkapitalquote stieg zum 31. März 2012 auf 13,9 Prozent, die Gesamtkennziffer verbesserte sich auf 18,1 Prozent.

"Das erste Quartal 2012 zeigt, dass wir mit unserem kundenorientierten Geschäftsmodell und dem kontinuierlichen Abbau von Risiken auf dem richtigen Weg sind. Damit schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass der LBBWKonzern langfristig und nachhaltig erfolgreich sein wird", sagte der LBBW-Vorstandsvorsitzende Hans-Jörg Vetter.

Die operativen Geschäftssegmente – Corporates, Retail/Sparkassen und Financial Markets – haben ihre positive Entwicklung in den ersten drei Monaten des Jahres mit einem Konzernergebnis vor Steuern von zusammen 473 Millionen Euro fortgesetzt.

Im Segment Corporates, dessen tragende Säulen nach wie vor ein starkes Mittelstandsgeschäft ist, lag das Konzernergebnis vor Steuern mit 221 Millionen Euro auf Vorjahreshöhe (220 Millionen Euro).

Das Segment Financial Markets profitierte von einem starken Kundengeschäft und der positiven Entwicklung an den Finanzmärkten. Das Konzernergebnis vor Steuern verbesserte sich deutlich auf 224 Millionen Euro (1. Quartal 2011: 123 Millionen Euro).

Das Segment Retail/Sparkassen hat sich in einem aufgrund der niedrigen Zinsen und einer hohen Wettbewerbsintensität anspruchsvollen Umfeld gut behauptet. Das Konzernergebnis vor Steuern war mit 28 Millionen Euro gegenüber dem Vergleichsquartal (29 Millionen Euro) stabil.

Geschäftszahlen des 1. Quartals 2012 im Überblick

Das Zinsergebnis erreichte mit 434 Millionen Euro nicht den außergewöhnlich guten Wert des Vorjahresquartals (603 Millionen Euro). Der Rückgang resultierte unter anderem aus dem allgemein niedrigen Zinsumfeld sowie dem weiter fortgeführten Abbau der Risikoaktiva. Zudem wurde das Ergebnis des Vorjahresquartals von einmaligen Sondereffekten positiv beeinflusst.

Das Provisionsergebnis blieb mit 125 Millionen Euro nahezu auf dem Stand des Vorjahresquartals (126 Millionen Euro).

Das Ergebnis aus zum Fair Value bewerteten Finanzinstrumenten belief sich auf 164 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 368 Millionen Euro). Der Rückgang im Vergleich zum Vorjahr geht in erster Linie auf einen negativen Effekt aufgrund der gestiegenen Marktbewertung eigener Verbindlichkeiten ("Own Credit Spread") zurück, der das Ergebnis im 1. Quartal 2012 mit rund 100 Millionen Euro belastete. Durch den konsequenten Abbau der Positionen in den hochvolatilen Kreditausfallversicherungen (CDS) im vergangenen Jahr konnte die LBBW zudem nicht mehr so stark wie im Vorjahr von positiven Effekten im Zuge der Spreaderholung profitieren.

Das sonstige betriebliche Ergebnis lag bei 9 Millionen Euro (Vorjahr: 37 Millionen Euro).

Die Kreditrisikovorsorge wurde mit 47 Millionen Euro angesetzt. Da ein Großteil der Wertberichtigungen des ersten Quartals im Zuge der Wertaufhellung noch im Geschäftsjahr 2011 berücksichtigt wurde, lag die tatsächlich benötigte Risikovorsorge der LBBW nur im einstelligen Millionenbereich. Im Vergleich zur Kreditrisikovorsorge des Vorjahresquartals (168 Millionen Euro) trägt die LBBW mit diesem Ansatz der guten konjunkturellen Entwicklung in den Kernmärkten Rechnung.

Das Finanzanlageergebnis wies einen Verlust von 31 Millionen Euro aus. Im Vorjahresquartal konnte hier – vor allem aufgrund von Erträgen aus Beteiligungsverkäufen – ein Gewinn von 41 Millionen Euro erzielt werden.

Die Verwaltungsaufwendungen stiegen leicht auf 432 Millionen Euro (Vorjahr: 423 Millionen Euro). Der Zuwachs stammt in erster Linie aus der im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13 Millionen Euro höheren Bankenabgabe, die sich im Berichtsquartal auf 23 Millionen Euro belief. Der Personalaufwand konnte im Rahmen der Restrukturierung von 256 Millionen Euro auf 252 Millionen Euro gesenkt werden. Zum 31. März 2012 zählte die LBBW 11 751 Beschäftigte, 480 weniger als zum Jahresbeginn.

Das operative Ergebnis summierte sich auf 223 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 584 Millionen Euro). Die Provisionskosten für den Risikoschirm des Landes Baden-Württemberg beliefen sich auf 76 Millionen Euro. Damit ergab sich ein Konzernergebnis vor Steuern in Höhe von 147 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 492 Millionen Euro). Nach Abzug der Ertragssteuern ergab sich ein Konzernergebnis für das erste Quartal 2012 von 124 Millionen Euro (Vorjahresquartal: 388 Millionen Euro).

Ausblick

Für das laufende Jahr geht die LBBW nach wie vor von einer verhalten positiven Entwicklung der Realwirtschaft aus, wohingegen die Lage an den Finanzmärkten weiterhin von erheblichen Risiken geprägt bleibt. Sofern es nicht zu neuen dramatischen Verwerfungen an den Finanzmärkten kommt, rechnet die LBBW für 2012 unter IFRS weiterhin mit einem gegenüber 2011 verbesserten Ergebnis.

Geschäftszahlen des LBBW-Konzerns für das 1. Quartal 2012
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