Presseinformation.

22.04.2013

LBBW-Research: Rohstoffpreise werden in den kommenden Monaten zu den Aktienkursen aufschließen

An den Rohstoffbörsen werden in den kommenden Monaten die Notierungen zumindest teilweise zu den gestiegenen Aktienkursen aufschließen. Wie die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) in ihrem Commodity Yearbook 2013 feststellt, haben besonders Industriemetalle angesichts besserer Konjunkturaussichten Potenzial.

Nach dem für Rohstoffinvestoren eher schwachen Jahr 2011 zeigte sich auch 2012 keine große Marktdynamik. Unter dem Strich stand beim Rohstoffindex DJ/UBS Excess Return zum Jahresende erneut ein kleines Minus von 1,1 Prozent. Das dürfte sich 2013 nicht wiederholen, glaubt LBBW-Chefvolkswirt Uwe Burkert: "Aus unserer Sicht gibt es eine ganze Reihe von Faktoren, die dafür sprechen, dass die Rohstoffpreise in den nächsten Monaten die Lücke, die sich im Vergleich zu den Aktiennotierungen aufgebaut hat, zumindest teilweise wieder schließen wird."

Die Perspektiven im Rohstoffbereich lassen die Assetklasse aus Anlegersicht attraktiv erscheinen, urteilen die Experten der Landesbank. Investoren mit mittel- bis langfristigem Anlagehorizont sollten über einen Einstieg nachdenken. Unternehmern rät der für das Commodity Yearbook verantwortliche Dr. Frank Schallenberger: "Nutzen Sie die Chance. In Anbetracht der verbesserten Aussichten für die Weltwirtschaft sollten Sie über Sicherungsgeschäfte das aktuelle Preisniveau längerfristig festschreiben."

Goldpreis hat Höhepunkt überschritten

Ein relativ starkes Aufwärtspotenzial erwartet die LBBW bei den Basismetallen, deren Preise aktuell um mehr als 25 Prozent niedriger als Anfang 2011 liegen. Hierfür sprechen die wieder besseren Konjunkturaussichten und insbesondere die Annahme, dass die Wirtschaft in China wieder an Dynamik gewinnen wird. Die LBBW erwartet weltweit einen Zuwachs des Basismetallverbrauchs von durchschnittlich 4,3 Prozent nach 2,5 Prozent im Vorjahr. Hingegen sollte sich die Goldpreisrally nach dem kräftigen Aufschwung der Vorjahre nicht mehr fortsetzen. "Das belegt auch der kräftige Kursrutsch zu Wochenbeginn", sagt Dr. Frank Schallenberger, Leiter LBBW Commodity Research.

Im Energiesektor erwartet die LBBW einen Seitwärtstrend. Ein leichter Anstieg der Öl-Nachfrage sollte durch die gut ausgestattete Angebotsseite ausgeglichen werden. US-Erdgas ist dank neuer Fördermethoden im Überfluss vorhanden und wird daher sehr günstig gehandelt. Erst wenn die nötige Infrastruktur für den Export vorhanden sei, dürften sich die US-Gaspreise wieder normalisieren, so die Prognose.

Commodity Yearbook 2013

Das nun vorliegende Commodity Yearbook bietet eine Übersicht über aktuelle Entwicklungen, Zusammenhänge und Trends, die die Rohstoffmärkte von Aluminium und Erdgas über Gold, Kupfer und Nickel bis hin zu Öl, Silber und Zink derzeit bewegen. Die Studie richtet sich einerseits an Anleger auf der Suche nach alternativen Investments. Andererseits auch an Unternehmen, die sich seit einigen Jahren steigenden Rohstoff-Volatilitäten und zunehmenden Preisrisiken ausgesetzt sehen.

Der Fokus des Commodity Yearbook 2013 liegt auf der fundamentalen Analyse der einzelnen Teilmärkte und Sektoren sowie dem daraus abgeleiteten Ausblick auf das laufende Jahr. Hierzu gehört auch das aktuelle weltwirtschaftliche Umfeld. Ein besonderer Blick fällt dabei auf die Emerging Markets, die eine immer größere Bedeutung für die Weltwirtschaft und verschiedene Rohstoffmärkte haben. Für Rohstoffverbraucher wird die Bedeutung der Absicherung von Rohstoffrisiken dargestellt. Zudem werden Investmentmöglichkeiten im Rohstoffbereich aufgezeigt – von Aktien und Fonds, über Münzen und Barren bis hin zu Zertifikaten. Die Publikation wird durch die Preisprognosen der wichtigsten Commodities abgerundet.

Das "Commodity Yearbook 2013" steht im Internet zum Download zur Verfügung unter:

www.lbbw-markets.de/commodity_yearbook

Nach der Bestätigung des Disclaimers werden Sie direkt auf die Studie (im pdf-Format) verlinkt.

Kontakt

Landesbank Baden-Württemberg
Am Hauptbahnhof 2
D-70173 Stuttgart

Rüdiger Schoß
Pressereferent
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