Presseinformation.

01.08.2005

Im Plan: Das Halbjahresergebnis des LBBW-Konzerns

Die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) bewegt sich zum 30. Juni 2005 im Plan: "Wir sind unserem Ziel einer Eigenkapitalrendite von 15 Prozent zum Jahresende schon recht nahe gekommen", erklärt Dr. Siegfried Jaschinski, Vorstandsvorsitzender der LBBW. In Anbetracht des Wegfalls der Staatsgarantien vor knapp zwei Wochen und den damit einhergehenden Veränderungen seien zwar weiterhin Anstrengungen nötig, damit die LBBW auch in Zukunft erfolgreich am Markt agiere. Jedoch befinde sich der Konzern nun in einer guten Ausgangsposition. Die Ergebnisentwicklung im zweiten Halbjahr wird aber auch von der Kapitalmarktsituation sowie der Risikovorsorge beeinflusst werden.

Das Geschäftsvolumen des LBBW-Konzerns stieg gegenüber dem 31. Dezember 2004 um 51 Milliarden Euro (plus 11,4 Prozent) auf 493 Milliarden Euro. Die Bilanzsumme wuchs seit Jahresende um 30 Milliarden Euro (plus 7,7 Prozent) und betrug 421 Milliarden Euro zum 30. Juni 2005.

Betriebsergebnis vor Risikovorsorge-/Bewertungsergebnis legte leicht zu

Das Betriebsergebnis vor Risikovorsorge-/Bewertungsergebnis lag zum 30. Juni 2005 bei 874 Millionen Euro und stieg somit erfreulich um 15 Millionen Euro (plus 1,7 Prozent) an. Deutlich positiv entwickelte sich der Provisionsüberschuss. Er kletterte im Vergleich zum ersten Halbjahr 2004 um 15,5 Prozent (33 Millionen Euro) auf 244 Millionen Euro. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf einen Zuwachs der Provisionen im Kredit- und Wertpapierkommissionsgeschäft zurückzuführen. Die Position sonstiges betriebliches Ergebnis erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Prozent (plus 29 Millionen Euro) auf 290 Millionen Euro. "Hier haben sich auch die Erfolge im Leasinggeschäft niedergeschlagen", hebt Jaschinski hervor.

Das gute Nettoergebnis aus Finanzgeschäften im ersten Quartal des Jahres 2005 hat sich im zweiten Quartal nicht fortsetzen können. Aufgrund des zurückhaltenden Kapitalmarkttrends konnte der LBBW-Konzern mit 33 Millionen Euro den guten Vorjahreswert nicht erreichen. Allerdings wird in dieser Ergebnisgröße nach der HGB-Rechnungslegung nicht der gesamte Handelserfolg abgebildet. So konnten weitere rund 82 Millionen Euro Handelsergebnis erwirtschaftet werden, die im Zinsergebnis auszuweisen sind. Der Zinsüberschuss blieb danach mit 1.090 Millionen Euro nahezu auf Vorjahreshöhe (1.091 Millionen Euro). Insgesamt haben allerdings, wie bei anderen Banken auch, die zurückhaltenden Investitionen das Zinsergebnis des LBBW-Konzerns belastet.

Verwaltungsaufwand rückläufig

Durch weiterhin konsequentes Kostenmanagement gelang es, den Verwaltungsaufwand im LBBW-Konzern im ersten Halbjahr 2005 zu reduzieren. Er sank um 5,2 Prozent auf nunmehr 783 Millionen Euro. Der in dieser Position enthaltene Personalaufwand konnte mit 468 Millionen Euro auf Höhe des Vorjahreswerts gehalten werden (plus 0,9 Prozent oder 4 Millionen Euro).

Erfreulicher Jahresüberschuss vor Steuern

Das Risikovorsorge-/Bewertungsergebnis verminderte sich um 1,2 Prozent auf 253 Millionen Euro. Auf das Gesamtjahr betrachtet, rechnen wir nochmals mit einer deutlichen Entlastung der Kreditrisikovorsorge", blickt Jaschinski nach vorn. Hintergrund dafür ist, dass die Kreditrisikovorsorge zum Halbjahr mit dem anteiligen Planwert angesetzt wurde und die tatsächliche Risikovorsorge deutlich unter diesem Wert liegt. Zusätzlich wurden 65 Millionen Euro Reserven zu Lasten des Risikovorsorge-/Bewertungsergebnisses gebildet um für das zweite Halbjahr gut abgesichert zu sein. Danach weist der LBBW-Konzern einen Jahresüberschuss vor Steuern von 475 Millionen Euro aus, was eine Steigerungsrate von 3,5 Prozent (plus 16 Millionen Euro) bedeutet. Dieses Ergebnis stellt einen gelungenen Zwischenstand dar", resümiert der LBBW-Chef.

LBBW-Konzern in guter Ausgangsposition

Die Landesbank Baden-Württemberg befindet sich auf dem richtigen Weg. Trotz eines schwierigen wirtschaftlichen Umfelds ist dem Konzern ein gutes Halbjahresergebnis gelungen. "Damit befinden wir uns im Zielkorridor. Ob sich dieser positive Verlauf bis zum Jahresende fortsetzen wird, hängt jedoch auch von der Entwicklung der Kapitalmärkte sowie der Risikovorsorge ab", formuliert Dr. Siegfried Jaschinski abschließend.

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